Friede auf Erden. Liederjan: „Ein kleiner Frieden mitten im Krieg“

Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg

Liederjan

Ein kleiner Frieden mitten im Krieg

Der Kaiser unterschrieb die Kriegserklärung,
für Tausende aber den Totenschein.
Er sagte: „Ehe die Blätter fallen,
werdet ihr wieder zu Hause sein“.
Doch der Krieg, der hatte sich fest gebissen,
kilometerweit in die Erde gegraben.
Granaten taten ihr dreckiges Werk,
und Soldaten froren und starben.
Doch am vierundzwanzigsten zwölften
sollte alles anders sein:
Eine sonderbare Stimmung
ergriff die verfeindeten Reih’n.

Die Waffen schwiegen im Niemandsland,
und es klang für alle gut:
Comrades, Camerades, Kameraden,
We not shoot, you not shoot!

Es wurden Weihnachtslieder gesungen,
ein bisschen war es wie zu Haus.
Ein paar Witze wurden rüber gerufen,
hier und da gab es fürs Singen Applaus.
Es wurden Kerzen aufgestellt
hüben wie drüben am Grabenrand.
Konnte man den anderen trauen,
war das alles viel zu riskant?
Schließlich wagte sich der erste Mann
aus dem schützenden Unterstand.
Dann kam einer von der anderen Seite
Und man reichte sich die Hand.

Die Waffen schwiegen […]

Nun dauerte es nicht mehr lange
und tausende verließen die Gräben.
Sie scherzten und lachten hin und her
und freuten sich am Leben.
Sie tauschten Tabak, Schokolade und Bier
und zeigten sich Fotos von Frau und Kind,
sie spielten Fußball und es war klar,
dass die Andren so anders nicht sind.
Doch schon bald war die gute Zeit vorbei,
wieder schoss man von beiden Seiten.
Doch es blieb eine Ahnung von Brüderlichkeit,
von friedlichen, besseren Zeiten.

Dann schweigen die Waffen im Niemandsland
und es klingt für alle gut:
Comrades, camarades, Kameraden!
We not shoot – you not shoot!

     [Liederjan: 40 Jahre - sowieso. 2015.]

Über den Frieden gibt es viele Songs, meistens verbunden mit dem Wunsch nach Frieden: Give peace a chance (John Lennon), Gebt uns endlich Frieden (Georg Danzer, Frieden), Wann ist Frieden, endlich Frieden (Reinhard Mey, Frieden). Zufrieden ist man schon mit einem kleinen Frieden (Rolf Zuckowski), einem einfachen (Gisela Steineckert) oder gar mit ein bisschen Frieden (Nicole). Einen kleinen Frieden besonderer Art, zu dem es tatsächlich mitten im Krieg 1914 kam, besingt Liederjan auf ihrer neuen CD.

Jörg Ermisch, vor 40 Jahren einer der Gründer der mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichneten Folkgruppe Liederjan hat – angeregt durch die Fernseh-Reihe 100 Jahre Erster Weltkrieg und durch das Buch des Journalisten Michael Jürgs Ein kleiner Frieden im Großen Krieg – den Text von Ein kleiner Frieden mitten im Krieg geschrieben. Darin hat er in komprimierter Form die Ereignisse an einigen Abschnitten der Westfront zusammengefasst, die als „Weihnachtsfrieden 1914“ in die Geschichte eingegangen sind. Die weihnachtlich anmutende Melodie – passend zum Text – hat die seit 2004 bei Liederjan hauptberuflich tätige Musikerin Hanne Balzer komponiert, früher mit der Tuba bei Lauter Blech (Bremen) und nun nebenberuflich bei Tuten und Blasen (Hamburg). Der Dritte im Bund ist der 2009 hinzugekommene Michael Lempelius, der wie Ermisch und Balzer eine Vielzahl von Instrumenten spielt, hier die Tin Whistle und die Mandola.

In den ersten Jahren interpretierte Liederjan bekannte Volkslieder und auch fast verschollene Lieder aus fünf Jahrhunderten, die die Gruppe im Deutschen Volksliederarchiv Freiburg fand (seit 1994 umbenannt in Zentrum für populäre Kultur und Musik). In den vergangenen Jahrzehnten kamen immer mehr eigene Texte und Kompositionen hinzu. Ihre neue CD (von bisher insgesamt 24) 40 Jahre – Sowieso mit der Nr. 4 Ein kleiner Frieden mitten im Krieg enthält fast nur eigene Lieder.

„Der Kaiser“ (Wilhelm II.) „unterschrieb die Kriegserklärung“ gegen Frankreich(am 3. August 1914) und, wie der Liedtext fortführt, damit „für Tausende de[n] Totenschein“. Tausende steht hier für die kaum fassbare Zahl von 300.000 toten deutschen Soldaten in den ersten fünf Monaten an der Westfront (zum Vergleich: so viel wie alle Einwohner von Münster oder Karlsruhe).

Einen Tag später waren deutsche Truppen völkerrechtswidrig in das neutrale Belgien einmarschiert, um wie 1871 schnell auf Paris „durchzustoßen“. Doch der erbitterte Widerstand der Belgier und Franzosen, zu denen noch seit dem Kriegseintritt Großbritanniens Mitte August die British Expeditionary Force stieß, brachten den von deutscher Seite als Bewegungskrieg geplanten Vormarsch bald zum Stehen. Nach den Schlachten an der Marne und Aisne kam es zum Stellungskrieg mit Schützengräben von der Nordseeküste bis an die Voralpen. Trotz heftiger Kämpfe gab es kaum einen Raumgewinn einer Seite – „Der Krieg, der hatte sich festgebissen.“

Spätestens Mitte Dezember wurde es den deutschen Soldaten klar, was sie von dem Versprechen Kaiser Wilhelms II. „Zu Weihnachten werdet ihr wieder zu Hause sein“ zu halten hatten – im Lied poetisch umschrieben: „Ehe die Blätter fallen, werdet ihr wieder zu Hause sein.“ Bis dahin waren an der Westfront auf beiden Seiten bereits fast 800.000 Soldaten getötet worden, bedingt durch die Industrialisierung des Krieges: den Einsatz von Artilleriesalven und Schrapnellgranaten, Tanks, Maschinengewehren, Flammenwerfern und Spitterhandgranaten – „Die Granaten taten ihr dreckiges Werk.“

Seit Anfang Dezember kam es an ganzen Abschnitten der Front an manchen Tagen zu stundenlangen Regenfällen. Die durch Granaten entstandenen trichterartigen Löcher wurden ebenso schlammig wie die Schützengräben. So ließ bereits vor Weihnachten die Kampfintensität nach; die Soldaten auf beiden Seiten hatten zeitweise genug damit zu tun, das Wasser aus den Schützengräben zu schöpfen, sich zu entlausen und die Ratten zu bekämpfen. Als sich die Weihnachtstage näherten, flauten die wochenlang erbittert geführten Kämpfe als Folge der Regenfälle und der damit verbundenen Schlammmassen weiter ab. Beide Seiten besserten ihre auf Rufweite liegenden Schützengräben aus und an einigen Abschnitten der Front, hauptsächlich – so die britischen Quellen – auf rund 2/3 der von den Britischen Expeditionary Force gehaltenen 30 Meilen der Westfront (The Guardian, 24.12 01, „When Peace brokes out“ nach Tagebuchaufzeichnungen und Feldpostbriefen) kam es zu kurzen Feuerpausen. Und das, obwohl von den kriegsführenden Mächten der Appell von Papst Benedikt XV. Allerheiligen 1914, an Weihnachten die Waffen schweigen zu lassen, ignoriert wurde und von den Heeresleitungen sogar für etwaige Fraternisierungen Strafen angedroht wurden. Dass es trotzdem an einigen Stellen der Front zum „kleinen Weihnachtsfrieden“ kam, ging nicht von den Offizieren, sondern von sogenannten einfachen Soldaten aus.

Doch am vierungzwanzigsten zwölften
sollte alles anders sein:
Eine sonderbare Stimmung
ergriff die verfeindeten Reih’n.

Am 24.12. kam hinzu, dass beide Seiten kampfesmüde waren und die deutschen Soldaten lieber die Kerzen an den von der Generalität an die Front geschafften kleinen Weihnachtsbäume ansteckten und die britischen Soldaten ihren aus der Heimat gelieferten geliebten Plumpudding aßen. Und wie es im Lied weiter heißt: „Es wurden Weihnachtslieder gesungen, / ein bisschen war es wie zu Haus/ […] hier und da gab es fürs Singen Applaus“. Tatsächlich wird in Tagebüchern berichtet, dass als deutsche Soldaten Stille Nacht sangen, es von britischer Seite Beifallsrufe gab und als Antwort das alte britische Weihnachtslied O Come, Ye All Faithful gesungen wurde. Da viele Deutsche die Melodie aus den Weihnachtsgottesdiensten kannten, fielen sie ein: Herbei nun, ihr Gäub‘gen, wobei einige Katholiken auch den lateinischen Text Adeste fideles sangen. Hierzu passend hat Balzer die ersten Takte von Adeste fideles als Zwischenspiel zur Verbindung der einzelnen Strophen verwendet.

Danach wurden auf deutscher Seite einige Weihnachtsbäume auf die Brustwehr und auch – so zutreffend das Lied – „Kerzen aufgestellt / hüben wie drüben am Grabenrand“. In holprigem Englisch wurden Schilder gezeigt, auf denen zu lesen stand: „We not shoot, you not shoot“. Nach anderen Quellen wurde es gerufen (vgl. „und es klang gut: Comrades, Camerades, Kameraden“), worauf, von welcher Seite zuerst auch immer, Soldaten zunächst zögernd – „Konnte man den anderen trauen, / war das alles viel zu riskant?“ – aus ihren Schützengräben kamen, dann aufeinander zugingen und sich „Merry Christmas“ und „Frohe Weihnachten“ wünschten. „Sie scherzten und lachten hin und her / und freuten sich am Leben.“ Sie „zeigten sich Fotos von Frau und Kind,“ es wurden Fotos gemacht und es kam zu einem kleinen Tauschhandel: „Sie tauschten Tabak, Schokolade und Bier.“

Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg_1Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg_2

Deutsche und britische Soldaten fraternisieren im Niemandsland, Weihnachten 1914

Es sind dann auch Offiziere dazu gekommen, die für die Feiertage einen Waffenstillstand vereinbarten, um die im Niemandsland liegenden Toten zu beerdigen.

Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg_3Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg_4

Bergen der Toten am 1.Weihnachtstag 1914; Britische und deutsche Offiziere im Niemandsland beobachten das Bergen der Toten.

Während am größten Teil der Front weiter geschossen wurde, kam es an einigen Frontabschnitten zum Bergen und Begraben der Toten und zu einem gemeinsamen Totengedenken – nach englischen Quellen, auf die sich Jürgs bezieht, mit der Ansprache eines schottischen Kaplans und dem Rezitieren des 23. Psalms von einem deutschen Studenten: „Der Herr ist mein Hirte, mir soll nichts mangeln […] Du bereitest vor mir einen Tisch im angesichts meiner Feinde […] und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.“ Nach anderen Quellen hielt ein sächsischer Kaplan die Predigt und ein Engländer sprach den Psalm „The Lord is my shepherd“. Diese belegten Totenfeiern sind örtlich nicht zuzuordnen; es dürften beide Versionen zutreffen, da es an verschiedenen Frontabschnitten zu gemeinsamen Totenfeiern kam, z.B. bei Diksmuide (nördlich von Ypern) und laut Jürgs „das wohl größte Joint Burial […] bei Fleurbaix“ (südöstlich von Armentières).

An verschiedenen Frontabschnitten ist es sogar, wie britische und deutsche Soldaten in Briefen berichten, zu Fußballspielen gekommen, z.B. bei Wulvergem und Frelinghien (Nähe Armentières). Mal wurde mit, mal ohne Schiedsrichter gespielt; häufig war es ein Gekicke, selten mit einem Lederball, in den meisten Fällen mit improvisierten Bällen, z.B. mit Dosen oder mit Draht umwickelten Strohkugeln oder kleinen Sandsäcken. Die Tore wurden durch Mützen und Pickelhauben dargestellt. In einigen Berichten siegten die Briten, in den anderen die Deutschen. Ein Engländer schrieb nach Hause, „the Fritzens beat the Tommies“, aber er sei nicht sicher, ob es daran gelegen habe, dass ein Deutscher den Schiedsrichter gemacht habe.

Jedoch kam es nicht darauf an zu gewinnen: „[S]ie spielten Fußball und es war klar, / dass die Andren so anders nicht sind.“

Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg_5

Freitag, 25. Dezember 1914

Längst nicht überall wurde der ausgehandelte kurze Waffenstillstand eingehalten. The Guardian berichtet von einem britischen Soldaten der ins Niemandsland ging, um deutschen Soldaten Zigaretten anzubieten, da wurde er von einem deutschen Scharfschützen erschossen. Ein deutscher Offizier entschuldigte sich darauf bei den Briten.

Während belgische Soldaten mit derartigen temporären Verbrüderungen äußerst zurückhaltend waren, kam es vereinzelt auch an der deutsch-französischen Front zum Austausch von Geschenken und zu gemeinsamem Trinken von Wein und Bier. Die Teilnehmer des Weihnachtsfriedens wurden nicht disziplinarisch bestraft, jedoch wurden einige Gruppen versetzt oder von der Front vorübergehend abgezogen. Auf alliierter Seite wurde ein Befehl erlassen, nachdem für die nächsten Weihnachtstage jede Fraternisierung mit den Deutschen als Verrat bezeichnet und vor das Kriegsgericht kommen würde. Auf deutscher Seite lautete der Befehl: „Das Fraternisieren und überhaupt jede Annäherung an den Feind im Schützengraben ist verboten!“ Zugleich wurde mit dem Kriegsgericht gedroht.

Doch schon bald war die gute Zeit vorbei,
wieder schoss man von beiden Seiten.
Doch es blieb eine Ahnung von Brüderlichkeit,
von friedlichen, besseren Zeiten.

Und der Krieg nahm neue Formen an: Noch Weihnachten 1914 kam es erstmalig zu einem gleichzeitigen Angriff mit Schiffen und Flugzeugen; zerstört werden sollten die Zeppelinhallen in Cuxhaven, um so einem drohenden Luftangriff des Deutschen Kaiserreichs auf das Vereinigte Königreich zuvorzukommen. Ende April 1915 setzten die Deutschen erstmalig Giftgas ein; Gasangriffe der Alliierten folgten. Wer zuerst völkerrechtswidrige DumDum-Geschosse (Patronen mit abgefeilter Spitze) einsetzte, ist nicht eindeutig geklärt worden.

Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg_6Liederjan_Ein kleiner Frieden mitten im Krieg_7

Giftgaslager in einem belgischen Wald; Frontsektor nach einem Giftgasangriff

Noch im Dezember 1914 und Anfang Januar 1915 wurde in britischen überregionalen und lokalen Zeitungen auf der ersten Seite, häufig mit einem Foto, ausführlich über den Weihnachtsfrieden berichtet, u.a. mit der Schlagzeile „Ein Triumph der Menschlichkeit“. Nur wenige deutsche Zeitungen nahmen die Geschehnisse auf: Es gab nur kurze Meldungen, häufig auf den hinteren Seiten. Während in den britischen Kriegsberichten der diversen Einheiten längere Beschreibungen der Ereignisse zu finden sind, tauchen Informationen darüber in deutschen Berichten nur spärlich oder überhaupt nicht auf.

Waffenstillstände und kurzfristige Feuerpausen ohne Fraternisierungen gab es Weihnachten 1914 an mehreren Abschnitten der Westfront. Im Flanders Field Museum in Ypern sind auf einer Karte zehn „Weihnachtsfrieden“ verzeichnet. Von der Nordseeküste (Nieuwpoort) bis zu den Ausläufern der Alpen (La Bassée) auf rund 110 km (insgesamt betrug die Frontlinie der Westfront rund 700 km), schwiegen abschnittsweise (insgesamt auf rund 50 km) die Waffen, von Diksmuide (rund 20 km vom Ärmelkanal) bis Ploegsteert (nördlich von Armentières), vom 24. bis 26. Dezember 1914, an wenigen Stellen bis Anfang Januar 1915. An den meisten Frontabschnitten gingen, ungeachtet des Weihnachtsfestes, die Kämpfe weiter.

Unklar ist, wie viele Soldaten an den Weihnachtsfrieden teilgenommen haben. Die vorwiegend von britischer Seite geschätzte Zahl von rund 100.000 dürfte weit übertrieben sein, denn dann hätten an den 10 belegten Frontabschnitten durchschnittlich 10.000 Soldaten teilnehmen müssen, was unwahrscheinlich ist. Sicherlich waren es einige Tausend bis Zehntausend, die den „kleinen Frieden“ erleben durften.

Bis zum Ende des Krieges gab es an allen Fronten über 10 Millionen tote Soldaten, davon mehr als 1,7 Mio Deutsche, 1,4 Mio Franzosen, 800. Tsd. Briten, 23 Mio Verwundete, 7 Mio Vermisste und rund 8 Mio tote Zivilisten (vgl. N24: Der Erste Weltkrieg, Sendung vom 5.12.2015). Angesichts dieser Opferzahlen erscheint „Ein kleiner Frieden mitten im Krieg“ Weihnachten 1914 wie ein Märchen. Als ‚eine sonderbare Stimmung die verfeindeten Reih’n ergriff und die Waffen im Niemandsland schwiegen‘.

Sir Arthur Conan Doyle (Schöpfer der Romanfigur Sherlock Holmes) nannte den Weihnachtsfrieden in einem 1915 veröffentlichten Buch „eine menschliche Episode inmitten all der Grausamkeiten des Kriege“, „einen Akt der Menschlichkeit in einem unmenschlichen Krieg“.

Georg Nagel, Hamburg

Quellen und weitere Medien:

Spielfilm Oh, what a lovely War. Produktion: Großbritannien (nach dem gleichnamigen Musical 1964), 1969 Regie: Richard Attenborough, Auszug (5 Min.).

BBC Dokumentation Peace in No Man’s Land, 1981, mit dem Begleitbuch des englischen Historikers Malcolm Brown We not shoot you not shoot nach der als Standarddarstellung angesehenen Studie Christmas Truce von Malcolm Brown und Shirley Seaton.

The Heritage oft the Great War, First World War 1914 -1918; Blog von Bob Ruggenberg seit 1994, letzte Eintragung 14. 11. 2015.

The Guardian Online, 24.12.2001, When Peace broke out.

Michael Jürgs, Der kleine Frieden im großen Krieg, Westfront 1914. Als Deutsche, Briten und Franzosen gemeinsam Weihnachten feierten. Bertelsmann, 2003, Merry Christmas: Der kleine Frieden mitten im Krieg, Goldmann, 2005.

Spielfilm Merry Christmas, 2005, frz., engl., dt., belg., rumän. Co-Produktion, Regie: Cristian Carion (nach seinem gleichnamigen Buch).

NDR Kultur, Interview mit Michael Jürgs vom 22.12.2014.

Deutsche Welle online, Bericht vom 24.12.2014, Birgit Görtz, Der Weihnachtsfrieden von 1914 ahlreiche Artikel online, speziell zu Weihnachten 2014, z. B. Spiegel, Stern, FAZ, Süddeutsche, Rheinzeitung.

Youtube: diverse Videos, Ausschnitte aus den Filmen, nachgestellte Videos, einzelne mit Originalfotos.

Advertisements

Über deutschelieder
“Deutsche Lieder” ist eine Online-Anthologie von Liedtextinterpretationen. Liedtexte sind die heute wohl meistrezipierte Form von Lyrik, aber zugleich eine in der Literaturwissenschaft vergleichsweise wenig beachtete. Die Gründe für dieses Missverhältnis reichen von Vorurteilen gegenüber vermeintlich nicht interpretationsbedürftiger Popkultur über grundsätzliche Bedenken, einen Songtext isoliert von der Musik zu untersuchen, die Schwierigkeit, eine editorischen Ansprüchen genügende Textfassung zu erstellen, bis zur Problematik, dass, anders als bei Gedichten, bislang kaum ein Korpus von Texten gebildet worden ist, deren Interpretation interessant erscheint. Solchen Einwänden und Schwierigkeiten soll auf diesem Blog praktisch begegnet werden: indem erprobt wird, was Interpretationen von Songtexten leisten können, ob sie auch ohne Einbeziehung der Musik möglich sind oder wie eine solche Einbeziehung stattfinden kann, indem Textfassungen zur Verfügung gestellt werden und im Laufe des Projekts ein Textkorpus entsteht, wenn viele verschiedene Beiträgerinnen und Beiträger ihnen interessant erscheinende Texte vorstellen. Ziel dieses Blogs ist es nicht nur, auf Songtexte als möglichen Forschungsgegenstand aufmerksam zu machen und exemplarisch Zugangsweisen zu erproben, sondern auch das umfangreiche Wissen von Fans zugänglich zu machen, das bislang häufig gar nicht oder nur in Fanforenbeiträgen publiziert wird und damit für die Forschungscommunity ebenso wie für eine breite Öffentlichkeit kaum auffindbar ist. Entsprechend sind nicht nur (angehende) Literaturwissenschaftler, sondern auch Fans, Sammler und alle anderen Interessierten eingeladen, Beiträge einzusenden. Dabei muss es sich nicht um Interpretationen im engeren Sinne handeln, willkommen sind beispielsweise ebenso Beiträge zur Rezeptions- oder Entstehungsgeschichte eines Songs. Denn gerade die Verschiedenheit der Beiträge kann den Reiz einer solchen Anthologie ausmachen. Bei den Interpretationen kann es schon angesichts ihrer relativen Kürze nicht darum gehen, einen Text ‘erschöpfend’ auszuinterpretieren; jede vorgestellte Lesart stellt nur einen möglichen Zugang zu einem Text dar und kann zur Weiterentwicklung der skizzierten Überlegungen ebenso anregen wie zum Widerspruch oder zu Ergänzungen. Entsprechend soll dieses Blog nicht zuletzt ein Ort sein, an dem über Liedtexte diskutiert wird – deshalb freuen wir uns über Kommentare ebenso wie über neue Beiträge. Jeden Montag wird ein neuer Text veröffentlicht.

2 Responses to Friede auf Erden. Liederjan: „Ein kleiner Frieden mitten im Krieg“

  1. Pingback: Wer keine Krone mehr hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Zu „Wem hamse de Krone jeklaut?“ | Deutsche Lieder. Bamberger Anthologie

  2. Pingback: Ein Klassiker des Antikriegslieds. Zu Hannes Waders „Es ist an der Zeit“ | Deutsche Lieder. Bamberger Anthologie

Hinterlasse einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: