Säuferschicksal: „Ham kummst“ von Seiler und Speer (2015)

Seiler und Speer

Ham kummst

[Prolog: gesprochene Satzfetzen (z.B. „Wos hod der, wos i ned hoa?“), 
bis auf den mehrmaligen Ruf „Gitte“ nur schwer verstehbar.]

Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi,
dass i ned glei ham kum, woa vu Aufaung au kloa! 
Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi,
i kau mi ned erinnern, wos gestan woa!
Und sie sogt:
Waunst amoi nu so ham kummst, sama gschiedane Leid.
Waunst amoi nu so ham kummst, host die Scheidung mei Freind!

Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi,
olle haums mi eiglondt, und do sogt ma ned na, na, na!
Letzte Nocht, woa a schware Partie fia mi,
hau mi guad unterhoitn, und na do geht ma ned ham, ham, ham!
Und sie sogt:
Waunst amoi nu so ham kummst, sama gschiedane Leid.
Waunst amoi nu so ham kummst, host die Scheidung mei Freind!

Letzte Nocht, woa ka schware Partie fia mi,
bin um ochte daham gwen, mit Bluman und Sekt.
Letzte Nocht, woa doch a schware Partie fia mi,
wei‘m Tisch is a Briaf gleng, und mei Frau de woa weg, weg, weg!
Und sie schreibt:
Waunst amoi nu so ham kummst, daun is ma des wuascht.
Waunst amoi nu so ham kummst, daun vü Spaß, wei i bin fuat!

Jetzt host wos du wuitast, wia san gschiedane Leid.
Die Kinda griagst du – ned in nächster Zeit.
Den Hund, den griagst du a ned, und des Haus des gheat mia,
und waunst das ned glaubn kaust, des steht aum Scheidungspapier-ier-ier,
schwoaz auf weiß!
Waunst amoi zu mia ham kummst, ruaf i di Polizei!
Waun du amoi zu mia ham kummst, daun sperrns di ei!

Und es geht:

Tatü Tata, Tatü Tata, es geht Tatü Tata, wos wü der Pücha da!
Tatü Tata, es geht Tatü Tata, es geht Tatü Tata, wos wü der Pücha da!

[Epilog, aus dem Videoclip ersichtlich: Der „Pücha“ bringt den Protagonisten um.]

     [Seiler und Speer: Ham kummst. Jokebrothers 2015.]

„Wanda war im Austropop gestern, heute sind Seiler und Speer angesagt!“ So das entschiedene Statement einer meiner Studentinnen, die es eigentlich wissen muss, kommt sie doch aus der näheren Heimat von Christopher Seiler und Bernhard Speer im niederösterreichischen Bad Vöslau. Der eine ist Schauspieler und Kabarettist, der andere Filmemacher. 2014 begannen sie, gemeinsam Musik zu machen, die im – noch sehr kurzen – Wikipedia-Artikel, sicher zutreffend, als „Mischung aus Romantik, Alltagskomik und Gassenhauern“ charakterisiert wird. ,Nicht ohne gesellschaftskritische Akzente‘ sollte man vielleicht noch hinzufügen. Ihr Debütalbum Ham kummst (2015) erreichte kürzlich Verkaufszahlen, die für eine Goldene Schallplatte ausreichen. Während das Duo in Österreich nach einer Verlautbarung von Bayern 3 bereits Adele vom Spitzenplatz in den Charts verdrängt hat, befindet es sich nun in Süddeutschland auf dem Vormarsch, scheinbar unaufhaltsam. Zum Ehrentitel „Matuschkes Liebling“ haben Seiler und Speer es jedenfalls schon einmal geschafft.

Soweit ich diese Erfolgsgeschichte richtig verstehe, knüpft sie erstens vor allem an den Titelsong besagten Albums, zweitens aber vermutlich auch an den konsequenten Underdog- und Abscheu-Gestus vieler künstlerischer Äußerungen dieser Produktionsgemeinschaft an, wobei ich deren über Youtube weitverbreitete kabarettistisch-satirische Filmsequenzen (Stichworte: „Schichtwechsel“ und „Anton Horvath“) jetzt ausdrücklich einschließe. Ham kummst ist ein Gesamtkunstwerk, bei dem Komposition, Gesang/Ausdruck, Text und Videoclip gleichermaßen ,stimmen‘, d.h. bei einem großen Teil des jungen Publikums den berühmten ,Nerv‘ treffen. Als Literaturwissenschaftler werde ich mich bei meiner nachfolgenden Besprechung selbstverständlich auf den Songtext konzentrieren; dessen ungeachtet will ich meiner Textinterpretation doch einige Eindrücke zu den anderen Dimensionen dieses Songs vorausschicken. Die Komposition erinnert mich vom Rhythmus und Sound her stark an jene Ergebnisse der Zusammenarbeit des amerikanischen Gitarristen Ry Cooder mit Altmeistern kubanischer Musik, wie sie sich etwa im Album Buena Vista Social Club niedergeschlagen haben. Seiler und Speer unterlegen diese Musik mit einem stark dialektal geprägten Text, der sich – jedenfalls in meinen Ohren – so nahtlos zur Musik fügt, als wären Kuba und der Wiener Wald benachbarte karibische Inseln. (Oder umgekehrt: Kuba nichts anderes als ein weiterer Wiener Gemeindebezirk.)

Melodie und einzelne Textpassagen sind eingängig, sie besitzen die sprichwörtliche ,Ohrwurmqualität‘. Die interpretierende Gesangsstimme ist ,stark‘, im Ausdruck leidenschaftlich und bis auf wenige Übersteigerungen, die als ironische Distanzierungssignale aufgefasst werden können, aber nicht müssen, authentisch und dadurch zur Identifikation einladend. Die Illustration des Songs durch den Videoclip gerät … sagen wir‘s mal vorsichtig-fränkisch: a wengla drassdisch, fasd schonn grodesg. Wie es sich für groteske Filmästhetik à la Sin City ziemt, weiß man dabei als Rezipient natürlich nie so genau, ob man über die brutalen Musik-Clowns lachen soll oder ob das Grausen und die Ekelgefühle gewinnen. Das hängt dann am Ende wahrscheinlich von der jeweiligen Tagesform bzw. vom individuellen Seelenkostüm ab und kann hier nicht pauschal entschieden werden. In diesem Zusammenhang könnte ich mir übrigens vorstellen, dass besagte Garderobe bei älteren Zeitgenossen in der Regel ein wenig empfindlicher gewirkt ist als bei jüngeren, so dass Seiler & Speer jugendlichen Fans ein willkommenes Abgrenzungs-Material gegenüber ihren Altvorderen bieten.

Der Text ist ein Erzählgedicht, ja mehr noch – um mit der Pointe gleich ins Haus zu fallen – eine veritable Kunstballade wie Goethes Zauberlehrling, Schillers Taucher oder Brechts Apfelböck. Dazu besitzt Ham kummst wie Brechts Ballade einen deutlichen Einschlag ins ,Moritatenhafte‘. Beide Thesen lassen sich unschwer belegen. Eine Ballade unterscheidet sich von sog. lyrischen Gedichten dadurch, dass der Text anstelle einer lyrischen ,Selbstaussprache‘ eine Geschichte vermittelt, also auch eine Erzählinstanz besitzt. Der Erzähler der Geschichte kann, wie das erwähnte Beispiel des Zauberlehrlings belegt, durchaus mit dem erlebenden bzw. handelnden Ich der Geschichte zusammenfallen. Ferner sind Balladentexte singbar, was eine strophische Gliederung nahelegt. Da sie mit einem vergleichsweise beschränkten ,Raum‘ auskommen müssen, verdichten sie ihre Geschichten sehr stark und beschränken sich in der Regel auf deren Höhe- bzw. Wendepunkte. Nach Hartmut Laufhüttes Balladen-Theorie (die mich trotz ihres inzwischen schon recht fortgeschrittenen Alters mehr überzeugt als deutlich jüngere Alternativen) besitzt diese Gattung ihr vielleicht wichtigstes Merkmal in einer didaktischen Botschaft, die allerdings nicht, wie zum Beispiel in vielen Fabeln, expliziert wird, sondern vom Leser/Hörer aus der Geschichte herausgedeutet werden muss. Laufhütte bezeichnet diese Eigenart der Ballade als ,indirekte Teleologie‘ (= indirekte Zweck-Gerichtetheit).

Betrachten wir unseren Text: Der Sprecher bzw. Erzähler ist ein obdachloser Alkoholiker, der uns den Teil seiner Lebensgeschichte erzählt, der ihn endgültig in die Gosse geführt hat. Vom Videoclip her sind wir über die Sprechsituation aufgeklärt: Er sitzt vor dem Haus seiner ‚Ex‘ („Gitte“), die ihn kürzlich hinausgeworfen hat, weil er (stets?) spät in der Nacht und sturzbetrunken nach Hause zu kommen pflegte. Wie lange Gitte seine Sauftouren ertragen hat, bevor sie letztlich ernst machte und ihre wiederholte Drohung, sich von ihm zu trennen, umsetzte, bleibt offen. Zwei Strophen thematisieren diese Routine: Die Nacht gestaltet sich für den Sprecher jeweils als ,schwere Partie‘, d.h. sie wird lang und stellt an seine Leber offensichtlich erhebliche Anforderungen; zu Hause stellt ihm Gitte die Scheidung in Aussicht, falls er ,nu amoi so ham kummt‘ (noch einmal so heimkommt).

Die drei ersten Strophen beginnen jeweils mit „Letzte Nocht“. Von der Logik der Geschichte her ist klar, dass es sich dabei schlecht um eine einzige Nacht gehandelt haben kann, denn der Erzähler ist ja mindestens einmal sehr spät und einmal – jedenfalls nach seiner Aussage – schon um acht Uhr nach Hause gekommen. Ich deute den offensichtlichen Widerspruch so, dass der stark alkoholisierte Erzähler die zeitliche Orientierung verloren hat und dass er mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit viele Nächte spät und betrunken zu Hause aufgeschlagen ist und sich Gittes Drohungen entsprechend oft angehört hat. Hinausgeworfen wurde er (wahrscheinlich) dann wirklich in der ,letzten Nacht‘ vom Zeitpunkt der Erzählsituation an gerechnet. Der Videoclip unterstreicht diese Interpretation durch die Attribute der Rose und der Sektflasche, die mir aus anderen Gründen aber zur Bebilderung der Geschichte nicht wirklich zu passen scheinen.

Bereits in den beiden ersten Liedstrophen ist der Versuch des Sprechers, sein Verhalten in ein gutes Licht zu rücken, unübersehbar. Er findet Entschuldigungen dafür, dass er immer wieder ,versumpft‘ – mal scheint es ihm normal, dass man von einer nächtlichen Kneipentour „ned glei hamkum[mt]“, dann kann er sich an nichts mehr erinnern, ein anderes Mal sind die anderen schuld, die ihn eingeladen haben, und dann war’s grade sooo schön, weil man sich sooo gut unterhalten hat. Das Muster ist klar: Immer sind’s die anderen oder die Umstände, die ihm dazwischen gekommen sind, sich an die Wünsche seiner Frau zu halten. Nur bei sich selbst kann er keine Schuld finden. Zu dieser Selbstgerechtigkeit passt bestens das Selbstmitleid, das die Formulierung von der „schware[n] Partie fia mi“ unübertrefflich auf den Punkt bringt. Nach den beiden Anfangsstrophen sollten wir als Leser/Hörer wissen, dass wir den Idealtypus eines ,unzuverlässigen Erzählers‘ vor uns haben, der seine Krankheit bzw. Sucht bagatellisiert, sich selber in die Tasche lügt und permanent versucht, sich vor dem Publikum in ein gutes Licht zu stellen. Dass uns diese Einschätzung der Lage nicht ganz leicht fällt, mag mit dem authentischen Gestus zusammenhängen, mit dem der Erzähler seine Geschichte vorträgt und seinem Leid Ausdruck gibt.

Nach dem Gesagten sollte deutlich geworden sein, dass ich der Schilderung der Vorgänge ,der letzten Nacht‘, die zum endgültigen Bruch und Rausschmiss geführt hat, mit einiger Skepsis entgegentrete. Ist der Erzähler da wirklich schon um Acht nach Hause gekommen? (Vielleicht war es womöglich acht Uhr morgens?) Hatte er wirklich Blumen und Sekt für eine große Versöhnungsfeier dabei? Ohne den Videoclip würde ich hier ein sehr großes Fragezeichen setzen und dem Erzähler unterstellen, dass seine Sauftour an diesem Tag genau so abgelaufen ist, wie an vielen anderen zuvor. Mit dem Video als ,Begleitmaterial‘, das Rosen und Sektflasche ins Bild rückt, stellt sich das grundsätzliche Problem, wie sehr es als Teil des Songs anerkannt werden muss und insofern dessen Bedeutung determiniert. (Und ob es nicht eventuell hinter den Sinnhorizont des Textes zurückfällt und der Sprecher-Imagination auf den Leim geht. Oder stellt es womöglich gar nicht die Realität dar, sondern lediglich den Gedankenstrom der zunehmend paranoid werdenden Sprecherinstanz? Nun gut, hier gerät die Deutung in spekulative Fahrwasser.) Wie auch immer die angerissenen Fragen zu beantworten sind, nehme ich dem Erzähler ab, dass er von seiner Frau vor die Tür gesetzt wurde, dass sie sich Kinder, Hund und Haus gesichert und er seine letzten sozialen Bindungen verloren hat. Wie immer ,die letzte Nacht‘ gelaufen sein mag, ändert das nichts daran, dass er sich sein Unglück selbst zuzuschreiben hat und dies leider selbst auf diesem absoluten Tiefpunkt immer noch nicht einzusehen bereit ist.

Im Abgesang der Ballade hört der Erzähler Polizeisirenen (Wahrscheinlich wurden die Kieberer von seiner Ex, wie angedroht, alarmiert, weil ihr der Sandler/Stalker vor der Tür mit seinem Geschrei auf die Nerven geht …), außerdem taucht ein „Pücha“ (Wiener Dialektausdruck für ,Gauner‘) auf, ob real oder als Rausch-Phantasie des Erzählers, lässt der Text offen. (Ohne die Interpreation des Videos hätte ich den „Pücher“ auf die Sprecherinstanz bezogen und die Frage Polizisten in den Mund gelegt.) Das zum Song produzierte Video konkretisiert die ,schlimmstmögliche Wendung‘ der Situation: Das verdächtige Subjekt bringt den Erzähler um, erspart ihm allerdings so vielleicht noch Ärgeres …

Zur Video-Darstellung dieser Szene ließe sich auch die subtile Interpretation vertreten, dass der Säufer sich hier symbolisch selbst umbringt, da sein Part ja bislang von Sänger und Gitarrenspieler gemeinsam verkörpert worden ist. Der unvermittelte Kampf zwischen den beiden wäre – so gesehen – ein Sinnbild für die Zerrissenheit des Protagonisten, der damit als Täter und Opfer in Personalunion markiert wäre. Diese Deutung hätte den zusätzlichen Vorteil, dass einmal mehr die Schuld am endgültigen Untergang dem Erzähler und keiner fremden Person zugewiesen wäre, was zwar der reflektierende Zuschauer erkennen kann, vom Protagonisten, der sich nur als Opfer wahrnimmt, aber bis zuletzt verdrängt wird.

Außerdem findet unsere Ballade mit diesem Totschlag endgültig die Brücke zum Genre der Moritat, in dem Schuld (hier: das Versacken des ,Helden‘ im Alkoholismus) maximal gesühnt und somit die allgemeine bürgerliche Moral wieder restauriert wird. Zur Moritat würde übrigens auch der ausgeprägte Sentimentalismus dieser Geschichte passen, den der Erzähler gegenüber seinem eigenen Schicksal zelebriert. Das breite Publikum scheint derzeit allerdings mitnichten bereit, die ,indirekte Teleologie‘ dieser Ballade – d.h. ihre Warnung vor der Alkoholsucht – zu beherzigen. Nach allem, was man über die Rezeption des Songs liest, ist er auf dem besten Wege, sich zum Kult- und Bekenntnislied jugendlicher Nachtschwärmer, Barhocker, Schluckspechte und Schnapsdrosseln zu entwickeln.

Hans-Peter Ecker, Bamberg

Ballade über die Schrecken des öffentlichen Nahverkehrs aus der Sicht eines für die gesamte Menschheit stehenden Wiener Sandlers: „Awarakadawara“ von Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka und Hannes Wirth

Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka, Hannes Wirth

Awarakadawara

Aans, zwaa, drei, vier …

Awarakadawara, wo san meine Hawara?
Wo san meine Freind, wann die Sonn net scheint?
Hokuspokus fidibus, i foa mitn schwoazn Autobus.
Wo san die Kollegn, wann i ausse muaß in' Regn?

Awarakadawara […]

I hob a schwers Pinkerl zum Trogn,
I schlof auf'd Nocht im Stroßngrobn.
I hob an Rausch und i suach den Mond,
I woat auf eich, so bin i's gwohnt.

Awarakadawara […]

Awarakadawara […]

I woa auf da Wiedn und in Bradenlee,
I woa ganz unt und in da Heh.
I woa in Dornbach und Stadlau,
Ka Spur von euch, wohin i schau.

Awarakadawara […]

Awarakadawara […]

Awarakadawara […]

Awarakadawara […]

     [Molden, Resetarits, Soyka, Wirth: Yeah. Monkey 2017.]

Es passiert mir heute nicht mehr allzu oft, dass mich irgendetwas – sei es nun ein Sportereignis, eine Naturstimmung, ein Gedanke, ein Leberwurstbrot oder ein Lied – so sehr packt, dass ich sage „Yeah, das isses!“ Bei Awarakadawara (sinnigerweise 2017 auf einem Album namens „Yeah“ veröffentlicht) ist das kürzlich aber tatsächlich so passiert. Das letzte Mal hatte ich, meiner vagen Erinnerung nach, dieses Gefühl 2015, als mir Ham kummst von Seiler & Speer (Interpretation hier) begegnet ist. Nun wieder ein packender Sound mit Ohrwurmqualität, wieder aus Österreich. Präsentiert von vier Künstlern, die nicht nur technische Kompetenz, sondern auch eine perfekte Harmonie ausstrahlen, und obendrein noch als i-Tüpfelchen für den gelernten Germanisten ein ziemlich unverständlicher Text, der gewissermaßen nach Erklärung schreit.

Awarakadawara muss man Österreichern nicht mehr vorstellen, Bundesdeutschen durchaus. Vermutlich auch Deutschschweizern und vielen Deutschsprechenden in der Diaspora, die – wie ich weiß – zu den besten Nutzern dieses Blogs gehören. Der Wiener Dialekt wird hierzulande noch halbwegs von den sog. Altbayern verstanden, aber schon in Franken gibt es eine ziemliche Verständnisbarriere, sodass derartige Titel von Rundfunksendern weitgehend ignoriert werden. Über die Verhältnisse in den Ländereien jenseits des Weißwurstäquators will ich erst gar keine Spekulationen anstellen… Nun fühle ich mich ja durchaus nicht zum Apostel des Neuen Wiener Liedes berufen und für diese Rolle auch nur sehr begrenzt qualifiziert, aber schließlich MUSS sich irgendeiner für solche Lieder in die Bresche schmeißen. Und wenn sich dafür nun mal kein Wiener findet, muss den Job eben ein in Oberfranken lebender Pfälzer erledigen, der immerhin einige Jahre lang Mitglied der Nestroy-Gesellschaft gewesen ist und (seiner Meinung nach) einen gewissen Sinn für schwarzen Schmäh mitbringt.

Obwohl „Awarakadawara“ also, wie oben betont, in Österreicher hinreichend bekannt ist, mangelt es eventuell selbst dort noch am Verständnis des Textes, denn merkwürdigerweise habe ich im Internet weder etwas Hilfreiches zu seiner Bedeutung noch der musikalischen Zuordnung finden können. Natürlich gibt es viele biographische Informationen zu den beteiligten Künstlern und begeisterte Kommentare in Hülle und Fülle, aber eben keine Interpretation, nicht einmal ansatzweise. Für jemanden, der einen Artikel für dieses Blog schreiben will, ist das eine ziemlich komfortable Ausgangslage, weil man sich auf unerforschtem Terrain bewegen kann! Aber auch für unsere schlauen LeserInnen dürfte diese Situation reizvoll sein, weil sie bestimmt noch dies & das wissen oder herausfinden werden, was meiner Deutung abgeht oder sogar widerspricht. Im Folgenden organisiere ich meine Interpretation nicht wie üblich als Erklärung der einzelnen Verse hübsch der Reihe nach, sondern gebe einen chronologischen Bericht meiner Annäherung an den Text. Zum Abschluss schiebe ich dann noch ein paar Bemerkungen zu den beteiligten Künstlern nach und versuche mich an einer musikalischen Verortung des Liedes.

Von Anfang an war mir klar, dass der Text dieses Songs nicht einfach ,für sich‘ zu sehen ist, sondern als integraler Teil der Musik verstanden werden muss, also selber einen Klangkörper darstellt. Das hört man sofort, denke ich jedenfalls. Außerdem ist diese Ansicht bei den meisten, vielleicht sogar allen Vertretern des Neuen Wiener Lieds  Konsens. Roland Neuwirth äußert sich im Kontext eines Bühnenauftrittes exemplarisch zu diesem Thema, vgl. seine Einleitung zu „Veranda“.  Auch Ernst Molden, der als Autor ja ursprünglich einmal vom Hochdeutschen hergekommen ist, hat in Interviews mehrfach und detailliert seine Wendung zum Wienerischen mit der spezifischen Musikalität dieses Dialekts begründet.  Dessen ungeachtet hat mich eingangs meiner Beschäftigung mit diesem Lied zunächst die Semantik einzelner Ausdrücke interessiert, beginnend mit der genauen Bedeutung des Begriffs „Hawara“, von dem ich nur eine unscharfe Vorstellung hatte.

Wörterbücher halfen schnell weiter; „H.“ (bair. „Haberer“) ist laut Österreichischem Wörterbuch ein ,Freund‘ bzw. ,Kumpel‘, in Altbayern würde man vielleicht „Spezl“ sagen. Eine Nebenbedeutung, die im Kontext unseres Liedes aber nicht in Frage kommt, wäre „Liebhaber“. War der Begriff im Jiddischen wie im traditionellen Wienerischen positiv besetzt, kamen im Gefolge diverser politischer Skandale in neuerer Zeit auch negative Konnotationen hinzu, so dass bei „H.“ auch an Vettern- oder Freundl-Wirtschaft gedacht werden kann. Die zweite Verszeile scheint allerdings gegen solche Konnotationen zu sprechen, so dass ich davon ausgehe, dass unsere Sprecherinstanz tatsächlich nach Freunden, Kumpeln bzw. Spezln Ausschau hält und diese in unguten Situationen schmerzlich vermisst.

Den titelgebenden Ausdruck „Awarakadawara“ habe ich – fürs erste – als Verballhornung der Zauberformel ,Abrakadabra‘ abgetan, was umso plausibler erschien, als in der dritten Zeile der ersten Strophe noch eine weitere klassische Zauberformel vorkommt: ,Hokuspokus fidibus‘. Vor dem Nachschlagen weiterer Dialektwörter konzentrierte ich mich dann aber zunächst einmal auf die Phrase „i foa mitn schwoazn Autobus“, weil ich hier ganz intuitiv den Knackpunkt für das Verständnis des gesamten Textes vermutete. Ein ,schwarzer Autobus‘ wirkte auf mich spontan ziemlich düster (nicht ,teuer‘ oder ,edel‘), aber beim Weiterlesen erkennt man, dass auch hier die alte Lebensweisheit gilt: ,Schlimmer geht immer!‘ Denn richtig grimmig wird die Situation offenkundig erst dann, wenn die Sprecherinstanz den Bus verlassen muss. Draußen prasselt nämlich der Regen, was eine deutliche Steigerung zum Schlechteren gegenüber der verhangenen Sonne zwei Verse zuvor darstellt. Auch die Reaktion des Ichs, das in diesem Moment nach seinen Kollegen fragt und sich diese herbeiwünscht, verrät, wie brenzlig die Lage ist.

Was aber hat man sich unter dem schwarzen Bus, der offenbar mehr bedeuten soll, als ein zufällig schwarz lackiertes Automobil,  vorzustellen? Die Hypothese ,Leichenwagen‘ scheint keine passende Idee, werden Leichen doch gemeinhin nicht in Bussen transportiert (obwohl ich Wienern im Prinzip auch einen solchen Funeral-Schmäh zutrauen würde!) und selbst wenn, würden sie später nicht mehr aussteigen, um sich im Regen zu erfrischen. Ich gebe hier nicht im Einzelnen wieder, was ich alles unternommen habe, um diesem rätselhaften Gefährt auf die Schliche zu kommen. Selbstverständlich habe ich die Streckenpläne der Wiener Verkehrsbetriebe daraufhin überprüft, ob es eine schwarze Linie gibt etc. etc. Dann stieß ich auf den Nachtbus …

Ich dachte schon, ich hätte die Nuss geknackt, als ich den ,Nachtbus‘ entdeckte, Ernst Moldens zweites Band-Kollektiv nach ,Teufel und der Rest der Götter‘. Die Bezeichnung „Kollegn“ – als Synonym für „Hawara“ – schien sich prima einzufügen, und die schwarze Farbe hätte sich mit dem Argument verteidigen lassen, dass bei Nacht nicht nur alle Katzen grau, sondern auch alle Busse schwarz sind. Aber irgendwie war ich von dieser Interpretation nicht richtig überzeugt. Warum muss die Sprecherinstanz im Regen raus? Um ein menschliches Bedürfnis zu stillen? Verdammt, dann würde wenigstens ich nicht meine Kollegen rufen! Wie sollten die dem Ich hilfreich zur Hand gehen? Es sollte eine bessere Deutung zu finden sein.

So grübelte ich eine Weile dahin, bis plötzlich die Erleuchtung kam. Die Fahrt mit dem Autobus muss (so schien es mir in diesem Augenblick jedenfalls; natürlich weiß ich, dass es beim Interpretationsgeschäft immer! Alternativen gibt) als Metapher für den menschlichen Lebensweg gesehen werden, der irgendwann einmal für jeden zu Ende ist. Der Bus ist ,schwarz‘, weil er seine Mitfahrer unweigerlich zum Grabe transportiert. (Insofern könnte man das menschliche Leben tatsächlich auch als metaphorischen ,Leichenwagen‘ verstehen.) Wer sein Ziel, d.h. die Station, für die man den Fahrschein gelöst hat, erreicht hat, der muss halt den vergleichsweise gemütlichen, trockenen Bus verlassen und aussteigen. Das ist kein schöner Moment, da schaut man sich schon nach Freunden und Beistand um. Mit dieser Deutung war ich zufrieden: sie besaß für mich die ,nötige Wucht‘, um den ganzen musikalischen Aufwand drum herum zu rechtfertigen. Wenn sich jetzt noch die weiteren Strophen sinnvoll einfügen ließen, wäre die Arbeit getan.

In der dritten Strophe lässt die Sprecherinstanz durchblicken, dass sie nicht zu den vom Schicksal verwöhnten Zeitgenossen gehört hat. Sie jammert ein bisschen über das schwere Päckchen, das ihr aufgebürdet ist, über viele unbequeme Nächte in der Gosse. Die Vorstellung eines  „Sandlers“ (Strawanzers, Streuners, vgl. hier) verdichtet sich, wenn er seinen Rausch bekennt und in diesem Zustand, offensichtlich ziemlich orientierungslos, den Mond sucht, vielleicht um ihn anzuheulen, wahrscheinlicher: um ,in den Mond zu gucken‘, was redensartlich ,zu kurz zu kommen‘ bedeutet bzw. ,das Nachsehen zu haben‘. Dieser Mensch hat nichts, was ihm Sicherheit gibt, außer seinen Kumpels. Ohne die kann er einfach nicht zurechtkommen.  Ernst Molden und seine Kollegen teilen bei ihrer Performance diese Verszeilen untereinander auf; das bringt nicht nur Abwechslung in den Vortrag, es passt auch inhaltlich: Beschrieben wird kein individuelles Schicksal, es sind die Erfahrungen eines jeden Mitglieds des Sandler-Kollektivs. Alle sind existenziell auf ihre „Hawara“ angewiesen und verlieren sie den Schutz der Gruppe, stehen sie mehr als wortwörtlich im Regen. In gewisser Weise hatte ich mich zunächst auf die Vorstellung eingeschossen, dass hier Szenen aus dem Sandler-Mileu geschildert werden. Beim späteren Nachdenken kam ich allerdings immer stärker zu der Überzeugung, dass das Sandler-Ich des Textes den Menschen schlechthin repräsentiert, der als soziales Wesen existenziell auf Artgenossen angewiesen ist und verzagt, wenn er haarigen Situationen alleine standhalten soll.

Neuen Text bringt dann noch einmal die sechste Strophe. Die Sprecherinstanz hat den Anschluss an ihre Gruppe verloren und die ganze Stadt Wien, exemplarisch repräsentiert durch vier Bezirks- bzw. Katastralgemeinden – Wieden (4. Gemeindebezirk), Breitenlee (Teil des 22. Bezirks), Dornbach (Teil des 17. Bezirks Hernals), Stadlau (Teil des 22. Bezirks) – nach seinen Hawaran abgesucht – leider vergeblich. Die Welt hat sich massiv eingetrübt. Die folgenden, von den inzwischen schon bekannten Zaubersprüchen garnierten Refrainzeilen, auf die das Ich fixiert ist, klingen jetzt ziemlich verzweifelt. Ich komme noch einmal auf diese Sprüche zurück. Welcher Art sind sie, transportieren sie im Kontext des gesamten Liedes neben ihrer suggestiven Klangwirkung, die bestimmt für einen Teil des Ohrwurm-Effekts verantwortlich ist, noch eine spezielle Bedeutung? Da ich kein gelernter Hexenmeister bin und meine magischen Kräfte gerade hinreichen, Mülleimer zu leeren, Eier zu kochen und gegebenenfalls zwei Seidl Bier ganz schnell hintereinander wegzuschlucken, ohne zu kleckern, war an dieser Stelle noch einmal mühevolle Recherche angesagt, die nach einigen Umwegen zu einem verwertbaren Ausgangspunkt führte.

Um noch einmal einen der – an sich interessanten – Umwege anzusprechen, die für die Deutung aber schlechterdings nichts bringen, sei Lord Voldemorts Todesfluch ,Avada Kedavra‘ erwähnt, der mit unserem „Awarakadawara“ den Ursprung ,Abrakadabra‘ gemein hat. Geolino weiß, dass ,Hokuspokus‘ auf eine pseudolateinische Neuschöpfung  des 17. Jahrhunderts zurückgeht, die die priesterliche Wandlungsformel bei der Eucharistie zu imitieren suchte. Ein Fidibus ist ein Holzspan oder Papierstreifen, mit dem man im Vorstreichholzzeitalter z.B. eine Pfeife anzünden konnte, die Hinzufügung zum alten Hokuspokus dürfte wahrscheinlich auf einen Studentenulk zurückgehen.  A-Bra-Ca-Dabra ruft hingegen als viel ältere, schon der Antike bekannte Zauberformel die ersten Buchstaben des lateinischen Alphabets auf. Da man mit Hilfe des Alphabets bekanntlich alle Dinge ansprechen kann, wurden ihm von Hexen und Zauberern gewaltige magische Kräfte zugeschrieben. Die Formel Abrakadabra setzte man, falls nicht von vornherein als Synonym für ,unsinniges Geschwätz‘ angesehen, bevorzugt als sog. ,Schwinde-Beschwörung‘ zum Wegzaubern böser oder missliebiger Dinge ein.

Die vorstehend skizzierte Befassung mit dem Kleinen Hexeneinmaleins brachte mich auf die Idee, mein eingerostetes Schullatein zu mobilisieren und auf  den Ausdruck „Awarakadawara“ anzuwenden. Die Umschreibung „avara cadavera“ (= gierige Leichen) war naheliegend und diese Bedeutung lässt sich auch in unseren Text integrieren. Der auf den Tod verängstigte, weil plötzlich von seinen Kumpels getrennte Sandler glaubt überall Leichen zu wittern, die es auf das Restchen Leben in ihm abgesehen haben. Ob sein „Awarakadwara“ nun als schlichte Feststellung einer erschreckenden Wahrnehmung verstanden werden soll oder als Anrede oder evtl. gar als Beschwörung im Sinne eines Schwindezaubers (die klassische Anwendung findet man auf dem Cover von ,BulldogTheMC Ft Steve Miller Band – Abracadabra‘), darf ich offenlassen; theoretisch kann sich der Sinn dieser Formel sogar während der vielfachen Wiederholungen im Laufe des Liedes verschieben – der gruselige Effekt bleibt auf alle Fälle gewahrt. Die nachfolgende Hokuspokus-Formel kann dann als versuchter Wandlungszauber verstanden werden. Ob der nun zu gelingen scheint, weil das Ich zunächst wieder im relativ sicheren Autobus sitzt, oder nicht, weil das Ende der Fahrt absehbar scheint, ist eine Frage eher optimistischer bzw. pessimistischer Interpretation. Die „Hawara“ bleiben jedenfalls bis zuletzt verschwunden. Nicht gut!  

Für mich ist es dreifach schwierig, etwas Vernünftiges zur musikalischen Struktur und Einordnung des Liedes zu sagen: erstens bin ich weder Musiker noch Musikwissenschaftler, zweitens kann ich mich keiner auch nur halbwegs aussagekräftigen Musikbeschreibung oder -kritik anschließen und drittens sind die beteiligten Musiker, speziell die beiden älteren der Gruppe, so breit aufgestellt, dass sich aus deren früheren Aktivitäten keine seriösen Eingrenzungen für eine Genrezuordnung von „Awarakadawara“ ableiten lassen. In den mir zugänglichen Interviews  finden sich öfter Aussagen zu einer Beeinflussung Moldens durch die amerikanischen Stilrichtungen Folk, Blues und Rock. Willi Resetarits, Burgenlandkroate, hat im Laufe seiner langen Karriere schon fast alles gespielt: Beat, Rock, Swing, Jazz, Country, Weltmusik usw. Fast hätte ich jetzt die kroatischen Chöre vergessen… Man sagt ihm die besondere Fähigkeit nach, Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen zu integrieren, eine Kompetenz, die er sicher auch in die sog. ,Viererbande‘ mit Molden, Walther Soyka (Knopfharmonika) und Hannes Wirth (Gitarre) eingebracht hat. Alle vier Musiker haben ein besonderes Verhältnis zum Wiener Lied entwickelt, dessen Charakter sie alle möglichen musikalischen Stilrichtungen anverwandeln können. In diesem Zusammenhang darf zum Beispiel erwähnt werden, dass sich Walther Soyka seine ersten Sporen als Mitglied der ,Extremschrammeln‘ von Roland Neuwirth verdient hat.

In dieser schwierigen Situation fragt man natürlich ein wenig herum; und da man für einen kleinen Blog-Beitrag nicht alle Zeit der Welt hat, bei schnell erreichbaren Freunden, die ein wenig mehr von Musik verstehen als man selbst. Sehr schnell erreichte mich dankenswerterweise die Antwort von Reinhold, der sich die Akkorde zu dem Song angeschaut hat. Am besten zitiere ich auszugsweise seinen Kommentar: „Die Musik von Ernst Moldens Lied, gespielt mit Bass-Ukulele, Knopfharmonika, Gitarre, basiert für mich […] auf der Harmonie des Blues, die allerdings auch im normalen Popsong vorhanden sein kann. Die Tonart ist D-Moll – Moll ist die zentrale Tonempfindung des Blues – und arbeitet mit diminuierten, mit sus-Akkorden (suspendid) und (diatonischen) Septakkorden. Gerade letztere sind im Blues daheim. Die Harmonie ist: d-moll, A-dur, g-moll, C-dur, Fmaj (Septakkord), Bb, A7, E-dim7 (kleine Septe angefügt), und zum Schluss Asus4 (Dominant-Septakkord, bei dem die Terz durch die reine Quart ersetzt wird). Die Zählstruktur ist gut hörbar mit „ans, zwa, drei, vier“. Da erscheint der Grundzug des American Folk. Die erste Zeile des Liedes erinnert stark an einen Abzählreim von Kindern, auch wenn darin ,Kadaver‘ enthalten ist. Ich vermute einmal, dass der ,schwoaze Autobus‘ in diesen Kontext des Makaberen und der Historie gehört. Das Genre ,Pop‘ als Bezeichnung ist für mich durchaus angebracht.“

Ich erzählte das Ganze ein wenig später Tiho am Telefon und spielte ihm dazu den Titel kurz vor, worauf er meinte, er könnte da keinen Blues heraushören, sondern fühlte sich von dem gesamten Sound vielmehr an pannonische Musik erinnert, wie er sie beispielsweise schon von dem Geiger Toni Stricker gehört hätte und wie sie auch von berühmten Komponisten wie Schostakowitsch gelegentlich zitiert werde. Ich bin beiden Spuren, so gut ich konnte, ein Stück weit nachgegangen, habe mir ziemlich viele Musikvideos angehört und bin am Ende zu einem eigenen Vorschlag gekommen, der beide Hinweise zusammenführt: Wenn mir irgendein Sound bzw. Stil mit „Awarakadawara“ verwandt erscheint, dann das (in sich allerdings ausgesprochen variable) Genre „Gypsy-Jazz“ sowie diverse sich damit überschneidende Spielweisen solcher amerikanischer Klezmer-Gruppen, die sich noch ein wenig an ihre osteuropäischen Ursprünge erinnern. Allerdings muss man sich bei solchen Überlegungen immer vor Augen halten, wie die genannten Stile klingen würden, wenn sie tüchtig ,verwienert‘ werden …

Hokuspokus fidibus – mein Text ist fertig, ganz geschwindibus!

Hans-Peter Ecker, Bamberg

„Wo is denn des Gerchla?“ Fränkisches Kirchweih- und Tanzlied

Wo is denn des Gerchla?

1.
Wo is denn des Gerchla? Gerchla is heut net däham,
der is aff der Kärwa, frißt die ganz´n Brotwärscht zamm.
Wart ner, wart ner, wart ner Bärbala, bis dei Gerchla wieder kummt.
Wart ner, wart ner, wart ner Bärbala, bis dei Gerchla kummt.
Kummt er net am Montoch, kummt er halt am Dienstoch.
Wart ner, wart ner, wart ner Bärbala, bis dei Gerchla wieder kummt.
Wart ner, wart ner, wart ner Bärbala, bis dei Gerchla kummt.

2.
Wo is denn des Gerchla? Gerchla is heut net däham ,
der höck in am Wertshaus, säfft sich immer wieder zamm.
Wo is denn des Gerchla? Gerchla is heut net däham,
der höck in am Wertshaus, säfft sich immer wieder zamm.
Wart ner, wart ner, wart ner Gerchla, bis dei Bärbala wieder kummt.
Wart ner, wart ner, wart ner Gerchla, bis dei Bärbala kummt.
Hulst di net am Montag, ganz bestimmt am Dienstag.
Wart ner, wart ner, wart ner Gerchla, bis dei Bärbala wieder kummt.

3.
Wo is denn des Gerchla? Gerchla is vei schon däham,
der is in der Kammer, list den fregt‘n Bess‘n zamm.
Wo is denn des Gerchla? Gerchla is fei schon däham,
der is in der Kammer, list den Bess‘n zamm.
Siechst es, siechst es, so ist Gerchla, wennst net ham gehst, Gergla.
Siechst es, siechst es, so ist Gerchla, wennst da net ham gehst.
Ja so san die Weiber, Gerchla, tu net greina,
Wat ner, wat ner, wat ner, Gerchla, bis zur nächsten Kerwaszeit,
Wat ner, wat ner, wat ner, Gerchla, dann is grod wie heut.

     [Rohtext: dancilla.com; statt „Wou“ schreibe ich allerdings „Wo“, 
     „dahäm“ ersetze ich durch „däham“, „Gergla“ durch das im Fränkischen
     gebräuchlichere „Gerchla“, „Besse’n“ durch das sinnvollere „Bess’n“,
     „vei“ durch „fei“ sowie – im dritten Abschnitt „zam“ durch „zamm“.]

„Gerchla“ ist eine Namensableitung vom heiligen Drachentöter Georg, den man anderswo auch als Schorsch, Görch, Joris, Jorge, Jurek, Jiri oder auch Omar kennt. Als einer der vierzehn Nothelfer (Namensfest am 23. April) ist er u. a. für Pferde, Wandersleute und Gefangene zuständig. Offensichtlich auch für Dorffeste und Volkstänze, wie unser Kerwalied vom ebendort regelmäßig versumpften Protagonisten ausführt. Neben besagtem „Gerchla“ spielen in unserem Lied zwei weitere Figuren eine Rolle: das „Bärbala“, mit dem das „Gerchla“ höchstwahrscheinlich ehelich verbandelt ist, sowie die Sprechinstanz, die man sich als Einzelsänger(in) oder, eigentlich besser, als Chor vorstellen sollte, der die Dorfgemeinschaft repräsentiert. Diese Sprechinstanz agiert perspektivisch, kommunikativ und auch moralisch auf eine erstaunliche, fast zynische Weise flexibel: Manchmal scheint sie die Fragen zu stellen, die dem Bärbala oder dem Gerchla durch den Kopf gehen, dann hat sie die passenden Antworten darauf gleich parat; später räsoniert sie auch über den Lauf der menschlichen Dinge, warnt und tröstet. Grundsätzlich muss man wohl auch damit rechnen, dass mit Hilfe dieses Liedes auch bestimmte Personen verspottet werden sollten. Im traditionellen Ablauf einer fränkischen Kerwa kam es neben gesungenen Liebeserklärungen der Burschen an ihre Freundinnen mit zunehmendem Alkoholkonsum regelmäßig auch zum Austrag von Rivalitäten, sei es durch Spottgesänge, sei es durch Handgreiflichkeiten (vgl. Georg Schwarz: Kirchweih [Kerwa]. Sitte und Brauchtum, Bayreuth 1985, bes. S. 22-26).

Die Gliederung des Liedes in drei Versgruppen ist für das fränkische Volkslied typisch. „Wo ist denn das Gerchla?“ scheint sich eingangs die Frau eines allzu lange ausbleibenden Mannes zu fragen. Die Sprechinstanz weiß Bescheid und informiert mit seiner Antwort nicht nur das Bärbala, sondern alle am Ehedrama Interessierten: Das Gerchla amüsiere sich auf der Kerwa – und zwar ziemlich intensiv, wie die deftige Wortwahl andeutet. Das Bärbala müsse in dieser Situation einfach Geduld an den Tag legen – komme sein Bratwurstfresser nicht am Montag nach Hause, dann eben am Dienstag. Die Wochentagsangaben setzen als Hintergrundwissen voraus, dass fränkische Kirchweih-Feste normalerweise Donnerstags beginnen und Montags enden (Kernzeit: Freitag- bis Montagabend). Eine einschlägige (südbayerische) Redewendung besagt allerdings: „A richtiger Kirta dauert bis zum Irda [Dienstag], wann sie’s duat schicka, aa bis zum Migga [Mittwoch].“ Also scheint das Gerchla auf eine ,richtige Kerwa‘ gezogen zu sein … armes Bärbala!

Aus der zweiten Strophe erfahren wir, dass das liebe Gerchla nicht nur zu fröhlichen Kirchweihzeiten über die Stränge schlägt, sondern offensichtlich unter die Kategorie ,Gewohnheitssäufer‘ fällt. Üblicherweise scheint ihn sein trautes Weib regelmäßig mit sanfter Gewalt aus den Fängen des Alkoholteufels befreien zu müssen. Jedenfalls redet die Sprechinstanz in dieser Strophe das Gerchla entsprechend an: „Wart ner, wart ner, wart ner Gerchla, bis dei Bärbala wieder kummt.“ Im Vergleich zur Eingangsstrophe bekommt das „wart ner“ einen drohenden Unterton; anscheinend pflegt das Bärbala ihre Abholaktionen mit einem gehörigen Donnerwetter zu verbinden.

In der dritten Strophe finden wir das Gerchla tatsächlich einmal in häuslichen Gefilden; aber inzwischen scheint dem Bärbala der Geduldsfaden gerissen zu sein – es hat sich auf und davon gemacht (vgl. hierzu auch Seiler & Speer: Ham kummst). Derweilen macht er sich, offensichtlich geknickt, im Hause einigermaßen nützlich; wenn mich mein in gut fünfzehn Bamberger Jahren angelerntes Fränkisch nicht völlig in die Irre führt, klaubt („list“) er die Reste eines ,verreckten‘, d.h. kaputten (Reisig-)Besens zusammen. Die Sprechinstanz bzw. der Chor liest dem Gerchla zunächst die Leviten – er habe sich sein Elend selber zuzuschreiben: „Siechst es, siechst es, so ist Gerchla, wennst da net ham gehst.“ Das klingt einigermaßen moralisch, doch schon im Folgesatz wechselt die Stimme, möglicherweise von heulenden Elend des Gerchla gerührt, quasi die Fronten und versucht es zu trösten, indem es seine missliche Situation auf die Empfindlichkeit ,der Weiber‘ zurückführt und seine Gedanken auf Erfreulicheres, nämlich die nächste Kerwa ausrichtet. Allerdings entpuppt sich der nachgeschobene Satz bei genauerer Überlegung als nur vordergründig tröstlich, in Wirklichkeit aber als zutiefst zynisch: „Wat ner, wat ner, wat ner, Gerchla, dann is grod wie heut.“ Mit anderen Worten: Man traut Gerchla kein Entrinnen aus seiner Säuferkarriere zu, ganz gleich, ob das Bärbala dieses eine Mal noch zurückkommen wird oder nicht.

Nun wird diese – im Grunde tieftraurige – Geschichte, die sich der Realität so oder so ähnlich schon tausende Male zugetragen haben wird, als Stimmungslied bei Volksfesten vor gemischtem Publikum vorgetragen, dient auch als Tanzlied und scheint niemandem die gute Laune zu vermiesen (vgl. den Auftritt von Travelling Playmates & Kapelle Rohrfrei bei einem fränkischen Volksfest). Seltsam, oder? Anscheinend bewirkt der übliche Aufführungs-Kontext eine so konsequente Fiktionalisierung des im Lied erzählten Ehedramas, dass keiner der Rezipienten auf den Gedanken kommt, darin womöglich eine Prophezeiung des eigenen künftigen Schicksals zu sehen.

Hans-Peter Ecker, Bamberg

PS:
Als Tanzlied ist das Gerchla ein sog. Marschwalzer. In einem Heft zum Thema Volkstänze, getanzt in Oberfranken (Schriften zur Heimatpflege in Oberfranken, Reihe II: Musik und Tanz, Nr. 1, Bayreuth, 2. Aufl. 1996, S. 21), habe ich nachfolgend sinngemäß referierte Tanzbeschreibung gefunden: Am Anfang stehen Tänzer und Partnerinnen mit Blick in Tanzrichtung auf der Kreisbahn nebeneinander, die Tänzerinnen außen, Innenhandfassung auf Schulterhöhe. Dann geht man 16 Takte lang, mit dem Außenfuß beginnend, in Tanzrichtung. Das Ganze wird wiederholt. Wieder 16 Takte lang werden wie folgt absolviert: Man löst die Fassung, die Männer bleiben im Kreis stehen und klatschen in die Hände, die Frauen machen kehrt und gehen gegen die Tanzrichtung. Danach bleiben die Tänzerinnen stehen und schnappen sich den nächsten Mann mit dem sie in gewöhnlicher Tanzhaltung 16 oder auch 32 Takte Walzer tanzen. Danach geht das Ganze wie am Anfang von vorne los. Im Prinzip bräuchte ich spätestens jetzt Unterstützung von Volkstanz-Experten, um die Frage zu erörtern, ob der Text unseres Liedes womöglich Hinweise auf die zu tanzenden Figuren liefert. Tatsächlich dürfen bei vielen Volkstanz-Liedern die darin erzählten Geschichten nicht wörtlich genommen, sondern müssen als Stenogramme von Bewegungsabläufen und Rhythmuswechseln decodiert werden, mit Hilfe derer sich die Tänzer rasch auf musikalische Überraschungen einstellen können. Bei Kerwa-Tänzen gibt es oft einen lustigen Wettstreit zwischen Musikanten und Tänzern, bei dem es jene darauf anlegen, diese – z.B. durch Taktwechsel – zu verwirren, wodurch unerfahrene oder auch ungeschickte Tänzer blamiert werden. Diese finden dann mitunter allerdings in den Texten der Kerwa-Lieder kleine Hilfestellungen. Für eine solche Interpretation fehlt mir dann aber ganz entschieden die notwendige Kompetenz. Und wenn schon Hilfe anrücken sollte, möge sie mir gleich auch noch Informationen über die Entstehung des Liedes – Jahr, Texter, Komponist – mitbringen, ich habe bei meinen Recherchen dazu nichts Klares gefunden; meine Zeitangabe im Titel beruht auf einer Erwähnung des Gergla im Anhang einer Dissertation von 1929 (Max Böhm: Volkslied, Volkstanz und Kinderlied in Mainfranken, Nürnberg: Franz Zorn, S. 247).

Alle Lieder (chronologisch)

(nach Veröffentlichungsjahr geordnet) (alphabetisch nach Interpreten geordnet)

Martin Luther: Christ lag in Todesbanden (1524)

Martin Luther: Mit Fried und Freud ich fahr dahin (1524)

Martin Luther: Nun komm, der Heiden Heiland (1524)

Martin Luther: Wir glauben all an einen Gott (1524)

Anonym: Wie schön blüht uns der Maien (1530)

Martin Luther: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort (1541); parodistische Variationen dieses Lieds

Daniel Sudermann: Es kommt ein Schiff geladen (1626)

Simon Dach: Ännchen von Tharau (1636)

Paul Gerhardt: Geh aus, mein Herz, und suche Freud (1653)

Anonym: Wach Nachtigall, wach auf! (1670)

Anonym: Was soll das bedeuten? (Es taget ja schon.) (1715)

Gottfried Benjamin Hancke: Auf, auf zum fröhlichen Jagen (1724)

Gerhard Tersteegen: Ich bete an die Macht der Liebe (1750)

Anonym: Es, es es und es, es ist ein harter Schluß (1800)

Anonym: O du lieber Augustin (ca. 1800)

Albert Methfessel: Hinaus in die Ferne (1813)

Joseph von Eichendorff: Das zerbrochene Ringlein (1814)

Johannes Daniel Falk: O du fröhliche (1816)

Anonym (Florentin von Zuccalmaglio): Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht (1825)

Friedrich Silcher: Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus (1827)

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: (Morgen kommt) Der Weihnachtsmann (1835)

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Winter, ade (1835)

Anonym: Die freie Republik (In dem Kerker saßen zu Frankfurt an dem Main) (1837)

Joseph von Eichendorff/Robert Schumann:  Zwielicht (1837/1842)

Wilhelm Hey: Weißt du, wieviel Sternlein stehen (1837)

Anonym: Auf einem Baum ein Kuckuck (1838)

Max Schneckenburger: Die Wacht am Rhein (1840)

Emanuel Geibel: Der Mai ist gekommen (1841)

Anonym/Eduard Mörike: Ade zur guten Nacht (1843)

Anonym: Dat du min Leevsten büst (1845)

Ferdinand Freiligrath: Trotz alledem („Das war ‘ne heiße Märzenzeit“) (1848)

Anonym: Ein Hund kam in die Küche (vor 1850)

Anonym: Herrn Pastor sin Kauh (Sing man tau) (ca. 1850)

Anonym: Der Winter ist vergangen (1877)

Anonym: Jennerwein-Lied (1877)

Anonym: Alle meine Entchen (vor 1891)

John Henry Mackay/Richard Strauss: Morgen! (1894)

Eduard Ebel: Leise rieselt der Schnee (1895)

Anonym: Bolle reiste jüngst zu Pfingsten (1900)

Victor Léon/Leo Stein: Lied vom dummen Reiter (1905)

Willi Ostermann: De Wienanz han ‘nen Has‘ em Pott (1908)

Hans Riedel/Hermann Löns: Aus grauer Städte Mauern (1910)

Hermann Löns: Auf der Lüneburger Heide (1911)

Horant: Wir wollen zu Land ausfahren (1911)

Hermann Claudius: Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ (1914)

Wilhelm Lindemann: Der Weinhachtsmann kommt (Eine Muh, eine Mäh) (1914)

Walter Flex: Wildgänse rauschen durch die Nacht (1915)

Olof Thunman/Robert Kothe/Walther Hensel: Im Frühtau zu Berge (1917)

Arthur Rebner: Salome (1920)

Kurt Tucholsky: Zieh dich aus, Petronella (1920)

Anonym: Wilde Gesellen, vom Sturmwind durchweht (1921)

Friedrich Fischer-Friesenhausen: Wo de Nordseewellen trecken an den Strand (1922)

Hermann Leopoldi/Robert Katscher: Heute spielt der Uridil (1922)

Robert Steidl: Wir versaufen uns’rer Oma ihr klein’s Häuschen (1922)

Anonym: Hohe Tannen weisen die Sterne (1923)

Anonym: Im Märzen der Bauer (1923)

Fritz Löhner-Beda: Ausgerechnet Bananen (1923)

Werner Bergengruen: Kaschubisches Weihnachtslied („Wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande“) (1927)

Fritz Löhner-Beda: Dein ist mein ganzes Herz (1929)

Martin Mundo: Heile, heile Gänsje (1929)

Kurt Eugen Strouhs: Die Fraa Rauscher aus de Klappergass (1929)

Claire Waldoff/Julian Arendt: Wegen Emil seine unanständ’ge Lust (1929)

Marlene Dietrich/Robert Liebermann/Friedrich Hollaender: Ich bin die fesche Lola (1930)

Fritz Löhner-Beda: Oh, Donna Clara (1930)

Max Schmeling und Kurt Gerron: Das Herz eines Boxers (1930)

Friedrich Gundolf: Schließ Aug und Ohr (1931)

Münker/Böhmer/Scharthauer: O, du schöner Westerwald (1932)

Johann Esser/Wolfgang Langhoff: Wir sind die Moorsoldaten (1933)

Comedian Harmonists: Mein kleiner grüner Kaktus (1934)

Karl Berbuer: Heidewitzka, Herr Kapitän! (1936)

Willy Schneider: Kornblumenblau (1937)

Lale Andersen/Hans Leip: Lili Marleen (1939)

Bruno Balz: Wenn unser Berlin auch verdunkelt ist (1942)

Zarah Leander/Bruno Balz: Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n (1942)

Anonym: Zehn kleine Meckerlein (1943)

Hans Albers/Helmut Käutner: La Paloma (1944)

Hans Albers/Michael Freytag: Und über uns der Himmel (1947)

Karl Berbuer: Trizoinesien Song (1948)

Kurt Feltz: Der Theodor im Fußballtor (1948)

Günter Neumann: Der Insulaner verliert die Ruhe nicht (1948)

Hermann Leopoldi: Schnucki, ach Schnucki (1949)

Rudi Schuricke: Capri-Fischer (1949)

Bertolt Brecht: Kinderhymne (1950)

Hemshof-Friedel: Hemshof-Boogie (ca. 1950)

Bully Buhlan: Ich hab noch einen Koffer in Berlin (1951)

Die Mainzer Hofsänger/Walter Rothenburg: So ein Tag, so wunderschön wie heute (1951)

Willy Schneider/Heinz Böninghausen: Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär (1951)

René Carol und André Hoff: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein (1952)

Ernst Neger: Heile, heile Gänsje (1952)

Bibi Johns/Kurt Feltz: Bella Bimba (1953)

Jupp Schmitz: Am Aschermittwoch ist alles vorbei (1953)

Peter Kraus und die Rockies/Hans Raster: Tutti Frutti (1956)

Gerhard Bronner: Der Opitz und der Zwirschina (1957)

Günter Neumann: Lied vom Wirtschaftswunder (1958)

Dalida: Am Tag als der Regen kam (1959)

Lolita/Fini Busch: Seemann (deine Heimat ist das Meer) (1960)

Bill Ramsey/Hans Bradtke: Zuckerpuppe (aus der Bauchtanztruppe) (1961)

Mina/Kurt Feltz: Heißer Sand (1962)

Freddy Quinn: Junge, komm bald wieder (1962)

Gitte Hænning/Peter Ström: Ich will ’nen Cowboy als Mann (1963)

Paul Kuhn/Wolfgang Neukirchner: Es gibt kein Bier auf Hawaii (1963)

Toni Hämmerle: Das Humba-Täterä (1964)

Ernst Neger: Das Humba-Täterä (1964)

Roy Black/Kurt Hertha: Ganz in weiß (1965)

Udo Jürgens/Thomas Hörbiger: Siebzehn Jahr, blondes Haar (1965)

Franz Josef Degenhardt: Väterchen Franz (1966)

Freddy Quinn: Wir (1966)

Peter Alexander: Wie Böhmen noch bei Öst’reich war (1967)

Chris Doerk und Frank Schöbel: Heißer Sommer (1968)

Vico Torriani/Peter Rubin/Kurt Feltz: Azzurro (1968)

Wencke Myhre/Peter Zeeden: Er steht im Tor (1969)

France Gall: Dann schon eher der Pianoplayer (1970)

Mani Matter: Hemmige (1970)

Udo Jürgens/Eckhard Hachfeld: Zeig mir den Platz an der Sonne (1971)

Christian Anders: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo (1972)

Bernd Clüver: Der Junge mit der Mundharmonika (1972)

Kurt Dehn: En echte Pälzer raacht ken Hasch (1972)

Heino: Blau blüht der Enzian (1972)

Hannes Wader: Heute hier, morgen dort (1972)

Georg Kreisler: Vorletztes Lied (1972)

Ton Steine Scherben: Mensch Meier (1972)

Deutsche Fußball-Nationalmannschaft für die WM 1974/Jack White: Fußball ist unser Leben (1973)

Guru Guru: Der Elektrolurch (1973)

Puhdys: Ikarus (1973)

Wolfgang Ambros: Es lebe der Zentralfriedhof (1974)

Bläck Fööss: Mer losse d’r Dom in Kölle (1974)

Nina Hagen & Automobil: Du hast den Farbfilm vergessen (1974)

Klaus Renft Combo: Rockballade vom kleinen Otto (1974)

Ulrich Roski: Des Pudels Kern (1974)

Udo Lindenberg: Da war so viel los (1975)

Renft: Glaubensfragen (1975)

Karel Gott/Florian Cusano: Die Biene Maja (1976)

Konstantin Wecker: Wenn der Sommer nicht mehr weit ist (1976)

Willi Görsch und Egon Häusler: Tramps vun de Palz (1977)

Kraftwerk: Trans Europa Express (1977)

Gerhard Polt: Wann I nimmer meng dad (1977)

Kraftwerk: Das Model (1978)

Roberto Blanco/Bernd Meinunger: Am Tag, als es kein Benzin mehr gab (1979)

Dschinghis Khan: Dschinghis Khan (1979)

Udo Jürgens/Siefried Rabe: Tausend Jahre sind ein Tag (1979)

Peter Cornelius: Du entschuldige, i kenn di (1980)

Katja Ebstein/Bernd Meinunger: Theater (1980)

Rainhard Fendrich: Zweierbeziehung (1980)

Fehlfarben: Paul ist tot (1980)

Volker Lechtenbrink: Leben, so wie ich es mag (1980)

BAP: Verdamp lang her (1981)

DAF: Der Mussolini (1981)

Hein Rudolf Kunze: Balkonfrühstück (1981)

Volker Lechtenbrink: Ich mag (1981)

Eberhard Schoener/Esther Ofarim: Ich schau ins Licht (1981)

Joseph Beuys: Sonne statt Reagan (1982)

Foyer des Arts: Wissenswertes über Erlangen (1982)

Geier Sturzflug: Bruttosozialprodukt (1982)

Nicole/Bernd Meinunger: Ein bißchen Frieden (1982)

Spider Murphy Gang: Sommer in der Stadt (1982)

Udo Jürgens/Michael Kunze: Ich war noch niemals in New York (1982)

Die Toten Hosen: Opel-Gang (1983)

D.Ö.F.: Codo (1983)

Bernhard Brink: Willkommen im Dschungel (1984)

Herbert Grönemeyer: Männer (1984)

Heinz Rudof Kunze: Lisa (1984)

Rodgau Monotones: Die Hesse komme (1984)

Einstürzende Neubauten: Zerstörte Zelle (1985)

Foyer des Arts: Schimmliges Brot (1985)

Heinz Rudolf Kunze: Dein ist mein ganzes Herz (1985)

De Höhner: Echte Fründe (1986)

Die Flippers: Die rote Sonne von Barbados (1986)

City: z.B. Susann (1987)

Andreas Dorau und die Bruderschaft der kleinen Sorgen: Demokratie (1988)

Herbert Grönemeyer: Was soll das? (1988)

Rainhard Fendrich: I am from Austria (1989)

Ringswandl: Nix mitnehma (1989)

Udo Jürgens & Die Fußball-Nationalmannschaft/Friedhelm Lehmann: Wir sind schon auf dem Brenner (1989)

Sandow: Born in the GDR (1990)

Biermösl Blosn: Jodelhorrormonstershow (1991)

Element of Crime: Ofen aus Glas (1991)

Achim Reichel: Aloha heja he (1991)

Die Motoristen/King Køng: Wir fahren Manta Manta (1991)

PUR: Lena (1991)

Rio Reiser: Der Krieg (1991)

Die Ärzte: Friedenspanzer (1993)

Peter Blaikner: Das Hausgeisterhaus (1993)

…But Alive: Sie war, sie ist, sie bleibt (1993)

Gerhard Gundermann: Linda (1993)

Gerhard Gundermann: Sieglinde (1993)

Die Prinzen: Alles nur geklaut (1993)

De Räuber: Denn wenn et Trömmelche jeit (1993)

De Räuber: Op dem Maat (1993)

Helge Schneider: Buttersong (1993)

Silly: Halloween in Ostberlin (1993)

Silly: Traumpaar (1993)

Die Toten Hosen: Willkommen in Deutschland (1993)

Die Goldenen Zitronen: Das bißchen Totschlag (1994)

Kastelruther Spatzen: Atlantis der Berge (1994)

Die Aeronauten: Freundin (1995)

Die Ärzte: Ein Song namens Schunder (1995)

Funny van Dannen: Nana Mouskouri (1995)

Die Braut haut ins Auge: Was nehm ich mit (wenn es Krieg gibt)? (1995)

Die Doofen: Volltreffer (1995)

Dolls United feat. Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer: Eine Insel mit zwei Bergen (1995)

Maximilian Kerner: Iiech bin a Glubberer (1995)

PUR: Abenteuerland (1995)

Tocotronic: Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein (1995)

Tocotronic: Über Sex kann man nur auf Englisch singen (1995)

Funny van Dannen: Tarzan ist tot (1996)

Kapitulation B.o.N.n.: Die Abrechnung (1996)

Lassie Singers: Liebe wird oft überewertet (1996)

Gerhard Gundermann: Brunhilde (1997)

Toni Polster & Die fabulösen Thekenschlampen: Toni, laß es polstern (1997)

Peter Blaikner: Schütze du mich vor dem Wasser (1998)

Clemens Bittlinger: Aufstehn, aufeinander zugehn (1999)

Die Toten Hosen: Bayern (1999)

Stefan Raab feat. DJ Bundeskanzler: Ho mir ma ne Flasche Bier (Schluck, schluck, schluck) (2000)

Schabulke und das Trio Ungefair: Babelsberch 14482 (2000)

Torch: Wer bin ich? (2000)

Jan Delay: Söhne Stammheims (2001)

Bernd Stelter: Ich hab drei Haare auf der Brust (2001)

Frei.Wild: Rache muss sein (2002)

Herbert Grönemeyer: Mensch (2002)

Welle: Erdball: Starfighter FG-104G (2002)

Funny van Dannen: Westerwelle (2003)

Sportfreunde Stiller: Ich, Roque (2004)

Element of Crime: Delmenhorst (2005)

Element of Crime: Finger weg von meiner Paranoia (2005)

Rainald Grebe: Thüringen (2005)

Xavier Naidoo: Dieser Weg (2005)

Tocotronic: Tag der Toten (2005)

Wir sind Helden: Nur ein Wort (2005)

PeterLicht: Unsere Zeit (2006)

Die Ärzte: Junge (2007)

Knorkator: Eigentum (2007)

Gustav: Alles renkt sich wieder ein (2008)

Knorkator: Kinderlied (2008)

PeterLicht: Räume räumen (2008)

Sido: Augen auf (2008)

Wise Guys: Relativ (2008)

Anonym: Freu dich über jede Stunde (vor 2009)

Samy Deluxe: Dis wo ich herkomm (2009)

Element of Crime: Am Ende denk ich immer nur an dich (2009)

Element of Crime: Der weiße Hai (2009)

Leslie Mandoki: Wir sind wir (2009)

Rammstein: Ich tu dir weh (2009)

Dietrich Rudorff: JU-Lied (2009)

Blumentopf: SOLALA (2010)

Frei.Wild: Wahre Werte (2010)

K.I.Z.: Biergarten Eden (2010)

Marteria fest. Peter Fox: Sekundenschlaf (2010)

Philipp Poisel/Hannes Wader: Heute hier, morgen dort (2010)

Werner Schmidtbauer: Momentnsammler (2010)

Tim Bendzko: Nur noch kurz die Welt retten (2011)

Hubert von Goisern: Brenna tuat’s guat (2011)

Rainald Grebe: Am Ofen (2011)

Rainald Grebe: Der Rabe (2011)

Uta Köbernick: Scheitern (2011)

Onkel Tom Angelripper: Lemmy macht mir Mut (2011)

Onkel Tom Angelripper: 1516 (2011)

Matthias Reim: Letzte Weihnacht (2011)

Die Ärzte: M & F (2012)

Rainals Grebe: Künstler (2012)

Kettcar: Rettung (2012)

Kraftklub: Karl-Marx-Stadt (2012)

Schneewittchen: Fürchte dich nicht (2012)

Stereo Total: Die Frau in der Musik (2012)

Joachim Witt: Gloria (2012)

Helene Fischer/Kristina Bach: Atemlos durch die Nacht (2013)

Helene Fischer/Jean Frankfurter/Joachim Horn-Bernges: Marathon (2013)

Haftbefehl feat. Farid Bang: Chabos wissen, wer der Babo ist (2013)

Heino: Junge (2013)

Carolin Kebekus: Dunk den Herrn (2013)

Leslie Mandoki: An jedem neuen Tag (2013)

Helge Schneider: Sommer, Sonne, Kaktus! (2013)

Sido: Bilder im Kopf (2013)

Sportfreunde Stiller: Wieder kein Hit (2013)

Adel Tawil: Lieder (2013)

Band Aid: Do They Know It’s Christmas? (2014)

Element of Crime: Lieblingsfarben und Tiere (2014)

Swiss und Die Anderen: Schwarz Rot Braun (2014)

Wanda: Bologna (2014)

Bilderbuch: Willkommen im Dschungel (2015)

Böhse Onkelz: Wir bleiben (2015)

Sarah Connor: Wie schön du bist (2015)

Mr. Hurley & Die Pulveraffen: Schrumpfkopf im Rumtopf (2015)

K.I.Z. und Henning May: Hurra, die Welt geht unter (2015)

Liederjan: Ein kleiner Frieden mitten im Krieg (2015)

Seiler und Speer: Ham kummst (2015)

Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka und Hannes Wirth: Awarakadawara (2017)

Anonym: Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad/Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau (2019)

Tim Bendzko: Hoch (2019)

Rammstein: Deutschland – Lied und Musikvideo (2019)

Bernice Ehrlich: Halleluja – Corona-Version (2020)

Tocotronic: Hoffnung (2020)

Alle Lieder

(alphabetisch nach Interpreten/Interpretinnen geordnet) (nach Veröffentlichungsjahr geordnet)

Die Aeronauten: Freundin (1995)

Hans Albers/Helmut Käutner: La Paloma (1944)

Hans Albers/Michael Freytag: Und über uns der Himmel (1947)

Peter Alexander: Wie Böhmen noch bei Öst’reich war (1967)

Wolfgang Ambros: Es lebe der Zentralfriedhof (1974)

Christian Anders: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo (1972)

Lale Andersen/Hans Leip: Lili Marleen (1939)

Anonym/Eduard Mörike: Ade zur guten Nacht (1843)

Anonym: Alle meine Entchen (vor 1891)

Anonym: Auf einem Baum ein Kuckuck (1838)

Anonym: Bolle reiste jüngst zu Pfingsten (1900)

Anonym: Dat du min Leevsten büst (1845)

Anonym: Der Winter ist vergangen (1877)

Anonym: (1837)

Anonym: Ein Hund kam in die Küche (vor 1850)

Anonym: Es, es es und es, es ist ein harter Schluß (1800)

Anonym (Florentin von Zuccalmaglio): Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht (1825)

Anonym: Freu dich über jede Stunde (vor 2009)

Anonym: (1850)

Anonym: Hohe Tannen weisen die Sterne (1923)

Anonym: Im Märzen der Bauer (1923)

Anonym: Jennerwein-Lied (1877)

Anonym: (2019)

Anonym: (ca. 1800)

Anonym: Wach Nachtigall, wach auf! (1670)

Anonym: Wär ich ein wilder Falke (16. Jhd.)

Anonym: (1715)

Anonym: Wie schön blüht uns der Maien (1530)

Anonym: Wilde Gesellen, vom Sturmwind durchweht (1921)

Anonym: Zehn kleine Meckerlein (1943)

Die Ärzte: Friedenspanzer (1993)

Die Ärzte: Ein Song namens Schunder (1995)

Die Ärzte: Junge (2007)

Die Ärzte: M & F (2012)

Bruno Balz: Wenn unser Berlin auch verdunkelt ist (1942)

Band Aid: Do They Know It’s Christmas? (2014)

BAP: Verdamp lang her (1981)

Martin Behm: Wie lieblich ist der Maien (1604)

Tim Bendzko: (2019)

Tim Bendzko: Nur noch kurz die Welt retten (2011)

Karl Berbuer: Heidewitzka, Herr Kapitän! (1936)

Karl Berbuer: Trizoinesien Song (1948)

Werner Bergengruen: (1927)

Joseph Beuys: Sonne statt Reagan (1982)

Bilderbuch: Willkommen im Dschungel (2015)

Clemens Bittlinger: (1999)

Roy Black/Kurt Hertha: Ganz in weiß (1965)

Peter Blaikner: Das Hausgeisterhaus (1993)

Peter Blaikner: Schütze du mich vor dem Wasser (1998)

Roberto Blanco/Bernd Meinunger: Am Tag, als es kein Benzin mehr gab (1979)

Biermösl Blosn: Jodelhorrormonstershow (1991)

Bläck Fööss: Mer losse d’r Dom in Kölle (1974)

Blumentopf: SOLALA (2010)

Böhse Onkelz: Wir bleiben (2015)

Bertolt Brecht: (1950)

Bernhard Brink: Willkommen im Dschungel (1984)

Gerhard Bronner: Der Opitz und der Zwirschina (1957)

Bully Buhlan: Ich hab noch einen Koffer in Berlin (1951)

…But Alive: Sie war, sie ist, sie bleibt (1993)

René Carol und André Hoff: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein (1952)

City: z.B. Susann (1987)

Hermann Claudius: Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ (1914)

Bernd Clüver: Der Junge mit der Mundharmonika (1972)

Comedian Harmonists: Mein kleiner grüner Kaktus (1934)

Sarah Connor: Wie schön du bist (2015)

Peter Cornelius: Du entschuldige, i kenn di (1980)

Simon Dach: Ännchen von Tharau (1636)

DAF: Der Mussolini (1981)

Dalida: Am Tag als der Regen kam (1959)

Danger Dan: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt (2021)

Dolls United feat. Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer: Eine Insel mit zwei Bergen (1995)

Einstürzende Neubauten: Zerstörte Zelle (1985)

Funny van Dannen: Künstler sind nicht überflüssig (1996)

Funny van Dannen: Nana Mouskouri (1995)

Funny van Dannen: Tarzan ist tot (1996)

Funny van Dannen: Westerwelle (2003)

Deutsche Fußball-Nationalmannschaft für die WM 1974/Jack White: Fußball ist unser Leben (1973)

Franz Josef Degenhardt: Väterchen Franz (1966)

Kurt Dehn: En echte Pälzer raacht ken Hasch (1972)

Jan Delay: Söhne Stammheims (2001)

Samy Deluxe: Dis wo ich herkomm (2009)

Die Braut haut ins Auge: Was nehm ich mit (wenn es Krieg gibt)? (1995)

Marlene Dietrich/Robert Liebermann/Friedrich Hollaender: Ich bin die fesche Lola (1930)

Chris Doerk und Frank Schöbel: Heißer Sommer (1968)

D.Ö.F.: Codo (1983)

Die Doofen: Volltreffer (1995)

Andreas Dorau und die Bruderschaft der kleinen Sorgen: Demokratie (1988)

Dschinghis Khan: Dschinghis Khan (1979)

Katja Ebstein/Bernd Meinunger: Theater (1980)

Joseph von Eichendorff: Das zerbrochene Ringlein (1814)

Joseph von Eichendorff/Robert Schumann:   (1837/1842)

Bernice Ehrlich: Halleluja – Corona-Version (2020)

Element of Crime: Am Ende denk ich immer nur an dich (2009)

Element of Crime: Delmenhorst (2005)

Element of Crime: Der weiße Hai (2009)

Element of Crime: Finger weg von meiner Paranoia (2005)

Element of Crime: Lieblingsfarben und Tiere (2014)

Element of Crime: Ofen aus Glas (1991)

Johann Esser/Wolfgang Langhoff: Wir sind die Moorsoldaten (1933)

Johannes Daniel Falk: O du fröhliche (1816)

Ferdinand Freiligrath: (1848)

Fehlfarben: Paul ist tot (1980)

Kurt Feltz: Der Theodor im Fußballtor (1948)

Rainhard Fendrich: I am from Austria (1989)

Rainhard Fendrich: Zweierbeziehung (1980)

Helene Fischer/Kristina Bach: Atemlos durch die Nacht (2013)

Helene Fischer/Jean Frankfurter/Joachim Horn-Bernges: Marathon (2013)

Friedrich Fischer-Friesenhausen: Wo de Nordseewellen trecken an den Strand (1922)

Walter Flex: Wildgänse rauschen durch die Nacht (1915)

Die Flippers: Die rote Sonne von Barbados (1986)

Foyer des Arts: Schimmliges Brot (1985)

Foyer des Arts: Wissenswertes über Erlangen (1982)

Frei.Wild: Wahre Werte (2010)

Frei.Wild: Rache muss sein (2002)

France Gall: Dann schon eher der Pianoplayer (1970)

Emanuel Geibel: Der Mai ist gekommen (1841)

Geier Sturzflug: Bruttosozialprodukt (1982)

Paul Gerhardt: Geh aus, mein Herz, und suche Freud (1653)

Willi Görsch und Egon Häusler: Tramps vun de Palz (1977)

Hubert von Goisern: Brenna tuat’s guat (2011)

Die Goldenen Zitronen: (1994)

Karel Gott/Florian Cusano: Die Biene Maja (1976)

Rainald Grebe: Am Ofen (2011)

Rainald Grebe: Der Rabe (2011)

Rainals Grebe: Künstler (2012)

Rainald Grebe: (2005)

Gerhard Gundermann: (1997)

Gerhard Gundermann: (1993)

Gerhard Gundermann: Sieglinde (1993)

Friedrich Gundolf: Schließ Aug und Ohr (1931)

Guru Guru: (1973)

Herbert Grönemeyer: (1984)

Herbert Grönemeyer: Mensch (2002)

Herbert Grönemeyer: (1988)

Gustav: Alles renkt sich wieder ein (2008)

Gitte Hænning/Peter Ström: (1963)

Haftbefehl feat. Farid Bang: Chabos wissen, wer der Babo ist (2013)

Nina Hagen & Automobil: Du hast den Farbfilm vergessen (1974)

Toni Hämmerle: Das Humba-Täterä (1964)

Gottfried Benjamin Hancke: Auf, auf zum fröhlichen Jagen (1724)

Heino: Blau blüht der Enzian (1972)

Heino: Junge (2013)

Heinrich von Morungen: Owê, sol aber mir iemer mê (1200)

Hemshof-Friedel: (ca. 1950)

Wilhelm Hey: Weißt du, wieviel Sternlein stehen (1837)

De Höhner: Echte Fründe (1986)

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: (Morgen kommt) Der Weihnachtsmann (1835)

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Winter, ade (1835)

Horant: Wir wollen zu Land ausfahren (1911)

Mr. Hurley & Die Pulveraffen: Schrumpfkopf im Rumtopf (2015)

Bibi Johns/Kurt Feltz: Bella Bimba (1953)

Udo Jürgens/Michael Kunze: Ich war noch niemals in New York (1982)

Udo Jürgens/Thomas Hörbiger: Siebzehn Jahr, blondes Haar (1965)

Udo Jürgens/Siegfried Rabe: Tausend Jahre sind ein Tag (1979)

Udo Jürgens & Die Fußball-Nationalmannschaft/Friedhelm Lehmann: Wir sind schon auf dem Brenner (1989)

Udo Jürgens/Eckhard Hachfeld: Zeig mir den Platz an der Sonne (1971)

K.I.Z.: Biergarten Eden (2010)

K.I.Z. und Henning May: Hurra, die Welt geht unter (2015)

Kapitulation B.o.N.n.: Die Abrechnung (1996)

Carolin Kebekus: Dunk den Herrn (2013)

Maximilian Kerner: Iiech bin a Glubberer (1995)

Kettcar: Rettung (2012)

Klaus Renft Combo: Rockballade vom kleinen Otto (1974)

Knorkator: Eigentum (2007)

Knorkator: Kinderlied (2008)

Uta Köbernick: Scheitern (2011)

Kraftklub: Karl-Marx-Stadt (2012)

Kraftwerk: Das Model (1978)

Kraftwerk: Trans Europa Express (1977)

Theodor Kramer: Woher soll das Brot für heute kommen (1939)

Georg Kreisler: Vorletztes Lied (1972)

Peter Kraus und die Rockies/Hans Raster: Tutti Frutti (1956)

Der von Kürenberg: Falkenlied (1155)

Paul Kuhn/Wolfgang Neukirchner: Es gibt kein Bier auf Hawaii (1963)

Hein Rudolf Kunze: Balkonfrühstück (1981)

Heinz Rudof Kunze: Lisa (1984)

Heinz Rudolf Kunze: Dein ist mein ganzes Herz (1985)

Lassie Singers: Liebe wird oft überewertet (1996)

Zarah Leander/Bruno Balz: Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n (1942)

Victor Léon/Leo Stein: Lied vom dummen Reiter (1905)

Hermann Leopoldi/Robert Katscher: (1922)

Hermann Leopoldi: Schnucki, ach Schnucki (1949)

Volker Lechtenbrink: Ich mag (1981)

Volker Lechtenbrink: (1980)

PeterLicht: Räume räumen (2008)

PeterLicht: Unsere Zeit (2006)

Liederjan: Ein kleiner Frieden mitten im Krieg (2015)

Wilhelm Lindemann: Der Weinhachtsmann kommt (Eine Muh, eine Mäh) (1914)

Udo Lindenberg: Da war so viel los (1975)

Martin Luther: Christ lag in Todesbanden (1524)

Martin Luther: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort (1541); parodistische Variationen dieses Lieds

Martin Luther: Mit Fried und Freud ich fahr dahin (1524)

Martin Luther: Nun komm, der Heiden Heiland (1524)

Martin Luther: Wir glauben all an einen Gott (1524)

Fritz Löhner-Beda: Ausgerechnet Bananen (1923)

Fritz Löhner-Beda: Oh, Donna Clara (1930)

Fritz Löhner-Beda: Dein ist mein ganzes Herz (1929)

Hermann Löns: Auf der Lüneburger Heide (1911)

Lolita/Fini Busch: Seemann (deine Heimat ist das Meer) (1960)

John Henry Mackay/Richard Strauss: Morgen! (1894)

Die Mainzer Hofsänger/Walter Rothenburg: So ein Tag, so wunderschön wie heute (1951)

Leslie Mandoki: Wir sind wir (2009)

Leslie Mandoki: An jedem neuen Tag (2013)

Marteria fest. Peter Fox: Sekundenschlaf (2010)

Mani Matter: Hemmige (1970)

Albert Methfessel: Hinaus in die Ferne (1813)

Mina/Kurt Feltz: Heißer Sand und ein verlorenes Land (1962)

Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka und Hannes Wirth: Awarakadawara (2017)

Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka und Hannes Wirth: Rudschduam (2013)

Die Motoristen/King Køng: Wir fahren Manta Manta (1991)

Münker/Böhmer/Scharthauer: O, du schöner Westerwald (1932)

Martin Mundo: Heile, heile Gänsje (1929)

Wencke Myhre/Peter Zeeden: Er steht im Tor (1969)

Xavier Naidoo: Dieser Weg (2005)

Ernst Neger: Das Humba-Täterä (1964)

Ernst Neger: Heile, heile Gänsje (1952)

Günter Neumann: Der Insulaner verliert die Ruhe nicht (1948)

Günter Neumann: Lied vom Wirtschaftswunder (1958)

Nicole/Bernd Meinunger: Ein bißchen Frieden (1982)

Oktoberklub: Bierlied (1978)

Willi Ostermann: De Wienanz han ‘nen Has‘ em Pott (1908)

Philipp Poisel/Hannes Wader: Heute hier, morgen dort (2010)

Toni Polster & Die fabulösen Thekenschlampen: Toni, laß es polstern (1997)

Gerhard Polt: Wann I nimmer meng dad (1977)

Die Prinzen: Alles nur geklaut (1993)

Puhdys: Ikarus (1973)

Puhdys: (1974)

PUR: Abenteuerland (1995)

PUR: Lena (1991)

Freddy Quinn: Junge, komm bald wieder (1962)

Freddy Quinn: Wir (1966)

Stefan Raab feat. DJ Bundeskanzler: Ho mir ma ne Flasche Bier (Schluck, schluck, schluck) (2000)

De Räuber: Denn wenn et Trömmelche jeit (1993)

De Räuber: (1993)

Rammstein: Deutschland – Lied und Musikvideo (2019)

Rammstein: Ich tu dir weh (2009)

Bill Ramsey/Hans Bradtke: Zuckerpuppe (aus der Bauchtanztruppe) (1961)

Arthur Rebner: Salome (1920)

Achim Reichel: (1991)

Matthias Reim: Letzte Weihnacht (2011)

Rio Reiser: Der Krieg (1991)

Renft: Glaubensfragen (1975)

Hans Riedel/Hermann Löns: Aus grauer Städte Mauern (1910)

Ringswandl: Nix mitnehma (1989)

Rodgau Monotones: Die Hesse komme (1984)

Ulrich Roski: Des Pudels Kern (1974)

Peter Rubin/Kurt Feltz: Azzurro (1968)

Dietrich Rudorff: JU-Lied (2009)

Sandow: Born in the GDR (1990)

Schabulke und das Trio Ungefair: Babelsberch 14482 (2000)

Max Schmeling und Kurt Gerron: Das Herz eines Boxers (1930)

Max Schneckenburger: Die Wacht am Rhein (1840)

Schneewittchen: Fürchte dich nicht (2012)

Helge Schneider: Buttersong (1993)

Helge Schneider: Sommer, Sonne, Kaktus! (2013)

Willy Schneider: Kornblumenblau (1937)

Willy Schneider/Heinz Böninghausen: Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär (1951)

Eberhard Schoener/Esther Ofarim: Ich schau ins Licht (1981)

Rudi Schuricke: Capri-Fischer (1949)

Seiler und Speer: Ham kummst (2015)

Sido: Augen auf (2008)

Sido: Bilder im Kopf (2013)

Friedrich Silcher: Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus (1827)

Silly: Halloween in Ostberlin (1993)

Silly: Traumpaar (1993)

Jupp Schmitz: Am Aschermittwoch ist alles vorbei (1953)

Werner Schmidtbauer: Momentnsammler (2010)

Spider Murphy Gang: Sommer in der Stadt (1982)

Sportfreunde Stiller: (2004)

Sportfreunde Stiller: Wieder kein Hit (2013)

Bernd Stelter: Ich hab drei Haare auf der Brust (2001)

Stereo Total: Die Frau in der Musik (2012)

Kurt Eugen Strouhs: Die Fraa Rauscher aus de Klappergass (1929)

Daniel Sudermann: Es kommt ein Schiff geladen (1626)

Swiss und Die Anderen: Schwarz Rot Braun (2014)

Adel Tawil: Lieder (2013)

Olof Thunman/Robert Kothe/Walther Hensel: Im Frühtau zu Berge (1917)

Onkel Tom Angelripper: Lemmy macht mir Mut (2011)

Onkel Tom Angelripper: 1516 (2011)

Vico Torriani/Kurt Feltz: Azzurro (1968)

Gerhard Tersteegen: Ich bete an die Macht der Liebe (1750)

Tocotronic: Hoffnung (2020)

Tocotronic: Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein (1995)

Tocotronic: Tag der Toten (2005)

Tocotronic: Über Sex kann man nur auf Englisch singen (1995)

Kurt Tucholsky: Zieh dich aus, Petronella (1920)

Robert Steidl: Wir versaufen uns’rer Oma ihr klein’s Häuschen (1922)

Ton Steine Scherben: Mensch Meier (1972)

Torch: Wer bin ich? (2000)

Die Toten Hosen: Bayern (1999)

Die Toten Hosen: Opel-Gang (1983)

Die Toten Hosen: Willkommen in Deutschland (1993)

Thees Uhlmann: Weiße Knöchel (2013)

Hannes Wader: Heute hier, morgen dort (1972)

Claire Waldoff/Julian Arendt: Wegen Emil seine unanständ’ge Lust (1929)

Walther von der Vogelweide: Under der Linden (1197)

Wanda: Bologna (2014)

Konstantin Wecker: (1976)

Welle: Erdball: Starfighter FG-104G (2002)

Wir sind Helden: Nur ein Wort (2005)

Wise Guys: Relativ (2008)

Joachim Witt: Gloria (2012)

Oswald von Wolkenstein: Ain tunckle farb von occident (1417)