„Und wie du wieder aussiehst“. Warum Heino kein Rocker ist. Zu Heinos Coverversion von „Junge“ (Die Ärzte)

Original von Die Ärzte:

Heino
 

Junge

Junge, 
warum hast du nichts gelernt? 
Guck' dir den Dieter an, 
der hat sogar ein Auto 
Warum gehst du nicht zu Onkel Werner in die Werkstatt? 
Der gibt dir 'ne Festanstellung (wenn du ihn darum bittest) 
Junge... 

Und wie du wieder aussiehst 
Löcher in der Hose 
Und ständig dieser Lärm 
(Was sollen die Nachbarn sagen?) 
Und dann noch deine Haare 
Da fehlen mir die Worte 
Musst du die denn färben? 
(Was sollen die Nachbarn sagen?) 
Nie kommst du nach Hause 
Wir wissen nicht mehr weiter... 

Junge, 
Brich deiner Mutter nicht das Herz 
Es ist noch nicht zu spät 
Dich an der Uni einzuschreiben 
Du hast dich doch früher so für Tiere interessiert 
Wäre das nichts für dich? 
Eine eigene Praxis 
Junge... 

Und wie du wieder aussiehst 
Löcher in der Nase 
Und ständig dieser Lärm 
(Was sollen die Nachbarn sagen?) 
Elektrische Gitarren 
Und immer diese Texte 
Das will doch keiner hören 
(Was sollen die Nachbarn sagen?) 
Nie kommst du nach Hause 
So viel schlechter Umgang 
Wir werden dich enterben 
(Was soll das Finanzamt sagen?) 
Wo soll das alles enden? 
Wir machen uns doch Sorgen... 

Und du warst so ein süßes Kind 
Und du warst so ein süßes Kind 
Und du warst so ein süßes Kind 
Du warst so süß... 

Und immer deine Freunde 
Ihr nehmt doch alle Drogen 
Und ständig dieser Lärm 
(Was sollen die Nachbarn sagen?) 
Denk an deine Zukunft 
Denk an deine Eltern 
Willst du, dass wir sterben?

     [Heino: Mit freundlichen Grüßen. Starwatch 2013. 
     Original: Die Ärzte: Junge. Hot Action Records 2007.]

„Heino, ich glaub‘, du bist doch eigentlich auch ganz locker. Ich weiß, tief in dir drin, bist du eigentlich auch ’n Rocker. Du ziehst dir doch heimlich auch gerne mal die Lederjacke an und schließt dich ein auf’m Klo und hörst Rock-Radio.“ So mag es Heinz Georg Kramm eines Tages aus dem nicht mehr ganz neuen und etwas rauschenden Rundfunkempfänger vernommen haben. Und wie 1973 angesichts der Frage, ob er für die NPD auftreten würde, mag sich Heino erneut gedacht haben: „Warum nicht?“ – Warum eigentlich nicht einmal ein paar dieser Lieder singen, die die jungen Menschen mit der komischen Kleidung so hören? Warum nicht dem Feind seine Lieder nehmen? Dass dieses Konzept schon von den Nachwuchskräften von Gigi und die braunen Stadtmusikanten umgesetzt worden ist, dürfte Heino kaum geschreckt haben, schließlich hat er im Laufe seiner Karriere die Quintessenz aller NS-Liederbücher eingesungen (neben dem Deutschlandlied mit allen drei Strophen auch die inoffizielle Hymne der 6. Armee vor Stalingrad Es steht ein Soldat am Wolgastrand das Lied wurde erst in dieser Nutzung bekannt –, das bei HJ und Wehrmacht beliebte Schwarzbraun ist die Haselnuß sowie das Treuelied der SS, Wenn alle untreu werden; wer an der bis heute ungebrochenen Beliebtheit von Heinos Versionen in einschlägigen Kreisen zweifelt, gebe die Titel bei Youtube ein) – selbstverständlich mit dem Hinweis, dass es sich um Titel aus der Zeit vor der nationalsozialistischen Herrschaft handle. Gesagt getan, ein Mann ein Wort: Am nächsten Tag stand Heino im Tonstudio und schmetterte das fremdartige und unterkomplexe (was will man von Hottentottenmusik auch erwarten?) Liedgut. Zu den wiederkehrenden Interviewaussagen Heinos gehört der Hinweis, dass die Stimmlinie von Blau blüht der Enzian drei Oktaven umfasse, die gecoverten Rock- und Pop-Songs seiner neuen CD hingegen maximal eine.

Missverständnis 1: Komplexität

Spätestens dieses musikalische Äquivalent zum adoleszenten Genitalabgleich (schon Die goldenen Zitronen sangen „Zwei Meter lang, so muss er sein, drei Meter lang“) lässt jedoch erste Zweifel an der popkulturellen Kompetenz des rüstigen Barden mit der Vorliebe für die Zahl drei („Ich schlafe dreimal in der Woche mit meiner Frau“, BILD-Interview) aufkommen. Denn im Rock’n’Roll ging es noch nie um drei Oktaven, sondern um drei Akkorde in drei Minuten, mithin: um Reduktion. Das Kokettieren mit der eigenen musikalischen Primitivität (It’s only Rock’n’Roll, but I like it) gehört, ungeachtet einiger hochkomplexer Spielarten insbesondere im Bereich des Heavy Metal, zum Rock wie das Kokettieren mit dem Nationalsozialismus zu Heino („Aber noch bin ich ja hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder und flink wie ein Windhund“, FAZ-Interview).

Missverständnis 2: Kleidung

Das nächste Missverständnis betrifft das Outfit, namentlich die Lederjacke und den Totenkopfring, mit denen Heino für seine aktuelle Platte posiert hat. Von Stuart Hall wissen wir, dass auch ursprünglich nicht als zeichenhaft produzierte Gegenstände wie die Jeans oder eben die Lederjacke popkulturell im Akt einer „signifying practice“ mit Bedeutung aufgeladen werden können. Ihnen ist eine spezielle Bedeutung also keineswegs inhärent, sondern sie werden in bestimmten sozialen Zusammenhängen mit einer solchen aufgeladen. Entsprechend ist die Jeans des Bauarbeiters auch dann noch Funktionskleidung, die keine weitere Bedeutung transportiert, wenn sie zeitgleich jugendkulturell mit Rebellion assoziiert ist. Auf Heino bezogen heißt das: Auch wenn schwarzes Leder und Totenköpfe bei Rockmusikern beliebte (mittlerweile ohnehin fast nur noch ironisch genutzte) Accessoires sind, so ruft diese Kombination bei Heino angesichts seines erwähnten musikalischen Outputs doch eine andere, ältere Traditionslinie auf.

Missverständnis 3: Geschichtlichkeit

Zum Image des neuen Heino gehört es, zu leugnen, es gebe ein neues Image. Schließlich habe er schon 1965 eine schwarze Lederjacke und einen Rollkragenpullover (Eben! Einen Rollkragenpullover!) getragen, und außerdem habe er seine Karriere mit Liedern der Bündischen Jugend begonnen: „Die waren mit dem damaligen System auch nicht zufrieden. Es waren die Rocker und Popper der Jahrhundertwende.“ (tz-Interview). Abgesehen davon, dass die Bündische Jugend, anders als der Wandervogel, nicht um die Jahrhundertwende aktiv war, sondern in der Weimarer Republik, dass also das System, mit dem sie nicht zufrieden war, die erste deutsche Demokratie war und zumindest große Schnittmengen mit nationalsozialistischen Idealen bestanden, und abgesehen davon, dass die Popper der 1980er Jahre nun gerade offensiv system- und insbesondere konsumaffirmativ auftraten, ignoriert Heino hier die Dimension der Geschichtlichkeit von politischen wie auch ästhetischen Positionen: Was zu einem bestimmten Zeitpunkt revolutionär (und also, wenn man so will, ‚rock’n’roll‘ war), muss dies nicht für alle Zeiten bleiben. Das lässt sich auch am Rock’n’Roll selbst zeigen: Ein Elvis-Imitator auf der Betriebsfeier ist heute nicht mehr rebellisch oder subversiv, wie es Elvis gewesen ist, als er den schwarzen, sexuell aufgeladenen Rock’n’Roll in die Kinderzimmer weißer Vorstadtfamilien brachte. Und so können ehemals revolutionäre Lieder (die sich in Heinos Repertoire ohnehin kaum finden) durchaus reaktionär werden, wenn sich eben der Erwartungshorizont (Hans Robert Jauß) verschiebt. Und Heino war von Beginn seiner Karriere an eben anti-rock’n’roll, sein Verständnis von Volksmusik war ein rein bewahrendes (Heino schlug sich 2005 selbst für das eigens zu schaffende Amt des Volkslied-Beauftragten der Bundesregierung vor, vgl. Der Spiegel), keines, das auf Fortschreibung zielt, wie es etwa neuere Spielarten traditioneller Musik unter dem Slogan „Volxmusik ist Rock’n’Roll“ für sich in Anspruch nehmen.

Missverständnis 4: Materialästhetik

Ein weiteres gravierendes Missverständnis betrifft die beabsichtigte Denunziation der gecoverten Stücke als ‚auch nur Schlager‘. Denn die zugrunde liegende Vorstellung, dass ein Lied seinen ‚wahren Charakter‘ zeige, wenn man es uminstrumentiert, ignoriert die Bedeutung der Materialästhetik, des Sounds in der Rock- und Popmusik zugunsten eines Primats der Komposition. Träfe das zu, wäre es keine Sensation gewesen, als Bob Dylan erstmals mit elektrisch verstärkter Gitarre auftrat (in I’m not there ins Bild gesetzt als Maschinenpistolensalve ins verstörte Folk-Publikum – ab Minute 2.05 hier zu sehen.) oder als Depeche Mode, Inbegriff der Synthie-Pop-Band, auf dem Album Ultra Gitarren einsetzten (und im Booklet auch noch damit posierten). Die großen Einschnitte in der Rock- und Pop-Musik waren, anders als in der klassischen, nicht kompositorischer (z. B. Zwölftonmusik), sondern soundtechnischer Natur: Punk etwa war nur schnell, verzerrt und unsauber gespielter Rock’n’Roll und nichtsdestotrotz eine ästhetische Revolution.

Für die Interpretation von Songtexten ist der Sound insofern von Bedeutung, als er ein semantisches Paradigma mit entsprechenden Codes und Mythen als Referenzrahmen aufruft – derselbe Text kann, in unterschiedlichem musikalischem Gewand, eine andere Bedeutung erhalten – dies hat ja in der vergangenen Woche Florian Seubert mit dem Gedankenexperiment, Blau blüht der Enzian werde von einer Rockband gecovert (wie es Tankard als Tankwart getan haben), in einer Gegen-den-Strich-Lektüre demonstriert. Wenn Heino das Lied als volkstümlichen Schlager singt, wird aber nicht das semantische Potenzial des Enzians als Sexdroge aufgerufen, sondern fungiert dieser nur als floraler Teil der Landschaftsstaffage für eine Geschichte, in der es wieder einmal (wie beim Polenmädchen und der Schwarzen Barbara oder Komm in meinen Wigwam) um die Verfügbarkeit einer Frau geht.

Missverständnis 5: Interpret

Dass Popsongs und Volkslieder rein kompositorisch große Ähnlichkeiten aufweisen, ist nichts Neues, schließlich können in Fahrtenliederbüchern Das Wandern ist des Müllers Lust und Yellow Submarine durchaus einmal nebeneinander stehen. Und von Pfadfinderwölflingen zur akustischen Gitarre des Rudelführers geheult verliert jedes Lied seinen Rock-Charakter – was allerdings mehr über die Interpreten als über das Lied aussagt. Wenn also Heino Junge von Die Ärzte singt, einen Rollentext, in dem ein über den Lebenswandel des Sohnes besorgtes Elternteil diesen mit Vorwürfen und guten Ratschlägen eindeckt, so entsteht dadurch keineswegs eine doppelte Ironie, sondern, ganz gemäß der algebraischen Regel ‚minus mal minus gibt plus‘ eigentliches Sprechen, weil man Heino ohne Weiteres zutraut, die Auffassungen des Sprecher-Ichs zu teilen (was er in Interviews auch angab, vgl. Wikipedia). Schließlich hatte sein maritimes Äquivalent Freddy Quinn nicht nur in Junge, komm bald wieder eine besorgte Mutter-Perspektive eingenommen, sondern mit Wir auch glaubhaft eine Suada gegen langhaarige, ungewaschene „Gammler“ vorgetragen. Und Heino selbst hatte noch 2012 die Rolle des gestrengen pater familias der Volksmusikszene für sich beansprucht, als er Stefanie Hertel aufgrund ihm zu gewagt erscheinender Outfits bei Let’s Dance (via BILD-Zeitung) zurechtwies: „Wie Stefanie sich zu einem halb nackigen Revue-Girl entwickelt, bereitet mir Bauchschmerzen“; „Wenn Stefanie sich unbedingt so zeigen will, dann sage ich: Es gibt in Deutschland viele Stangen, an denen man tanzen kann. Zum Beispiel auf der Reeperbahn“.

Der Effekt einer Entironisierung durch den Interpreten, den Gigi und die braunen Stadtmusikanten, die ein affirmatives Lied über die NSU-Morde veröffentlicht haben, ganz bewusst genutzt haben, wenn sie etwa Wolfgang Ambros‘ Kanackenzerhacken gecovert haben, stellt sich bei Heino mutmaßlich unfreiwillig ein.

Heino steht außerdem (wie es sich mit der Privatperson Heinz Georg Kramm verhält, spielt für die Wirkung der Texte keine Rolle) für absolute Humorfreiheit. Er erwirkte wegen angeblicher Verwechslungsgefahr eine einstweilige Verfügung gegen den ‚wahren Heino‘, der zeitweise mit Die Toten Hosen auftrat, kommentierte Ottos Mashup von Michael Jacksons Thriller-Video und Heinos Schwarzbraun ist die Haselnuß wiederum via Bildzeitung mit „Otto ist ein A…loch“ und schnarrt bei jeder Kritik, gleich von wem sie vorgetragen wird, „Was stört es eine alte Eiche, wenn sich die Sau dran kratzt.“ Selbstironie, wie sie ihm nun mancherorts zugeschrieben wird, ist Heino völlig fremd, nichts an seinen Liedern und Äußerungen deutet darauf hin.

Hier wird auch der zentrale Unterschied zwischen Heino und Johnny Cash (vgl. dazu auch Andreas Borcholte: Heinos Hit-Album: Der Unversöhnliche) deutlich, zu dessen Alterswerk ebenfalls Cover von Rock- und Popsongs gehörten: Johnny Cash war mit seinem Interesse an Outlaw-Figuren und seinen Auftritten in Gefängnissen tatsächlich immer schon eine Art Rebell innerhalb der Country-Szene; entsprechend konnte er sich auch Songs von Nick Cave and the Bad Seeds, Nine Inch Nails und Depeche Mode glaubhaft aneignen. Heino hingegen kann seine Verachtung für die Gecoverten nicht verbergen, für die er sich so wenig interessiert, dass er die Liedauswahl seinem Produzenten und seinem Manager überließ.

So mag Heinos Coveralbum zwar in finanzieller Hinsicht ein Coup gewesen sein, auf einem Feld also, auf dem er sich ohnehin den meisten Konkurrenten überlegen weiß: Der Hinweis auf seine 50 Millionen verkauften Tonträger fehlt in kaum einem Interview. Der Versuch aber, nach einem nahezu vollständigen Aufmerksamkeitsverlust als Sänger auch ästhetisch wieder ins Spiel zu kommen, kann als gescheitert betrachtet werden: Schien vor der Veröffentlichung seines Coveralbums der Gedanke an eine „Versöhnung mit Heino“ (taz) noch „möglich“, so ist eine solche nun gar nicht mehr von Interesse.  Denn Heino hätte auf keinem anderen Wege als dem des Coverns aktueller Songs besser demonstrieren können, dass er kein Fall für die Musikkritik mehr ist, sondern für die Mentalitätsgeschichtsschreibung der 1960er und 1970er Jahre.

Möglicherweise wird Heinz Georg Kramm demnächst, dösend vor seinem Fernsehgerät, das ebenfalls ein wenig rauscht, wieder einmal ein Lied hören, in dem – Warum sollte ihn das wundern? – er direkt angesprochen wird:  „Heino, Heino, deine Welt sind die Berge“. Und vielleicht wird sich Heinz Georg Kramm dann denken: Recht hat sie, die gute alte Braunsche Röhre. Heinos Welt sind der Westerwald, die hohen Tannen, der Enzian – und nicht diese Asphaltthemen der jungen Menschen. Man könnte vielleicht mal wieder ein Album mit den schönsten Wander- und Fahrtenliedern veröffentlichen. Aber vielleicht muss auch das gar nicht sein.  Schließlich hat er 50 Millionen Platten verkauft.

 Martin Rehfeldt, Bamberg

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Über deutschelieder
“Deutsche Lieder” ist eine Online-Anthologie von Liedtextinterpretationen. Liedtexte sind die heute wohl meistrezipierte Form von Lyrik, aber zugleich eine in der Literaturwissenschaft vergleichsweise wenig beachtete. Die Gründe für dieses Missverhältnis reichen von Vorurteilen gegenüber vermeintlich nicht interpretationsbedürftiger Popkultur über grundsätzliche Bedenken, einen Songtext isoliert von der Musik zu untersuchen, die Schwierigkeit, eine editorischen Ansprüchen genügende Textfassung zu erstellen, bis zur Problematik, dass, anders als bei Gedichten, bislang kaum ein Korpus von Texten gebildet worden ist, deren Interpretation interessant erscheint. Solchen Einwänden und Schwierigkeiten soll auf diesem Blog praktisch begegnet werden: indem erprobt wird, was Interpretationen von Songtexten leisten können, ob sie auch ohne Einbeziehung der Musik möglich sind oder wie eine solche Einbeziehung stattfinden kann, indem Textfassungen zur Verfügung gestellt werden und im Laufe des Projekts ein Textkorpus entsteht, wenn viele verschiedene Beiträgerinnen und Beiträger ihnen interessant erscheinende Texte vorstellen. Ziel dieses Blogs ist es nicht nur, auf Songtexte als möglichen Forschungsgegenstand aufmerksam zu machen und exemplarisch Zugangsweisen zu erproben, sondern auch das umfangreiche Wissen von Fans zugänglich zu machen, das bislang häufig gar nicht oder nur in Fanforenbeiträgen publiziert wird und damit für die Forschungscommunity ebenso wie für eine breite Öffentlichkeit kaum auffindbar ist. Entsprechend sind nicht nur (angehende) Literaturwissenschaftler, sondern auch Fans, Sammler und alle anderen Interessierten eingeladen, Beiträge einzusenden. Dabei muss es sich nicht um Interpretationen im engeren Sinne handeln, willkommen sind beispielsweise ebenso Beiträge zur Rezeptions- oder Entstehungsgeschichte eines Songs. Denn gerade die Verschiedenheit der Beiträge kann den Reiz einer solchen Anthologie ausmachen. Bei den Interpretationen kann es schon angesichts ihrer relativen Kürze nicht darum gehen, einen Text ‘erschöpfend’ auszuinterpretieren; jede vorgestellte Lesart stellt nur einen möglichen Zugang zu einem Text dar und kann zur Weiterentwicklung der skizzierten Überlegungen ebenso anregen wie zum Widerspruch oder zu Ergänzungen. Entsprechend soll dieses Blog nicht zuletzt ein Ort sein, an dem über Liedtexte diskutiert wird – deshalb freuen wir uns über Kommentare ebenso wie über neue Beiträge. Jeden Montag wird ein neuer Text veröffentlicht.

3 Responses to „Und wie du wieder aussiehst“. Warum Heino kein Rocker ist. Zu Heinos Coverversion von „Junge“ (Die Ärzte)

  1. Pingback: Engagement und Distinktion. Zum Vorwurf der RAF-Glorifizierung in Jan Delays “Söhne Stammheims” | Deutsche Lieder. Bamberger Anthologie

  2. Junge ist ein schones Lied von Die Ärzte. Hier kann man auch Sinn sehen: Junge, mach etwas im Leben, um normal zu leben. Natürlich klingt Original Rock-version mehr besser.

  3. Hat der überhaupt mal nen eigenes produziertes Rocklied auf die Beine gestellt??? Ich Lese nämlich nur das der Lieder von anderen Bands gecovert hat….Was ia das bitte für nen Armer Rocker….der ja ,, NIE ANDERE MUSIK ALS ROCK GEMACHT HAT DENN ER WEISS JA NIT WER IMMER BEHAUPTUNGEN AUF STELLEN WÜRDE DAS ER ,, HEINO FRÜHER VOLKSMUSIK GEMACHT HÄTTE? “ DENN ER HÄTTE NOCH NIE VOLKSMUSIK GEMACHT! “ WENN ER IMMER ROCKMUSIK GEMACHT HAT DANN MUSS ER DOCH AUCH MAL IRGENDWANN EIGENE ROCKMUSIK GENACHT HABEN ! HEINO MÖCHTE GERNE MAL DEINE ROCKMUSIK DIE SELBST KOMPONIERT HAST (KEINE COVERVERSIONEN)WIE HEISSE DENN DEINE PLATTEN VON FRÜHER DIE ROCKALBUMS MIT DEINEN HARTEN SONGS IN DEINER BESTEN ZEIT! !!

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