Hört der Spaß da auf? Zum Deutschlandbild in „Schwarz Rot Braun“ von Swiss und Die Andern (2014).

Swiss und Die Andern

Schwarz Rot Braun

(Rausgeh'n, Dranmontier'n)

Ich wohn' in Schwarz-rot-gold mit etwas braun.
Wir lieben unsren Dackeln einmal mehr als unsre Frau.
Wir kaufen deutsche Autos, denn nur den' kann man vertrau'n.
Was wollt'n ihr? 
Was wollt ihr hier?
 
(1,2,3,4)
 
Der Mazda vom Nachbarn steht in meiner Einfahrt
2 cm, wo komm' wir da hin?
Ich nehm' das auf auf Kamera,
weiß dieser Kommunist denn noch nicht wer ich bin?
Ich lege eine Akte an, 
marschier vor Gericht, wo ich ihn verklagen werde!
Keiner verarscht mich, meine Frau, mein' Dackel
und erst recht nicht meine Gartenzwerge!
Ich bin tolerant:
Meine Tochter darf mit Türken zur Schule gehen,
Multikulti, naja, doch ich hab ihr gesagt:
Ich will keinen Molukken in meiner Bude sehen!
Unser Dackel gewinnt Wettbewerbe, 
das Siegergeld werden meine Kinder irgendwann mal erben.
Man darf nicht alles viel zu ernst nehmen, 
zu Fasching kommen wir mit Hitlerbärten!

Ich wohn' in Schwarz-rot-gold mit etwas braun.
Wir lieben unsren Dackeln einmal mehr als unsre Frau.
Wir kaufen deutsche Autos, denn nur den' kann man trau'n.
Was wollt'n ihr? 
Was wollt ihr hier?

Wir zählen unser Geld,
und wir geben dir kein' aus.
Wir sparen unsre Knete lieber
für ein deutsches Haus.
Dann zieh'n wir in den Krieg
und zwar gleich am Gartenzaun.
Was wollt'n ihr? 
Was wollt ihr hier?

Freitagabend,
ich und meine Frau,
wir geh'n nochmal raus,
geben unsren Kindern 'nen Kuss (Jawoll!),
runterkomm'n vom Bürostress,
Freunde treffen im Swingerclub (Ficken!),
deutsche Bänker,
häufig Rentner.
Im Hintergrund läuft der Wendler, 
Andrea Berg, Helene Fischer, 
auf diese Frauen masturbieren deutsche Männer.
Geld ausgeben für 'nen neuen Camper,
Urlaub an der Ostsee,
man gönnt sich was.
Was Mallorca?
Was Ibiza?
Echte Deutsche triffst du auf'm Campingplatz.
Bei Freundschaft hört das Geld auf,
ich verleih nichts!
Schuldest mir noch 1,30€!
Freund aller Schwarzen,
Kein Pseudo,
ich gebe der Klofrau 'nen Euro.

Ich wohn' in Schwarz-rot-gold mit etwas braun [...]
Wir zählen unser Geld [...]
Ich wohn in schwarz-rot-gold mit etwas braun [...]

Wir zählen unser Geld [...]

     [Swiss und Die Anderen: Schwarz rot braun.  Missglückte Welt 2014.]

Im Rahmen der Aktion „Für ein weltoffenes Dresden“, die sich gegen die „Pegida“-Demonstrationen richtete, leuchtete einem von einem großen Monitor des Dresdner Staatsschauspiels folgende Statistik entgegen:

Sachsen hat mehr als 4 Millionen Einwohner

– davon Christen: 1 Million
– davon Muslime: 16.000 (0,4%)
– davon Salafisten: 100 (0,002%)

Straftaten von Rechtsextremisten in Sachsen: 1.635
Straftaten von Linksextremisten in Sachsen: 582
Straftaten mit ausländerextremistischem Hintergrund in Sachsen: 3

(Kommunale Statistikstelle der Stadt Dresden, Statistisches Landesamt, Statistisches Bundesamt, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge, Polizeiliche Kriminalstatistik Sachsen 2013, Verfassungsschutzbericht Freistaat Sachsen 2013)

Dass es dieses Hinweises überhaupt bedurfte, regt zum Nachdenken an. Obwohl sich an den „Pegida“-Kundgebungen, bei denen besonders ein schärferes Asylrecht gefordert wird, auch bekannte Neo-Nazis beteiligten, gab es dennoch auch viele Zuhörer und Mitläufer, die aus einer „ordentlichen“ Mittelschicht kamen. Diese Thematik, bei Spiegel Online zutreffend als „Brave-Bürger-Fremdenhass“ bezeichnet, wird von der Hamburger Band Swiss und Die Andern aufgegriffen.

Der Liedtext operiert auf zwei Ebenen: Einerseits wird das deutsche Spießertum auf die Schippe genommen, andererseits die braunen Tendenzen in einem kleinbürgerlichen Milieu. Obwohl die engstirnige Kleinbürgermentalität die Xenophobie fördert, sind die beiden Komplexe dennoch nicht deckungsgleich. Das adrette Kleingärtnerdasein wird als stereotyp deutsch dargestellt. Ausländerfeindlichkeit und Pseudo-Toleranz hingegen hat nicht nur gesellschaftsschichten-übergreifende, sondern momentan auch internationale Konnotationen. Während Humor das richtige Mittel scheint, deutsche Pünktlichkeit und kleinkarierten Geiz zu karikieren, scheint es im Lichte ausländerfeindlicher Demonstrationen und europaweiter rechter Tendenzen zunächst problematisch, diesem ernsten Thema mit Humor zu begegnen. Der Humor dient bei Swiss und Die Anderen allerdings nicht der Verharmlosung der Thematik, sondern ermöglicht es ihnen, klar aufzuzeigen, wie absurd die Standpunkte des Kleinbürgers in Sachen Ordnung, besonders auch in Bezug auf Ausländer, sind.

Wenden wir uns zunächst der ersten Ebene zu: Von der deutschen Korrektheit („Der Mazda vom Nachbarn steht in meiner Einfahrt, / 2 cm, wo komm‘ wir da hin?“) über die Versessenheit auf „deutsche Qualitätsarbeit“ (Auto, Haus) bis hin zum Geiz („Wir zählen unser Geld, / und wir geben dir kein‘ aus. / Wir sparen unsre Knete lieber“) gelingt Swiss ein Rundumschlag gegen die Gartenstrebermentalität. Auch des deutschen liebstes Urlaubsziel, Mallorca, ist nicht gut genug, weil nicht deutsch genug. An diesem Beispiel zeigt sich bereits, dass das deutsche Kleinbürgerdasein an manchen Stellen direkt mit der Ausländerfeindlichkeit (in diesem Fall gegen ausländische Urlaubsziele gerichtet) zusammenfällt. Das Beenden einer Freundschaft wegen einer Nichtigkeit (1,30€) erinnert stark an Loriots Kosakenzipfel, in dem eine ebenfalls auf dem Campingplatz begonnene Freundschaft auf Grund eines Mokka-Trüffel-Parfaits mit einem Zitronencreme-Bällchen ein abruptes Ende findet. Auch wenn diese Konnotation dem Punk-Rapper Swiss vielleicht nicht unbedingt vorschwebte, ist sie für den humoristischen Charakter des Liedes dennoch passend. Bei Swiss werden die scherzhaften Tendenzen ad absurdum geführt, indem der Campingplatz als urdeutsch dargestellt wird. Dass die Sprechinstanz dort auch viele Ausländer antreffen wird (vgl. statistica.com) unterstreicht die humoristische Widersprüchlichkeit zwischen dem, was der Spießer von sich selber und anderen denkt, und der Realität.

Dass das Spießertum nur eine Maske darstellt, ist wenig überraschend. Der Besuch im Swingerclub wird genauso wie das heimliche Masturbieren thematisiert. Hinter dem spießerhaften Äußeren steckt eben das genaue Gegenteil eines korrekt-adretten Bürgers. Dieses Spielen mit dem braven Äußeren und dem verdorbenen Inneren ist ein beliebtes Motiv in Film, Musik und Literatur und wird von Swiss auf die Spitze getrieben, etwa durch den obszönen Zwischenruf „Ficken!“. Unfähig in seiner eigenen, spießigen Welt Befriedigung zu finden, benötigt die Sprechinstanz den Ersatz des Swingerclubs. Sogar das Masturbieren wird sogleich zu einer Illustration des Deutsch-Seins und auch der Spießigkeit: Die Inspiration liefern Andrea Berg und Helene Fischer. Problematisch ist dies vor allem, weil Swiss damit selber ein Klischee bedient: Schlagerhörer sind Spießer. Dennoch erfüllen die Zeilen ihren Zweck: Der Spießer denkt, dass er, als guter deutscher Mann gute deutsche Frauen benutzt, um seine Phantasie zu beflügeln. Wieder schießt er damit ein Eigentor, denn Fischer wurde in Russland geboren. Der Spießer weiß auf Grund seiner Ignoranz nicht einmal, dass er sich somit lächerlich macht. Die abschätzige Verwendung von Frauen als reines Pin-Up-Motiv findet auch in der Zeile „Wir lieben unsren Dackel einmal mehr als unsre Frau“ ihren Ausdruck und bildet somit in den Augen von Swiss genauso wie die übertriebene Zuneigung zu einem deutschen Hund einen Teil der germanischen Engstirnigkeit.

In diesem sexuellen Kontext eröffnet sich auch eine Doppelbödigkeit, die auf eine subtilere Art und Weise mit dem Gegensatz von Sein und Schein spielt. Die Liebe gegenüber dem Dackel kann auch auf einer körperlichen Ebene verstanden werden. Somit wäre der adrette Kleingärtner das, was er selber vermutlich als Perversling bezeichnen würde. Ähnlich verhält es sich mit den Zeilen „Im Hintergrund läuft der Wendler, / Andrea Berg, Helene Fischer, / auf diese Frauen masturbieren deutsche Männer!“. Die Rolle von Michael Wendler wird hierbei offen gelassen. Dient seine im Hintergrund des Swingerclubs zu hörende Musik lediglich dem Wohlfühlen der deutschen Stammklientel oder hat er bereits eine stimulierende Wirkung auf die Swingerclubbesucher? Die Reihe Wendler, Berg, Fischer spielt mit der Möglichkeit, dass die Sprechinstanz homosexuelle Tendenzen pflegt – auch dies ein Widerspruch zum Bild des weißen, heterosexuelle, Mittelschichtsmanns.

Ähnlich verhält es sich mit den Ansichten über Ausländer, wobei wir bei der zweiten Ebene des Songtextes angelangt wären. Selbstgefällig versichert die Sprechinstanz (vermutlich auch sich selber), dass sie gar nichts gegen Ausländer habe: „ich bin tolerant“, „kein Pseudo!“, die Tochter darf sogar mit Türken auf die Schule gehen und die schwarze Klofrau bekommt immerhin einen Euro Trinkgeld. Bringt aber die Tochter einen Ausländer („Molukken“) nach Hause, ist die Grenze klar überschritten. Die Sprechinstanz gaukelt sich selber vor, an sich nichts gegen Ausländer zu haben. Nur sollten sie eben nicht zu nahe bei ihm sein. Genau auf diese Weise wird oft auch gegen Asylbewerberheime argumentiert. An sich hat man nichts gegen Asylanten, so lange sie nicht zu einem in die Stadt kommen. An sich ist man kulturell aufgeschlossen. Nur andere Kulturen in Deutschland, das dann doch nicht. An sich hat man Mitleid mit Opfern von Krieg und Gewalt. Nur sollen diese doch bitte schön auf der Mattscheibe bleiben und nicht in die eigene Umgebung kommen. Um dies dann zu rationalisieren werden absurde Vorwände angeführt (wie in dieser Reportage: die Asylbewerber hätten nicht genug Geld, um in einem bestimmten Stadtviertel einzukaufen). Solche Argumentationen sind so abwegig, dass sie (genau wie im Liedtext dargestellt) ungewollt komisch sind.

Auf diese Thematik spielt auch der Refrain („Was wollt’n ihr? Was wollt ihr hier?“) an. Die Frage, was Ausländer oder Asylbewerber in Deutschland „wollen“ ist ebenfalls eine mit aktuellen Konnotationen. Darin steckt auch Frage nach der kulturellen und wirtschaftlichen Integration von Asylbewerbern und Ausländern im Allgemeinen. Dass das Vereinigte Königreich, in dem durch das British Empire kultureller Austausch seit Jahrhunderten stattfindet, ebenfalls Debatten über die Ausländerintegration führt und die rechtslastige UKIP die Conservative Party stark nach rechts drängt, zeigt, dass das Schüren von Angst und die Vereinfachung komplexer Sachverhalte kein rein deutsches Phänomen ist (vgl. economist.com). Deswegen fallen die textlichen Ebenen der Charakterisierung des deutschen Kleinbürgertums einerseits und der ausländerfeindlichen oder, wie der Titel es nennt, „braunen“, Tendenzen andererseits im Liedtext nicht komplett zusammen. Eine große Schnittmenge besteht allerdings: Der scheinbar brave, tolerante Mittelschichtenbürger vertritt hinter geschlossenen Türen rassistische Ansichten.

Entsprechende Klischees werden in Schwarz Rot Braun dann von der Sprechinstanz auch für jegliche „Gegner“ verwendet. Ob „Kommunist“ oder „Türke“ spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Obwohl diese Stereoptype hier stark überzeichnet eingesetzt sind, zeigt die Verwendung solcher Topoi bei rechten Veranstaltungen, dass die perfide Manipulation durch Klischees sich immer noch großer Beliebtheit erfreut. Dies gilt natürlich genauso für linksextreme Klischees, beispielsweise gegenüber der Polizei. Die Stereotypen über Asylbewerber und Flüchtlinge werden momentan wieder vermehrt herangezogen, um eine Angst vor dem Unbekannten und Fremden zu schüren. Alles, was dabei nicht in das klischeebehaftete Bild passt, wird einfach ignoriert: jahrhundertelanger kultureller Austausch genauso wie die Tatsache, dass auch die ersten Christen verfolgt und ins Exil gedrängt wurden.

Das überzeichnete Klischee des deutschen Schrebergärtners (im Musikvideo im Gartensessel im akkuraten Gärtchen dargestellt) ist ein geschicktes Zerrbild des trostlosen Bürgertums, das sich selber vormacht, weltoffen zu sein. Angesichts der humoristisch zugespitzten Darstellung stellt sich allerdings die Frage, ob es passend ist, Fremdenhass und Engstirnigkeit mit einem Augenzwinkern zu begegnen. Karikaturen zu Hitler und dem NS-Staat (beispielsweise das Lied Ich hock‘ in meinem Bonker oder der Roman Er ist wieder da) erfreuen sich seit längerer Zeit großer Beliebtheit und zeigen ein entspannteres Verhältnis einer neuen Generation mit der deutschen Geschichte. Swiss selber kritisiert implizit einen zu laxen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands, wenn die durchweg negativ gezeichnete Sprechinstanz bemerkt: „Man darf nicht alles viel zu ernst nehmen, / zu Fasching kommen wir mit Hitlerbärten!“ (hier werden auch Erinnerungen an das Nazikostüm des jungen britischen Prinzen wach, der dies wohl ähnlich sah).

Der Humor, welcher dem Spießer eigen ist, erfüllt allerdings eine gänzlich andere Funktion als der Humor des Liedtextes. Während der deutsche Kleinbürger sich einen Hitlerbart anklebt, um die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes zu verharmlosen, will Swiss durch das Herausstellen von Widersprüchlichkeiten den Spießer entlarven. Dabei spielt der Rapper mit Gegensätzen: selbst attestiertes Wissen und Ignoranz, Selbstdarstellung und Handlungsrealität, Humor und Ernst, pseudo-Toleranz und Engstirnigkeit. All dies dient dazu, einen grundsätzlichen Gegensatz zu zeigen: den zwischen Schein und Sein, zwischen der Selbsttäuschung, tolerant zu sein, und der Wirklichkeit, in welcher Rassismus und Intoleranz tief im Gedankengut der Sprechinstanz verankert sind.

Eine der wirkungsvollsten Waffen im Arsenal des Künstlers ist der spaßhafte Umgang mit ernsten Themen. Nicht um die dargestellten Ereignisse zu verharmlosen, sondern um durch Überzeichnung der Standpunkte die Absurdität eines Argumentes vor Augen zu führen. Gekonnt wird dies in dem Lied Schwarz Rot Braun umgesetzt. Zeile für Zeile werden die Selbstwidersprüche der Sprechinstanz herausgearbeitet. Genau diese Widersprüche müssen auch in einem aktuellen Kontext aufgezeigt werden. Obwohl der Liedtitel Schwarz Rot Braun lautet, wird im Refrain gesungen „Ich wohn‘ in Schwarz-rot-gold mit etwas [Hervorhebung M.C.] braun“. Ein Braunstich kann durchaus entfernt werden. Wird aber nichts gegen den kleinen, braunen Anteil unternommen, wird aus schwarz rot gold mit etwas braun, schwarz rot braun und schließlich: braun. Im Sinne des Liedtextes sind somit nicht nur die, die bei „Pegida“-Märschen mitlaufen, engstirnige Kleingeister. Noch perfider sind diejenigen, die sich selber vormachen, tolerant und weltoffen zu sein, hinter verschlossenen Türen aber mindestens genauso verblendet sind, wie die Menschen, die ihre rassistischen Meinungen offen zur Schau stellen. Diese versteckten braunen Überzeugungen müssen genauso herausgefordert werden wie die sichtbaren.

Martin Christ, Oxford

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Über deutschelieder
“Deutsche Lieder” ist eine Online-Anthologie von Liedtextinterpretationen. Liedtexte sind die heute wohl meistrezipierte Form von Lyrik, aber zugleich eine in der Literaturwissenschaft vergleichsweise wenig beachtete. Die Gründe für dieses Missverhältnis reichen von Vorurteilen gegenüber vermeintlich nicht interpretationsbedürftiger Popkultur über grundsätzliche Bedenken, einen Songtext isoliert von der Musik zu untersuchen, die Schwierigkeit, eine editorischen Ansprüchen genügende Textfassung zu erstellen, bis zur Problematik, dass, anders als bei Gedichten, bislang kaum ein Korpus von Texten gebildet worden ist, deren Interpretation interessant erscheint. Solchen Einwänden und Schwierigkeiten soll auf diesem Blog praktisch begegnet werden: indem erprobt wird, was Interpretationen von Songtexten leisten können, ob sie auch ohne Einbeziehung der Musik möglich sind oder wie eine solche Einbeziehung stattfinden kann, indem Textfassungen zur Verfügung gestellt werden und im Laufe des Projekts ein Textkorpus entsteht, wenn viele verschiedene Beiträgerinnen und Beiträger ihnen interessant erscheinende Texte vorstellen. Ziel dieses Blogs ist es nicht nur, auf Songtexte als möglichen Forschungsgegenstand aufmerksam zu machen und exemplarisch Zugangsweisen zu erproben, sondern auch das umfangreiche Wissen von Fans zugänglich zu machen, das bislang häufig gar nicht oder nur in Fanforenbeiträgen publiziert wird und damit für die Forschungscommunity ebenso wie für eine breite Öffentlichkeit kaum auffindbar ist. Entsprechend sind nicht nur (angehende) Literaturwissenschaftler, sondern auch Fans, Sammler und alle anderen Interessierten eingeladen, Beiträge einzusenden. Dabei muss es sich nicht um Interpretationen im engeren Sinne handeln, willkommen sind beispielsweise ebenso Beiträge zur Rezeptions- oder Entstehungsgeschichte eines Songs. Denn gerade die Verschiedenheit der Beiträge kann den Reiz einer solchen Anthologie ausmachen. Bei den Interpretationen kann es schon angesichts ihrer relativen Kürze nicht darum gehen, einen Text ‘erschöpfend’ auszuinterpretieren; jede vorgestellte Lesart stellt nur einen möglichen Zugang zu einem Text dar und kann zur Weiterentwicklung der skizzierten Überlegungen ebenso anregen wie zum Widerspruch oder zu Ergänzungen. Entsprechend soll dieses Blog nicht zuletzt ein Ort sein, an dem über Liedtexte diskutiert wird – deshalb freuen wir uns über Kommentare ebenso wie über neue Beiträge. Jeden Montag wird ein neuer Text veröffentlicht.

2 Responses to Hört der Spaß da auf? Zum Deutschlandbild in „Schwarz Rot Braun“ von Swiss und Die Andern (2014).

  1. rey says:

    hahahahahaahaha Idioten

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