Der erste Millionenseller der deutschen Schallplattengeschichte bewegte vor 75 Jahren an den Fronten des Zweiten Weltkrieges. Eines der bekanntesten deutschen Lieder verbreitet bis heute Wehmut: „Lili Marleen“ von Lale Andersen (Text: Hans Leip)

Lale Andersen (Text: Hans Leip)

Lili Marleen (Lied eines jungen Wachtpostens)

Vor der Kaserne vor dem großen Tor
stand eine Laterne,
und steht sie noch davor,
so woll'n wir uns da wiederseh'n,
bei der Laterne woll'n wir steh'n
wie einst, Lili Marleen,
wie einst, Lili Marleen.

Uns're beiden Schatten sah'n wie einer aus;
dass wir so lieb uns hatten,
das sah man gleich daraus.
Und alle Leute soll'n es seh'n,
wenn wir bei der Laterne steh'n,
wie einst, Lili Marleen,
wie einst, Lili Marleen.

Schon rief der Posten, sie bliesen Zapfenstreich;
es kann drei Tage kosten.
Kam'rad, ich komm ja gleich.
Da sagten wir auf Wiederseh'n.
Wie gerne würd' ich mit dir geh'n,
mit dir, Lili Marleen,
mit dir, Lili Marleen.

Deine Schritte kennt sie,
deinen schönen Gang.
Alle Abend brennt sie,
doch mich vergaß sie lang.
Und sollte mir ein Leid gescheh'n,
wer wird bei der Laterne steh'n?
Mit dir, Lili Marleen,
Mit dir, Lili Marleen?

Aus dem stillen Raume,
aus der Erde Grund,
hebt mich wie im Traume
dein verliebter Mund.
Wenn sich die späten Nebel dreh'n,
werd' ich bei der Laterne steh'n,
wie einst, Lili Marleen,
wie einst, Lili Marleen.

     [Lale Andersen: Lili Marleen (Lied eines jungen Wachtpostens). Electrola 1939.]

Erstausstrahlung auf dem Soldatensender

Im glitzernden Abendkleid schreitet die Sängerin langsam die Bühne ab. Sie steht im Licht der Scheinwerfer. Die Konzertbesucher schauen nur auf sie. Schnitt. Der Schützengraben ist eng, dunkel und nass. Die Kälte förmlich spürbar. Doch die Blicke der Soldaten gehen gen Himmel. Andächtig lauschen sie Lili Marleen. Diese Szene aus Rainer Werner Fassbinders Film Lili Marleen stammt aus dem Jahr 1981. Sie könnte sich so aber auch vierzig Jahre früher zugetragen haben. 1941 macht der Soldatensender Belgrad das Lied Lili Marleen populär – ob es erstmalig am 26. April 1941 oder am 18. August 1941 ausgestrahlt wird, ist nicht sicher. Seine Entstehungsgeschichte ist beinahe so wirr wie die Wendungen der beiden Weltkriege, in deren Kontext es geschrieben und vertont wird. Fest steht jedoch: Lili Marleen wird zum Welthit und zum ersten Millionenseller der deutschen Schallplattengeschichte.

Entstehung in einsamer Nacht

Ein junger Mann wird an die Front berufen. Seine Geliebte bleibt zurück. In der Nacht zuvor hält er Wache vor seiner Kaserne. Seine Gefühle – Sehnsucht, Angst, Melancholie – schreibt er in einem kleinen Gedicht nieder, eine Melodie komponiert er gleich mit dazu: Die ersten drei Strophen von Lili Marleen sind geboren. Bei dem jungen Mann handelt es sich um den Schriftsteller Hans Leip. Es ist die Nacht vom 3. auf den 4. April 1915. Hans Leip, 21 Jahre alt, muss am nächsten Morgen an die russische Front abrücken. Der Erste Weltkrieg wütet noch kein Jahr, noch ist es eine Weile hin bis zu seiner blutigen Fortsetzung im Zweiten Weltkrieg – und dem Durchbruch der Lili Marleen.

Langer Weg zum Ruhm

Der junge Mann hat Glück. Er überlebt den Krieg, doch die Aprilnacht des Jahres 1915 vor der Kaserne vergisst er nicht – schließlich hat er das Lied in Gedanken an seine Geliebte(n) geschrieben: Die Gemüsehändlerin Lili und die Krankenschwester Marleen. Oder aber Lilly Freud-Marlé, die Nichte Sigmund Freuds. In die junge Jüdin war der Dichter vor dem Krieg angeblich verliebt (vgl. ZDF History).

Dennoch vergehen 22 Jahre, bis Hans Leip sein Gedicht veröffentlicht. Vorher fügt er noch zwei Strophen hinzu. Handeln die ersten drei Strophen von Abschied und der Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit der Geliebten, ist alle Hoffnung in den letzten beiden Strophen verstrichen. Die Sorge, dem Soldaten könne „ein Leid gescheh’n“, hat sich erfüllt. Doch: Den gefallenen Geliebten hebt aus dem Grab, „dem stillen Raume, aus der Erde Grund“ noch einmal „wie im Traume“ Lili Marleens „verliebter Mund“ zum Treffpunkt an der Laterne. Somit sind die hinzugefügten beiden Strophen im Gegensatz zu den ersten drei nicht autobiographisch, doch wie leicht hätte auch ihr Schöpfer Hans Leip sterben können.

Ladenhüter Lili

Unter dem Titel Lied eines jungen Wachpostens erscheinen Leips Zeilen in der Gedichtsammlung Die kleine Hafenorgel im Jahr 1937. Darauf aufmerksam wird Nobert Schultze, ein erfolgreicher Komponist. Er verfasst eine Melodie und bietet sie 1938 der Sängerin Lale Andersen zur Aufnahme an. Der aus Norddeutschland stammenden Andersen ist Lili Marleen bekannt. In dem Münchner Kabarett Simpl tritt sie bereits mit einer Version des Komponisten Rudolf Zink auf. An der Neufassung des Liedes durch Norbert Schultze findet sie keinen rechten Gefallen. Dennoch: Lale Andersen willigt ein. In den Berliner Electrola-Studios wird einen Monat vor Beginn des Zweiten Weltkrieges die heute bekannte Version der Lili Marleen nach Norbert Schultze aufgenommen und anschließend mit einem Orchester abgemischt. Ganz im Sinne der Zeit ist zu Beginn ein Zapfenstreich zu hören, Marschrhythmus begleitet das Lied, im Hintergrund singt ein Männerchor.

Während Komponist Nobert Schultze erfolgreich Propagandalieder für die nationalsozialistischen Herrscher – darunter Bomben auf Engeland, Panzer rollen in Afrika vor oder Von Finnland bis zum Schwarzen Meer – vertont, verkauft sich die Schallplatte mit Lili Marleen jedoch nur schleppend. Das Lied ist bereits fast in Vergessenheit geraten, als es im Jahr 1941 erstmalig auf dem Soldatensender Belgrad erklingt. Wie und wann es genau dazu kommt, ist historisch nicht belegt. Sicher ist, dass das Lied beim Reichssender Wien als unpassend gilt und die Platte dort, ausrangiert in einem Karton, Staub ansetzt. Beim Soldatensender Belgrad dagegen ist man auf neue Schallplatten angewiesen, um die vorhandenen 54 serbischen Volksmusikplatten nicht ständig zu wiederholen. Und so landet Lili Marleen im besetzten Jugoslawien, wo das Lied erstmals entweder zum Sendestart im April 1941 oder im August desselben Jahres erklingt.

German Heimweh

Das Lied eines jungen Wachtpostens, wie Lili Marleen bis dato noch heißt, wird zum Hit. Radio Belgrad, von den deutschen Befehlshabern kurzerhand zum Soldatensender Belgrad umbenannt, sendet zur Motivation der deutschen Truppen. In der allabendlichen Sendung „Wir grüßen unsere Hörer“ werden Briefe aus dem Schützengraben an die Lieben daheim und Briefe aus der Heimat an die Soldaten vorgelesen. Die Erkennungsmelodie der Sendung: Lili Marleen. Von 21.57 Uhr bis 22.00 Uhr schweigen die Geschütze – so will es jedenfalls die Legende – denn Lale Andersens Lied erklingt.

„Aber nicht nur die deutschen Soldaten lieben die nostalgische Melodie“, weiß arte heute zu berichten. Gesendet wird überall, wo deutsche Soldaten stationiert sind – von Narvik am Polarkreis bis an die libysche Mittelmeerküste. So ist es unvermeidlich, dass auch der Feind mithört – und schließlich mitpfeift, mitsingt und sich wie die deutschen Soldaten zu den Klängen Lili Marleens nach Hause träumt. Heimweh ist nicht nur ein deutsches Gefühl.

The biggest hit of Word War II

Besonders die alliierten Soldaten verfallen dem Zauber der melancholischen Zeilen. Noch mehr, als Marlene Dietrich schließlich Lili Marleen zum Besten gibt. „A Song, that is very close to my heart“, nennt Dietrich das Lied nach dem Krieg, „The soldiers loved it“. Der Star der amerikanischen Truppen präsentiert My Lili of the Lamplight ab 1944 überall in Europa, stets nicht weit von der Front entfernt. Für die Soldaten der Alliierten singt Dietrich stets einen optimistischen Schluss (vgl. Zeit Online).

Bei vielen Deutschen, nicht nur den nationalsozialistischen Machthabern, gilt die deutschstämmige Sängerin daher als „Vaterlandsverräterin“. Bis heute hält sich in englischsprachigen Ländern die Überzeugung, Lili Marleen sei originär ein Lied Marlene Dietrichs. „Often wrongly credited to Marlene Dietrich, by me too till I knew“, schreibt ein offensichtlich aus dem englischsprachigen Raum stammender Nutzer bei YouTube unter das Video. Hinterlegt ist die Musik mit alten Aufnahmen sowohl deutscher als auch alliierter Soldaten. Besser wusste es US-General Dwight D. Eisenhower. Er bezeichnete den Erschaffer des Textes als einzigen Deutschen, der während des Krieges der ganzen Welt Freude bereitet habe.

Welthit statt Propagandalied

Lili Marleen wird zum „Symbol für Heimweh, Trennung und Sehnsucht […], vor allem für Hoffnung auf Wiedersehen. Die Zeit – der Krieg, der immer furchtbarer wird, die Umstände haben das bewirkt“, erinnert sich Komponist Norbert Schultze. Das Lied wärmt den Soldaten das Herz: Die besungenen Gefühle könnten ihre eigenen sein, die Melodie ist eingängig, der Text romantisch. „Mitten in einem rein technischen Krieg, in dem sie [die Soldaten] nur zu funktionieren hatten als effizientes Instrument, als zur Waffe gewordenes Gerät, sprach das kleine Lied von Intimität und Gefühlen“, erklärt Zeit Online den Erfolg des Liedes, basierend auf den Erkenntnissen der spanischen Germanistin und Lili Marleen-Expertin Rosa Sala Rose.

Wiewohl kein Propagandalied der nationalsozialistischen Führung, verdankt Lili Marleen somit den Erfolg dem Krieg – es trifft den Nerv der Zeit. Bereits 1941 gibt es die erste französischsprachige Version, u.a. von der Sängerin Suzy Solidor. Für die britischen Soldaten gibt Vera Lynn, „The Forces‘ Sweetheart“, My Lili of the Lamplight zum Besten. Dieses „musikalische Überläufertum“ kommt bei den ausländischen Regierungen nicht gut an (Spiegel online). Kurzerhand erklären die englischen Machthaber Lili Marleen daher zur Kriegstrophäe. Als die britische Armee schließlich im Afrika-Feldzug siegt, taufen sie Lili in The Song the Eighth Army captured um.

Schnulze mit Leichengeruch“

Angesichts dieser wortwörtlich grenzenlosen Begeisterung verwundert es nicht, dass Lili Marleen den nationalsozialistischen Herrschern bald ein Dorn im Auge wird. Propagandaminister Goebells ist das Lied nicht heroisch genug, er behauptet, es sei eine „Schnulze mit Leichengeruch“. Hitler dagegen ist angeblich von der Melodie angetan. Vor Vertretern der Wehrmacht soll er vermutet haben, „das Lied werde uns alle überdauern“. Doch der Umgang der verfeindeten Mächte damit dürfte auch Hitler kaum recht gewesen sein: Sowjetische Flugblätter appellieren an deutsche Soldaten, zu ihrer Lili Marleen heimzukehren und der englische Rundfunk fordert dazu auf, Hitler an Lilis Laterne aufzuhängen (vgl. Haus der Geschichte).

Als schließlich 1942 Lale Andersens Kontakte zu Juden bekannt werden, belegt Goebbels die Sängerin mit einem Auftrittsverbot. Doch Lili Marleen setzt sich durch, wird weiterhin gespielt. „Lili marschiert mit“, resümiert der Spiegel 1981.

Lili wirkt fort

„Ein einfaches Liebeslied vom traurigen Abschied des Frontsoldaten“ – als solches beschrieb Hans Leip seine Zeilen. Heute finden sie sich in fast 50 Sprachen übersetzt. Nicht zuletzt Wikipedia listet den Artikel zu Lili Marleen in 31 Sprachen (Stand Januar 2016). Kein Wunder: „Das Lied berührt menschliche Grundbefindlichkeiten“, heißt es in einer Mitteilung des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland anlässlich einer Ausstellung 70 Jahre nach der ersten Ausstrahlung Lili Marleens auf dem Soldatensender Belgrad (Haus der Geschichte).

Nach wie vor spielen Musiker neue Versionen des Liedes nicht nur in deutscher Sprache ein (vgl. etwa die französische Version von Les Stentors) oder interpretieren es auf ihre ganz eigene Art und Weise wie Nina Hagen und Nana Mouskouri. Egal, ob von einer Metallband gecovert oder auf JiddischLili wirkt fort… und verfolgt seine Schöpfer: Das Lied bleibt der größte Erfolg sowohl des Dichter Hans Leip als auch der Sängerin Lale Andersen. Obwohl Andersen in der Nachkriegszeit sogar beim Grand Prix d’Eurovision antritt, bleibt sie doch – zumindest im deutschsprachigen Raum – im Gedächtnis als Verkörperung der Lili Marleen.

Schlager oder Soldatenlied?

Der Soldatensender Radio Andernach spielt Lili Marleen heute jeden Abend und grüßt damit bspw. in Afghanistan stationierte Soldaten. Das Lied sei eine „feste musikalische Größe im Bundeswehr-Liedbuch“ schreibt die AG Friedensforschung. „Immer, wenn es darum geht, dem trostlosen Soldatenleben einen Sinn zu geben, dann schlägt die Stunde von Lili Marleen.“

Und selbst Biertrinker muss Lili trösten: Die Erlanger Bergkirchweih wird alljährlich zu den Klängen von Lili Marleen beendet. Während das sentimentale Lied erklingt, wird das letzte Fass Bier begraben. Zwar ging es nicht um den Abschied von der Geliebten, sondern nur um den übrigen Gerstensaft, doch „die Menschen lagen sich in den Armen, Tränen flossen“, heißt es auf dem Portal nordbayern.de. Ach, hätten die Soldaten vor 75 Jahren doch auch nur deshalb geweint!

Isabel Stanoschek, Bamberg

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Über deutschelieder
“Deutsche Lieder” ist eine Online-Anthologie von Liedtextinterpretationen. Liedtexte sind die heute wohl meistrezipierte Form von Lyrik, aber zugleich eine in der Literaturwissenschaft vergleichsweise wenig beachtete. Die Gründe für dieses Missverhältnis reichen von Vorurteilen gegenüber vermeintlich nicht interpretationsbedürftiger Popkultur über grundsätzliche Bedenken, einen Songtext isoliert von der Musik zu untersuchen, die Schwierigkeit, eine editorischen Ansprüchen genügende Textfassung zu erstellen, bis zur Problematik, dass, anders als bei Gedichten, bislang kaum ein Korpus von Texten gebildet worden ist, deren Interpretation interessant erscheint. Solchen Einwänden und Schwierigkeiten soll auf diesem Blog praktisch begegnet werden: indem erprobt wird, was Interpretationen von Songtexten leisten können, ob sie auch ohne Einbeziehung der Musik möglich sind oder wie eine solche Einbeziehung stattfinden kann, indem Textfassungen zur Verfügung gestellt werden und im Laufe des Projekts ein Textkorpus entsteht, wenn viele verschiedene Beiträgerinnen und Beiträger ihnen interessant erscheinende Texte vorstellen. Ziel dieses Blogs ist es nicht nur, auf Songtexte als möglichen Forschungsgegenstand aufmerksam zu machen und exemplarisch Zugangsweisen zu erproben, sondern auch das umfangreiche Wissen von Fans zugänglich zu machen, das bislang häufig gar nicht oder nur in Fanforenbeiträgen publiziert wird und damit für die Forschungscommunity ebenso wie für eine breite Öffentlichkeit kaum auffindbar ist. Entsprechend sind nicht nur (angehende) Literaturwissenschaftler, sondern auch Fans, Sammler und alle anderen Interessierten eingeladen, Beiträge einzusenden. Dabei muss es sich nicht um Interpretationen im engeren Sinne handeln, willkommen sind beispielsweise ebenso Beiträge zur Rezeptions- oder Entstehungsgeschichte eines Songs. Denn gerade die Verschiedenheit der Beiträge kann den Reiz einer solchen Anthologie ausmachen. Bei den Interpretationen kann es schon angesichts ihrer relativen Kürze nicht darum gehen, einen Text ‘erschöpfend’ auszuinterpretieren; jede vorgestellte Lesart stellt nur einen möglichen Zugang zu einem Text dar und kann zur Weiterentwicklung der skizzierten Überlegungen ebenso anregen wie zum Widerspruch oder zu Ergänzungen. Entsprechend soll dieses Blog nicht zuletzt ein Ort sein, an dem über Liedtexte diskutiert wird – deshalb freuen wir uns über Kommentare ebenso wie über neue Beiträge. Jeden Montag wird ein neuer Text veröffentlicht.

One Response to Der erste Millionenseller der deutschen Schallplattengeschichte bewegte vor 75 Jahren an den Fronten des Zweiten Weltkrieges. Eines der bekanntesten deutschen Lieder verbreitet bis heute Wehmut: „Lili Marleen“ von Lale Andersen (Text: Hans Leip)

  1. Georg says:

    Ein gelungener Einstieg, stimmige, zum Teil originelle Zwischentitel („German Heimweh“ u.a.), insgesamt ein lesenswerter, informativer Artikel mit einigen neuen Einzelheiten. Eine kleine Ergänzung: „Mit verändertem Text wurde LILI MARLEEN auch ganz offiziell zu Propagandazwecken eingesetzt. Im April 1943 strahlte die BBC eine Propaganda-Version aus, die von der 1933 nach Großbritannien emigrierten deutschen Schauspielern Lucie Mannheim (1899-1976) aufgenommen worden war“ (http://www.songlexikon.de/songs/lillimarleen)
    .
    Hier die 4. Strophe mit der Aufforderung, Hitler aufzuhängen (s. Hinweis im Artikel):
    Der Führer ist ein Schinder, das seh’n wir hier genau,
    Zu Waisen macht er Kinder, zur Witwe jede Frau.
    Und wer an allem schuld ist, den – will ich an der Laterne seh’n.
    Hängt ihn an die Laterne! Deine Lili Marleen.

    Auszug aus einem Lied, das wie der Brief einer deutschen Frau an ihren in Russland kämpfenden Mann wirken soll:
    Ich muss heut‘ an Dich schreiben, mir ist das Herz so schwer…

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