Niedlicher Hausdämon mit verdächtigem Säcklein: „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ (Des Knaben Wunderhorn, 1808)

Für den Karl aus München

Anonym

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum, dideldum,
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum.

Er rüttelt sich, er schüttelt sich,
Er wirft sein Säckchen hinter sich.
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum.

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann [...]

Er wirft sein Säcklein her und hin,
Was ist wohl in dem Säcklein drin?
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum.

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann [...]

Er bringt zur Nacht dem guten Kind
Die Äpfel, die im Säcklein sind.
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum.

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann [...]

Er wirft sein Säcklein hin und her,
Am Morgen ist es wieder leer.
Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann
In unserm Haus herum.

     [Text nach: www.deutschland-lese.de]

1. Der Bi-Ba-Butzemann für kleine Kinder

Das Lied vom Bi-Ba-Butzemann gehört zu den Gesängen in deutscher Sprache, die mich mit einiger Sicherheit weder traumatisiert noch inspiriert haben, obwohl es mir bestimmt schon in früher Kindheit begegnet ist und von einem Kinderschreck handelt. Denn ein solcher ist er ohne Zweifel, der Butzemann, ein Vetter von Pumuckl, der Kleinen Hexe und Shakespeares Hobgoblin Puck, Neffe vom Schwarzen Mann und Nachtkrapp bzw. auch – wenn man die Genealogie noch ein bisschen weiter in finstere Vorvergangenheiten verlängert – einer der zahlreichen Urenkel des Gehörnten persönlich. (Hartgesottene Fans von Kickers Offenbach sind übrigens fest davon überzeugt, dass die Fraa Rauscher aus de Klappergass[1] seine Tante wäre und sich im Säcklein durchaus Äpfel, allerdings in flüssiger Form befänden…)

Da wir das alles aber nicht wirklich wissen, lassen wir diese Verwandtschaftsfragen offen und stellen nur fest, dass sich der von Achim von Arnim, Clemens Brentano und den meisten ihrer Nachfolger peu à peu kanonisierte Liedtext redlich Mühe gibt, Butzemanns zwielichtige Versippung zu vertuschen. Da gibt es z.B. diese stotternde Anlautung (Linguisten würden hier von einer ,partiellen Reduplikation mit Scheinablaut‘ sprechen),[2] die alles Grausliche zuverlässig entschärft, indem sie es ins Infantile zieht (ich erinnere nur an Schni-Schna-Schnappi, das kleine Krokodil!), die fröhliche Interjektion „dideldum“[3] oder das mit Äpfeln für brave Kinder gefüllte Säcklein, das den Hausdämon als nebenberuflichen Weihnachtsmann erscheinen lässt.

Womöglich noch verbliebene Reste von Traumatisierungspotential werden der Erzählung vom Butzemann dann vom Kindergartenpersonal ausgetrieben, das die Mini-Ballade im Normalfall als Bewegungsspiel inszeniert, wobei es dessen Charakter wahlweise sportlich oder künstlerisch anlegt. Im ersten Fall organisiert man den Rollenwechsel zwischen ,Butzemann‘ und seinem vom Säcklein bezeichneten Nachfolger aus dem Kinderkreis als Fangspiel. Für ängstlichere Gemüter mit schlecht versichertem Mobiliar empfiehlt sich eine ausdruckstänzerische Performance, für die das folgende Video interessante Choreographie-Vorschläge anbietet:

2. Der Bi-Ba-Butzemann für größere Kinder

Dass man mit dem Bi-Ba-Butzemann auch noch größere Kinder spannend und lustig unterhalten kann, demonstriert der vielfach preisgekrönte Spezialist für Kinderlieder Rolf Zuckowski mit seiner Truppe. Dafür muss man nur das Gruselpotential der Geschichte durch Lichteffekte, Kostüme, Pantomimik und musikalisches Arrangement leicht verstärken und schon hat man einen witzigen Programmpunkt für eine Halloween-Feier in einer Internatsschule oder bei einer Skifreizeit …

3. Der Butzemann für Horror-Freaks

Auf dem bereits von Zuckowski eingeschlagenen Weg müsste man noch ein gutes Stück (sagen wir ungefähr 21,0975 Kilometer, was dann ein Halbmarathon wäre) weitermarschieren, um zu Heavy Metal-Versionen des Titels zu kommen, die dann netten Kindergärtnerinnen wirklich das Blut in den Adern gefrieren lassen können. (Ich behaupte das jetzt einfach mal so in völliger Unkenntnis vom tatsächlichen Musikgeschmack heutiger Kindergärtnerinnen.) Für ihre einschlägigen Auftritte pflegen sich die Musiker mit den passenden Masken – Freddy Krueger, Jigsaw, Ghostface etc. – auszustatten und im Liedtext das „Bi-Ba“ vor dem Butzemann wegzulassen. Das „Bi-Ba“ scheint jeden Horror- bzw. Metal-Effekt zuverlässig zu ruinieren. Ich verzichte hier auf Demonstrationsvideos und vertraue voll auf die Vorstellungskraft der geschätzten Leser. Uahhh! Wrooah! Rack![4] Gnizp![5]   

Exkurs: Der Bogeyman

Das angelsächsische Pendant zum Butzemann heißt ,Bogeyman‘ (auch unter Namen wie Boogieman, Boogie Monster oder Boogie Woogie umherspukend) und dient Erwachsenen vornehmlich dazu, unartigen Kindern ihr unartiges Verhalten auszutreiben. Außerdem berufen sich Golfer gerne auf ihn, wenn ihnen ein Schlag daneben geraten ist, so dass sie ein Loch über Par spielen. Optisch sind die Bogeymen – es gibt davon mehrere Untergruppen, harmlosere und schlimmere! – mit spitzen Zähnen und langen Krallen ausgestattet. Außerdem sind sie zumeist geschwänzt, wohingegen ihnen jegliches Säcklein abgeht. Die netteren Bogeyman schützen Unschuldige, die richtig schlimmen klauen sogar böse Kinder und verspeisen diese gegebenenfalls.

Leider arbeitet die neuere Kinder(lied)literatur mit beträchtlichem Erfolg daran, der Elternschaft die Drohkulisse des Bogeyman aus den Händen zu winden und sie damit eines ihrer wirksamsten erzieherischen Instrumente zu berauben. Ein Beispiel für diese subversiven Bemühungen ist das bereits auf die Vorkriegszeit zu datierende Lied von Henry Hall Here Comes The Boogeyman:

The B.B.C. Dance Orchestra (Leitung: Henry Hall, Gesang: Val Rosing)

Hush, Hush, Hush, Here Comes The Bogey Man

Children, have you ever met the bogey man before?
No, of course you haven't for you're much too good I'm sure
Don't you be afraid of him if he should visit you
He's a great big coward so I'll tell you what to do

Hush hush hush, here comes the bogey man
Don't let him come too close to you, he'll catch you if he can
Just pretend that you're a crocodile 
and you will find the bogey man will run away a mile

Say shoo shoo and stick him with a pin
Bogey man will very nearly jump out of his skin
Say buzz buzz just like the wasp that stings
Bogey man will think you are an elephant with wings

Hush hush hush, here comes the bogey man
Tell him you've got soldiers in your bed
For he will never guess that they are only made of lead

Say hush hush, he'll think that you're asleep
If you make a lovely snore, away he'll softly creep
Sing this tune, you children, one and all
Bogey man will run away, he'll think it's Henry Hall!

When the shadows of the evening creep across the sky
And your mummy comes upstairs to sing a lullaby
Tell her that the bogey man no longer frightens you
Uncle Henry's very kindly told you what to do

Hush hush hush, here comes the bogey man
Don't let him come too close to you, he'll catch you if he can
Just pretend your teddy bear's a dog 
And shout out „Fetch him teddy!" and he'll hop off like a frog

Say miaoow, he'll think that you're a cat
He'll think you may scratch him, that will make him fall down flat
Just pretend he isn't really there
You will find the bogey man will finish in thin air

Here's one way to catch him without fail
Just keep a little salt with you and pop it on his tail!

     [The B.B.C. Dance Orchestra: Teddy Bears' Picnic / Hush, Hush, Hush, Here Comes The Bogey Man. Columbia 1932.]

4. Der Bi-Ba-Butzemann für Erwachsene

Selbstverständlich zieht das Phänomen ,Bi-Ba-Butzmann‘ auch so manchen Erwachsenen in seinen Bann, wobei sein bereits abgehandeltes Schreckenspotential in diesem Abschnitt außen vor bleiben soll. Anzusprechen bleiben dessen ungeachtet immer noch drei komplexe Themenkreise bzw. Faszinationsfelder, die man eigentlich ausschweifend beackern müsste, aber im Rahmen dieses Blogs nur stiefmütterlich anreißen, ja im Grunde nur auflisten kann.

a) Die wissenschaftliche Erforschung des Gegenstands

Da gibt es zunächst das Vergnügen ernstzunehmender Wissenschaftler (Philologen, Musik- und Kulturwissenschaftlern, Dämonologen), die Genese, die Vertonungen und den Gehalt des Liedes zu erforschen und die Eingriffe diverser Bearbeiter bzw. Editoren zu rekonstruieren. Die wichtigsten Befunde einschlägiger Studien fasst Tobias Widmaiers Artikel im Historisch-kritischen Liederlexikon des Zentrums für Populäre Kultur und Musik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zusammen. Dort erfährt man u.a., dass die Herausgeber der romantischen Volksliedsammlung Des Knaben Wunderhorn (1805-1808) für den ,Butzemann‘ Aufzeichnungen Jacob Grimms benutzt haben, an denen sie für ihre Zwecke dann noch ein bisschen herumfeilten, um den traditionellen ,Zuchtreim‘-Charakter des Liedleins zu entschärfen. Ich finde in diesem Zusammenhang übrigens die Vorstellung recht reizvoll, wie die Gründungsväter der Germanistik in jungen Jahren noch vor dem Butzemann gezittert haben mochten, bevor er von Brentano und von Arnim gewissermaßen weichgespült worden ist…

b) Die Sexualisierung des Gegenstands

Die historische Zurichtung des Butzemanns auf ein vergnügliches Tanzliedchen für Kleinkinder konnte indes nicht verhindern, dass dem Text eine andere Art von Brisanz zugewachsen ist, wie der bajuwarische Musik-Kabarettist Fredl Fesl in seiner Säcklein-fokussierten Interpretation herausarbeitet. In einer längeren Vorrede zu seinem musikalischen Vortrag warnt der vielfach preisgekrönte Künstler, dem die Menschheit übrigens auch die Erfindung der ,Schunkelhilfe‘ zu verdanken hat, sein Publikum wiederholt und nachdrücklich vor dem „schweinischen“ Charakter des vorgeblichen Kinderliedes, dessen Herkunft aus Des Knaben Wunderhorn eigentlich schon Warnung genug sein sollte…

c) Stilgeschichtliche Variationen

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind mehrere Vertonungen des Kinderliedes nachweisbar (zuerst, so Widmaier im Liederlexion, durch Wilhelm Taubert, 1847). Die heute am meisten verbreitete Variante kann auf 1914 datiert werden. Sie stammt von einem anonymen Komponisten, der für seine Version teilweise auf ältere Tonfolgen zurückgreift. Als wahrer Ohrwurm und auch in unterschiedlichen Arrangements jederzeit wiedererkennbare Melodie bietet sie sich zur Parodie musikalischer Stile und prominenter Künstlerpersönlichkeiten an. Im Unterschied zu prinzipiell vergleichbaren Musikstücken mit hohem Erkennungswert (Mozarts Kleine Nachtmusik, Volks- und Weihnachtslieder) besitzt das Butzemann-Lied durch seinen üblichen Verwendungskontext allerdings ein spezielles Komik-Potential, das Bastian Pusch und Andreas Speckmann bei ihrem Auftritt in der Münchener Drehleier (2017) bei ihrer Heino und Michael Jackson-Parodie entfalten:

d) Das Subversionspotential des Kinderliedes: Viva Bi-Ba-Butzemann!

Wie gerade im Hinblick auf parodistische Verwendungsweisen belegt, wirkt es komisch, dieses inzwischen überhaupt nicht mehr furchteinflößende Kleinkinderschreck-Lied mit ,ernsthaften‘ oder ,erwachsenen‘ Kontexten in Verbindung zu bringen. Es ist eine Basisstrategie von Komik, Erwartungshaltungen zu durchbrechen, indem man Menschen auf überraschende Weise mit Inkongruenzen, Schieflagen oder Regelbrüchen konfrontiert. Der ,Einsatz‘ des Butzemann-Liedes in sogenannten seriösen Situationen besitzt darüber hinaus eine spezielle Affinität zur Komik des Albernen, die darin besteht, dass einzelne Akteure einer konkreten, gemeinhin als ,ernsthaft‘ eingestuften Situation, deren Ernsthaftigkeit nicht anerkennen, sondern infantile Verhaltensweisen (Kichern, Blödeln etc.) praktizieren, die dezidiert nicht aggressiv sind und deshalb von den Situationsmächtigen (Lehrern, Polizisten, Autoritätspersonen, die den ernsthaft-erwachsenen Charakter der Situation bewahren bzw. wiederherstellen wollen) kaum zu bekämpfen sind. Hinterlistiger Weise ist albernes Verhalten auch noch ansteckend und reizt selbst Menschen zum Mitlachen, die eigentlich gegen ,das Gealbere‘ einschreiten wollen. Und wer sich nicht anstecken lässt, sondern Geduld und Nerven verliert, wirkt im Handumdrehen selber ,albern‘.

Eine interessante Verwendung hat der Bi-Ba-Butzemann in diesem Zusammenhang im Kampf der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung gefunden, die ihn auf ihren Demonstrationen in einer lautlich leicht veränderten, aber dem Original erstaunlich ähnlich klingenden Fassung – „Viva Puigdemont“ – mit Bezug auf ihren prominentesten Separationspolitiker als Kampflied anstimmte.[6]

Hans-Peter Ecker, Bamberg

Literatur:

Einschlägige Wikipedia-Artikel von „Bi-Ba-Butzemann“ über „Puigdemont“ bis zu „Reduplikation (Sprache)“.

Einschlägige You-Tube-Videos.

Hans-Peter Ecker: Der Zwerg reinigt die Kittel. Das Alberne als ästhetische Kategorie. In: Literatur und Ästhetik. Texte von und für Heinz Gockel. Hrsg. von Julia Schöll. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2008, S. 67-74.

Historisch-kritisches Liederlexikon des Zentrums für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg.

Bernhard Hurch (ed.): Studies on Reduplication (= Empirical Approaches to Language Typology, 28). Berlin: Mouton de Gruyter, 2005.


[1] Dieses wunderbare Blog bietet dazu zufälligerweise einen passenden Artikel an: Lokalposse im Appelwoi-Milieu: „Die Fraa Rauscher aus de Klappergass“ […].

[2] Reduplikation ist ein in vielen Sprachen der Welt anzutreffendes linguistisches Phänomen, das viele Ausprägungen kennt und wichtige semantische Funktionen übernehmen kann. Zum Beispiel kommt das Indonesische mithilfe des Reduplikationsprinzips ohne spezielle Pluralformen aus. Andernorts werden durch Reduplikation bestimmte Vergangenheitsformen angezeigt. Im Hochdeutschen spielt Reduplikation eine vergleichsweise bescheidene Rolle und besitzt eine gewisse Affinität zur Kindersprache. Typisch für den Scheinablaut im Deutschen ist die Vokalfolge ,i‘ → ,a‘, die wir neben unserem ,Bi-Ba-Butzemann‘ auch in ,Ri-ra-rutsch‘, ,Flickflack‘, ,Mischmasch‘, ,Zickzack‘ usw. vorliegen haben.

[3] Kulturgeschichtlich einschlägig humoristisch etabliert, zum Beispiel im Mückentanz von Hoffmann von Fallersleben, mehrfach bei Wilhelm Busch oder als Titel einer frühen Comiczeitschrift für Kinder (1929-41). In der Frühform bei von Achim/Brentano übrigens noch schlicht „di dum“.

[4] Comicsprachlich: Kettengerassel.

[5] Comicsprachlich: Nervenzusammenbruch.

[6] Vgl. Artikel der SZ zum Katalonienkonflikt vom 13.4.2018 „Es tanzt ein Bi-Ba-Puigdemont“ (letzter Abruf am 11.1.2022).

Über deutschelieder
“Deutsche Lieder” ist eine Online-Anthologie von Liedtextinterpretationen. Liedtexte sind die heute wohl meistrezipierte Form von Lyrik, aber zugleich eine in der Literaturwissenschaft vergleichsweise wenig beachtete. Die Gründe für dieses Missverhältnis reichen von Vorurteilen gegenüber vermeintlich nicht interpretationsbedürftiger Popkultur über grundsätzliche Bedenken, einen Songtext isoliert von der Musik zu untersuchen, die Schwierigkeit, eine editorischen Ansprüchen genügende Textfassung zu erstellen, bis zur Problematik, dass, anders als bei Gedichten, bislang kaum ein Korpus von Texten gebildet worden ist, deren Interpretation interessant erscheint. Solchen Einwänden und Schwierigkeiten soll auf diesem Blog praktisch begegnet werden: indem erprobt wird, was Interpretationen von Songtexten leisten können, ob sie auch ohne Einbeziehung der Musik möglich sind oder wie eine solche Einbeziehung stattfinden kann, indem Textfassungen zur Verfügung gestellt werden und im Laufe des Projekts ein Textkorpus entsteht, wenn viele verschiedene Beiträgerinnen und Beiträger ihnen interessant erscheinende Texte vorstellen. Ziel dieses Blogs ist es nicht nur, auf Songtexte als möglichen Forschungsgegenstand aufmerksam zu machen und exemplarisch Zugangsweisen zu erproben, sondern auch das umfangreiche Wissen von Fans zugänglich zu machen, das bislang häufig gar nicht oder nur in Fanforenbeiträgen publiziert wird und damit für die Forschungscommunity ebenso wie für eine breite Öffentlichkeit kaum auffindbar ist. Entsprechend sind nicht nur (angehende) Literaturwissenschaftler/-innen, sondern auch Fans, Sammler/-innen und alle anderen Interessierten eingeladen, Beiträge einzusenden. Dabei muss es sich nicht um Interpretationen im engeren Sinne handeln, willkommen sind beispielsweise ebenso Beiträge zur Rezeptions- oder Entstehungsgeschichte eines Songs. Denn gerade die Verschiedenheit der Beiträge kann den Reiz einer solchen Anthologie ausmachen. Bei den Interpretationen kann es schon angesichts ihrer relativen Kürze nicht darum gehen, einen Text ‘erschöpfend’ auszuinterpretieren; jede vorgestellte Lesart stellt nur einen möglichen Zugang zu einem Text dar und kann zur Weiterentwicklung der skizzierten Überlegungen ebenso anregen wie zum Widerspruch oder zu Ergänzungen. Entsprechend soll dieses Blog nicht zuletzt ein Ort sein, an dem über Liedtexte diskutiert wird – deshalb freuen wir uns über Kommentare ebenso wie über neue Beiträge.

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