Ruhig, Brauner! „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ und „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“ ohne Schaum vor dem Mund gelesen

 
Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad 

Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
Motorrad, Motorrad
meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad
meine Oma ist 'ne ganz patente Frau.

Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio […]
Meine Oma hat 'nen Nachttopf mit Beleuchtung […]
Meine Oma hat 'nen Löffel mit Propeller […]
Meine Oma hat 'nen Papagei mit Bluejeans […]
Meine Oma hat Klosettpapier mit Blümchen […]
Meine Oma hat 'ne Brille mit Gardinen […]
Meine Oma hat 'nen Kochtopf mit 'nem Lenkrad […]
Meine Oma guckt die Tagesschau mit Fernrohr […]
Meine Oma fährt im Nachttopf auf der Elbe […]
Meine Oma macht aus Kuhdreck Marmelade […]
Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio […]
Meine Oma hat 'nen Bandwurm, der gibt Pfötchen […]
Meine Oma hat 'ne Glatze mit Geländer […]
Meine Oma hat 'nen Goldfisch, der raucht Pfeife […]
Meine Oma hat ein Himmelbett mit Brause […]
Meine Oma spielt in Hollywood 'nen Cowboy […]
Meine Oma hat 'nen Krückstock mit 'nem Rücklicht […]
Meine Oma bäckt im Kühlschrank eine Torte […]
Meine Oma hat 'nen Löffel mit Propeller […]
Meine Oma fährt im Panzer zum Finanzamt […]
Meine Oma hat 'nen Petticoat aus Wellblech […]
Meine Oma fährt im Suppenteller U-Boot […]
Meine Oma hat im Strumpfband 'nen Revolver […]
Meine Oma hat 'nen Sturzhelm mit Antenne […]
Meine Oma hat ein Waschbecken mit Sprungbrett […]
Meine Oma geht mit Taucherbrille duschen […]
Meine Oma schießt beim Fussball den Elfmeter […]
Meine Oma lernt im Gurkenglas schwimmen […]
Meine Oma hat 'nen Papagei mit Bluejeans […]
Meine Oma hat ein Smartphone mit 'nem Couchtisch […]
Meine Oma hat 'nen Dackel, der trägt Höschen […]
Meine Oma fährt auf Opas Glatze Schlittschuh […]

[Zitiert nach www.meck-pomm-hits.de.]

Die Skandalisierung

Aus aktuellem Anlass wird es hier um ein zeitloses Kinderlied und dessen Bearbeitungen gehen. Was ist geschehen? Der WDR hat vor Weihnachten eine aktualisierte Fassung des Lieds Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, gesungen von seinem Kinderchor, ausgestrahlt (s. u.). Dessen Text setzte sich satirisch mit dem im Zuge der neuen Umweltbewegung (u. a. Fridays for Future) zuweilen aufscheinenden Generationenkonflikt auseinander. So weit so unspektakulär, werden Themen, die im zuende gehenden Jahr die Nachrichten geprägt haben und Gegenstand großer gesellschaftlicher Debatten waren, gegen Jahresende doch traditionell in humorvoller Form noch einmal bilanzierend aufgenommen. Was jedoch folgte, entsprach zwar mittlerweile den bekannten und gut erforschten Mustern von rechten Internettrollen gelenkter Empörungswellen, war aber hinsichtlich des Missverhältnisses zwischen gänzlich harmlosem Anlass und grotesken Konsequenzen ein besonders verstörendes Beispiel für eine politisch gezielt angeschobene und medial verstärkte Kampangne: Ein amtierender Ministerpräsident kritisierte das Lied (offenbar ohne dass er oder sein Social Media Team sich näher damit beschäftigt hätten) auf Twitter, der Chefredakteur des WDR entschuldigte sich und der WDR strahlte eine Sondersendung zu dem anderthalb Minuten langen Lied aus und löschte es aus seiner Mediathek. Dass es natürlich auch wieder Morddrohungen gab, muss kaum mehr eigens erwähnt werden, gehört dieses Mittel doch mittlerweile zum kommunikativen Standardrepertoire derer, die ansonsten bei jeder Kritik an eigenen Äußerungen die Meinungsfreiheit bedroht sehen.

Die Vorlage

Da der Gegenstand der Empörung ein Liedtext und somit Literatur ist, scheint es sinnvoll, diesen einmal genauer aus philologischer Perspektive zu betrachten. Zunächst ist festzustellen, dass die WDR-Fassung die Kontrafaktur einer Kontrafaktur darstellt: 1922 erschien der von Fritz Steidel komponierte Karnevalsschlager Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen (Interpretation von Kurt Tucholsky hier; ebenfalls grandios parodistisch interpretiert von Thomas Freitag in seiner Rolle als ‚Marcel, der Rezensent‘). Zeitnah entstand wohl das auf dieselbe Melodie gesungene Kinderlied, das das Motiv der Oma aufnimmt, dieser nun aber all die merkwürdigen Verhaltensweisen und Accessoires andichtet. Diese produktive Rezeption wurde bis heute fortgeführt, wie Strophen mit Zeitsignaturen zeigen (Petticoat, Tagesschau, Smartphone). Begünstigt wird die anhaltende Weiterdichtung wohl durch mehrere Faktoren: Das Fehlen eines Reims erleichtert das Erfinden neuer Strophen, die nur dem Metrum entsprechen müssen, und nachdem jemand den ersten Vers einer neuen Strophe vorgesungen hat, können bereits alle übrigen im Chor einfallen; zudem suspendiert die Absurdität als semantisches Grundprinzip des Lieds jeden Zwang zur inhaltlichen Kohärenz.

Literarische Texte, komische nicht anders als ernste, sind grundsätzlich (es sei denn textuelle oder paratextuelle Signale widersprechen dieser Annahme) als Rollenrede aufzufassen: Es sprechen nicht der Autor/die Autorin und auch nicht die Rezitierenden oder bei Liedtexten eben die Singenden, sondern eine Sprechinstanz, die es erst näher zu bestimmen gilt. Im konkreten Text berichtet ein Enkelkind von seiner Großmutter. Der Großteil der Schilderungen kann dabei kaum der Wahrheit entsprechen, was mehrere Erklärungen zulässt:

1. Das Kind schwindelt bewusst, z. B. um gegenüber anderen Kindern, die ebenfalls von Ihren Großeltern berichten, mit einer besonders spektakulären Oma aufwarten zu können. 

2. Die Großmutter ist verwirrt und hat ihrem Enkelkind die von diesem im Lied wiedergegebenen Episoden im subjektiven Glauben an deren Authentizität berichtet.

3. Die Großmutter hat sich einen Spaß daraus gemacht, ihrem gutgläubigen Enkelkind diverse Bären aufzubinden (ein unter Erwachsenen der heutigen wie auch vorangegangener Großelterngenerationen nicht ganz unverbreitetes Verhalten).

4. Jemand anderes hat dem Kind die abwegigen Geschichten über seine Großmutter erzählt.

5. Das Kind erfindet die Geschichten über seine Großmutter zur Belustigung der Zuhörenden, wobei auch diesen bewusst ist, dass es sich um Fiktion handelt.

Was aber in allen Szenarien zutrifft ist, dass es sich bei der geschilderten Person um eine sehr spezielle Oma handelt und keineswegs um eine Großmutter, die stellvertretend für eine Generation stehen könnte. In den Szenarien 1. und 5., die zu den plausibelsten zählen, zeugt das Verhalten des Kindes, das Abstruses über seine Oma erfindet, nicht unbedingt von großer Ehrfurcht gegenüber dieser, in den Szenarien 2. und 3. hinterlässt die Großmutter keine guten Eindruck, sei es aus gesundheitlichen (2.) oder pädagogischen (3.) Gründen. Lediglich das recht unwahrscheinliche Szenario 4. lässt keine Rückschlüsse über die Gromutter und ihre Beziehung zum Enkelkind zu. Die Conclusio jeder Strophe „Meine Oma ist ’ne ganz patente Frau“ steht oft quer zum vorangehenden Stropheninhalt, da Personen ja gerade dann als patent bezeichnet werden, wenn sie lebenspraktisch besonders tüchtig sind, was ja auf die beschriebene Großmutter zumindest in vielen Strophen kaum zutrifft, es sei denn, man bezieht das Adjektiv ausschließlich auf den Erfindungsreichtum an sich, nicht aber auf den praktischen Nutzen des Erfundenen. Jedenfalls unterstreicht dieser wiederkehrende Schlussvers die Skurillität des Geschilderten.

Die Bearbeitung

[Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau]

Meine Oma fährt im Hünhnerstall Motorrad,
Motorrad, Motorrad, 
Das sind tausen Liter Super jeden Monat
Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau

Meine Oma sagt: "Motorradfahr'n ist voll cool
echt voll cool, echt voll cool."
Sie benutzt das Ding im Altersheim als Rollstuhl
Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau

Meine Oma fährt im SUV beim Arzt vor,
beim Arzt vor, beim Arzt vor,
überfährt dabei zwei Opis mit Rollator
Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau

Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett,
ein Kotelett, ein Kotelett,
Weil Discounter-Fleisch so gut wie gar nichts kostet
Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau

Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert,
geläutert, geläutert,
stattdessen macht sie jetzt zehn Mal im Jahr 'ne Kreuzfahrt
Meine Oma ist doch keine Umweltsau
Meine Oma ist doch keine Umweltsau

[Greta Thunberg:] "We will not let you get away with this."

Formal unterscheidet sich diese Kontrafaktur des bekannten Kinderlieds von der Vorlage, indem der dritte Vers nicht identisch mit dem ersten ist und außerdem, als auffallendster Unterschied, der die Strophen abschließende vierte anders ausfällt; die Komik des Textes wird zudem noch durch die teilweise durchaus originellen Reime (voll cool – Rollstuhl), die durch die Abweichung des dritten vom ersten Vers möglich werden, verstärkt. Inhaltlich hingegen fällt der Unterschied in den jeweils ersten drei Versen der Strophen gar nicht so gravierend aus: Es werden irritierende Verhaltensweisen der Großmutter geschildert: Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Skurillität, die den Verhaltensweisen unabhängig von ihren Auswirkungen aufs Klima eignet (im Altersheim ebenso wie im Hühnerstall Motorrad fahren, Rollatorennutzer überfahren, jeden Tag ein Kotelett essen, beinahe monatlich eine Kreuzfahrt machen) und ihrer Unsinnigkeit, die sich vor der Folie eines Klimabewusstseins ergibt (zum reinen Vergnügen Motorrad fahren, SUV fahren, große Mengen Fleisch verbrauchen, Fliegen, Kreuzfahrten). In dieser Parallelisierung liegt die rhetorische Finesse dieser den Text politisch rekontextualisierenden Bearbeitung: Aufgrund der Tradition der vielen Strophen der Vorlage sowie der auch in der Bearbeitung vorkommenden offenkundigen Skurrillitäten werden auch die an der gleichen Stelle im Text stehenden klimaschädigenden Verhaltensweisen von vornherein als abwegiges Verhalten präsentiert.

Die Sprechrolle nimmt wie in der Vorlage das Enkelkind ein, das von seiner Großmutter erzählt, allerdings in diesem Fall eindeutig kritisch wertend („Umweltsau“). Bei seiner Analyse des großmütterlichen Verhaltens unterlaufen dem Kind indes Fehler: Dass man mit einem Motorrad (zumal in einem Hühnerstall) 1.000 Liter Kraftstoff monatlich verbrauchen kann, ist bei einem durchschnittlichen Verbrauch von ca. 5 Litern auf 100 Kilometer schwer vorstellbar, müsste man dann doch im Monat 20.000 Kilometer zurücklegen, also die Erde halb umrunden. Nimmt man an, dass in einem eher kleinen geschlossenen Raum wie einem Hühnerstall maximal 30 km/h gefahren werden können, müsste die Oma Tag und Nacht fahren. Noch auffallender als die viel zu hohe Schätzung des Kraftstoffverbrauchs ist der Logikfehler in der Schlussstrophe, in der das Kind erleichtert feststellt, dass die Großmutter ihr Verhalten nun gebessert hat („Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, […] Meine Oma ist doch keine Umweltsau“) und dabei übersieht, dass Kreuzfahrten mitnichten eine klimafreundliche Alternative zum Fliegen darstellen. Zusammen mit der religiösem Vokabular entlehnten Formulierung „geläutert“ ergibt sich also keineswegs ein rein positives Bild des sprechenden Enkelkinds, vielmehr werden zwei zentrale Vorwürfe an Protagonistinnen und Protagonisten von Fridays for Future (das Thunberg-Sample stellt diesen Kontext direkt her), Extinction Rebellion et al. bestätigt: unzureichende Informiertheit und parareligiöser Furor.

Wenn man den neuen Text genauer betrachtet, so handelt es sich also um ein Lied, das zwar einerseits das klimaschädigende Fortbewegungs- und Konsumverhalten einer – sehr speziellen – einzelnen Großmutter thematisiert, anderseits aber auch das dies kritisierende Enkelkind nicht allzu gut wegkommen lässt. Indem der Text sich so über beide Seiten gleichermaßen lustig macht, wäre er durchaus geeignet gewesen, mit dem Mittel der Komik zu einer emotionalen Deeskalation der zuweilen zum Generationenonflikt zugespitzen Klimadebatte beizutragen: Zuhörerinnen und Zuhörer sowohl der Großeltern- als auch der Enkelgeneration hätten sich und den jeweils anderen Part entweder wiedererkennen oder auch feststellen können, dass ihr Verhalten nicht dem einer der beiden im Lied präsentierten Personen entspricht. Die Komik des evtl. gemeinsam gehörten Lieds hätte dabei eine entspannte Gesprächsatmosphäre schaffen können. Hätte, wenn nicht rechte Internettrolle ihre Chance gesehen hätten, das Lied im Sinne ihrer Agenda zu skandalisieren, und etablierte Medien diese Kampagne willentlich oder unbedachterweise verstärkt hätten.

Wer in dem Text einen Angriff auf die gesamte Großelterngeneration erkennen möchte, ist entweder böswillig oder hat sich so lange in rechten medialen Filterblasen aufgehalten, dass ein paar Schlagworte genügen, um die bereits vorgefertigte Meinung bestätigt zu sehen, dass ‚der linksgrünversiffte zwangsgebührenfinanzierte Staatsfunk kulturbolschewistische Propaganda betreibe, um eine neue Kulturrevolution anzuzetteln, an derem Ende eine DDR 2.0 stehe‘ – alles natürlich ‚im Auftrag globalistischer Eliten‘. Die Reaktion des WDR inkl. Löschung des Videos ist als Versuch, die eigenen Mitarbeiter und deren Familien vor Morddrohungen und Gewalt zu schützen, verständlich und vielleicht sogar moralisch geboten, kommunikativ aber dennoch falsch. Stattdessen müsste es in solchen Fällen darum gehen, die Mechanismen der Skandalisierung aufzuzeigen und klar zu machen, dass sich das Lied mitnichten seriös als Angriff auf eine Generation interpretieren lässt, sondern dass hier gezielt ein mild-ironischer, versöhnlich-humoresker Beitrag zur Debatte als angebliches Schmählied geframt wurde, um das Debattenklima weiter zu vergiften und die Gesellschaft noch stärker zu polarisieren und anschließend politisch von der Polarisierung zu profitieren. Wer in den zwölf heiligen Nächten versucht, Enkel und Großeltern durch die bewusste Fehlinterpretation eines harmlosen Spasslieds gegeneinander aufzubringen und so den Familienfrieden unter dem Weihnachstbaum zu stören, zeigt deutlich, was er wirklich von den Werten des christlichen Abendlands hält, das zu verteidigen er in Anspruch nimmt.

Für das neue Jahr wäre uns allen zu wünschen, uns nicht durch derartige Kampagnen emotionalisieren und radikalisieren zu lassen, sondern sich das, was andere sagen, erst einmal genau anzuhören und, statt sofort Feindpropaganda zu wittern, erst einmal zu unterstellen, es könnte auch gut gemeint und vernünftig sein – sei es in einem Liedtext oder in einem Gespräch im Alltag.  In diesem Sinne ein frohes 2020!

Martin Rehfeldt, Bamberg

Über deutschelieder
“Deutsche Lieder” ist eine Online-Anthologie von Liedtextinterpretationen. Liedtexte sind die heute wohl meistrezipierte Form von Lyrik, aber zugleich eine in der Literaturwissenschaft vergleichsweise wenig beachtete. Die Gründe für dieses Missverhältnis reichen von Vorurteilen gegenüber vermeintlich nicht interpretationsbedürftiger Popkultur über grundsätzliche Bedenken, einen Songtext isoliert von der Musik zu untersuchen, die Schwierigkeit, eine editorischen Ansprüchen genügende Textfassung zu erstellen, bis zur Problematik, dass, anders als bei Gedichten, bislang kaum ein Korpus von Texten gebildet worden ist, deren Interpretation interessant erscheint. Solchen Einwänden und Schwierigkeiten soll auf diesem Blog praktisch begegnet werden: indem erprobt wird, was Interpretationen von Songtexten leisten können, ob sie auch ohne Einbeziehung der Musik möglich sind oder wie eine solche Einbeziehung stattfinden kann, indem Textfassungen zur Verfügung gestellt werden und im Laufe des Projekts ein Textkorpus entsteht, wenn viele verschiedene Beiträgerinnen und Beiträger ihnen interessant erscheinende Texte vorstellen. Ziel dieses Blogs ist es nicht nur, auf Songtexte als möglichen Forschungsgegenstand aufmerksam zu machen und exemplarisch Zugangsweisen zu erproben, sondern auch das umfangreiche Wissen von Fans zugänglich zu machen, das bislang häufig gar nicht oder nur in Fanforenbeiträgen publiziert wird und damit für die Forschungscommunity ebenso wie für eine breite Öffentlichkeit kaum auffindbar ist. Entsprechend sind nicht nur (angehende) Literaturwissenschaftler/-innen, sondern auch Fans, Sammler/-innen und alle anderen Interessierten eingeladen, Beiträge einzusenden. Dabei muss es sich nicht um Interpretationen im engeren Sinne handeln, willkommen sind beispielsweise ebenso Beiträge zur Rezeptions- oder Entstehungsgeschichte eines Songs. Denn gerade die Verschiedenheit der Beiträge kann den Reiz einer solchen Anthologie ausmachen. Bei den Interpretationen kann es schon angesichts ihrer relativen Kürze nicht darum gehen, einen Text ‘erschöpfend’ auszuinterpretieren; jede vorgestellte Lesart stellt nur einen möglichen Zugang zu einem Text dar und kann zur Weiterentwicklung der skizzierten Überlegungen ebenso anregen wie zum Widerspruch oder zu Ergänzungen. Entsprechend soll dieses Blog nicht zuletzt ein Ort sein, an dem über Liedtexte diskutiert wird – deshalb freuen wir uns über Kommentare ebenso wie über neue Beiträge.

3 Responses to Ruhig, Brauner! „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ und „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“ ohne Schaum vor dem Mund gelesen

  1. Martin Kraus says:

    Sehr kluger Beitrag!

  2. Pingback: Seemannsgarn. Zu Achim Reichels „Aloha heja he“ | Deutsche Lieder. Bamberger Anthologie

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