Vertonter Pflegenotstand. Schneewittchen: „Fürchte dich nicht“

Schneewittchen

Fürchte dich nicht

Du hast Angst vorm Loslassen
Du hast Angst vor Abhängigkeit
Du hast Angst vorm Siechtum und
Vorm Verlust deiner Autonomie
Dass der Körperverfall irgendwann einmal
Auch über dich siegt
Du hast Angst vorm Verlust deiner Freiheit
Und deiner Individualität

Du hast Angst, dass du auseinander fällst
Und dass das Leben, das du führtest, plötzlich nicht mehr zählt
Dass dich keiner mehr kennt
Und dass ein Schild mit deinem Namen an einem Gitterbettchen hängt

Doch fürchte dich nicht
Da ist ein Engel
Im letzten Abendlicht
Da ist ein Engel
Der leise zu dir spricht
Durch den Nebel siehst du manchmal sein Gesicht
Es ist der Praktikant, der dir den Hintern wischt

Du hast Angst vorm Kontrollverlust
Du warst dein ganzes langes Leben immer furchtbar bewusst
Du hast Angst, dass du deine Erinnerung verlierst
Und dass du eines Tages hungerst und dass du frierst
Du hast Angst, dass du auseinander fällst
Und dass das Leben, das du führtest, plötzlich nicht mehr zählt
Dass dich keiner mehr kennt
Und dass ein Schild mit deinem Namen an einem Gitterbettchen hängt

Doch fürchte dich nicht
Da ist ein Engel
In der Dunkelheit
Er ist gestresst
Und meistens hat er keine Zeit
Durch den Nebel siehst du manchmal sein Gesicht
Es ist der Praktikant, der dir den Hintern wischt
Da ist ein Engel
Du hast ihn sofort erkannt
Der dich füttert und manchmal hält er dir die Hand
Fürchte dich nicht
Er ist ein Engel, doch er weiß es selber nicht

Und nimmt die Selbstauflösung endlich ihren Lauf
Hören auch vielleicht die tausend Ängste in dir auf
Und nimmt die Selbstauflösung endlich ihren Lauf
Hören auch vielleicht die tausend Ängste in dir auf

Dir bleibt ein Engel
Im letzten Abendlicht
Dir bleibt ein Engel
Der leise zu dir spricht
Fürchte dich nicht
Es ist der Praktikant, der dir den Hintern wischt
Dir bleibt ein Engel
Du hast ihn sofort erkannt
Der dich füttert und manchmal hält er dir die Hand
Fürchte dich nicht
Er ist ein Engel, doch er weiß es selber nicht
Fürchte dich nicht
Fürchte dich nicht
Fürchte dich nicht
Es ist der Praktikant, der dir den Hintern wischt
Dir bleibt ein Engel, der dich füttert
Dir bleibt ein Engel, der dich füttert
Da ist ein Engel
Da ist ein Engel
Da ist ein Engel
Da ist ein Engel
Fürchte dich nicht
Dein Engel
Fürchte dich nicht

     [Schneewittchen: Keine Sekunde schweigen. Sony 2012.]

Das Lied Fürchte dich nicht von Schneewittchen handelt von der Angst, älter zu werden. Die Band besteht aus den beiden Musikern Marianne Iser und Thomas Duda, die schon 1998 ihr erstes gemeinsames Album, damals noch unter dem Namen Marianne Iser & Thomas Duda, mit dem Titel Töte mich ganz bei ARTist Records veröffentlichten. Erst 2003 erfolgte die Umbenennung in Schneewittchen und ihr gleichnamiges Album erschien. Noch zwei weitere Alben wurden auf den Markt gebracht, bis im August 2012 Keine Sekunde schweigen bei Sony Music erschien.

Fürchte dich nicht erscheint zu einer Zeit, in der eine öffentliche Diskussion über den Pflegenotstand geführt wird. Seit 1960 wird wiederholt vom Pflegenotstand gesprochen, wenn „der Personalbedarf der verschiedenen Gesundheitseinrichtungen nicht mit ausreichend ausgebildeten Fachkräften gedeckt werden kann.“ (pflegewiki.de) 2010 warnten Gewerkschaftsverbände und Wohlfahrtsverbände vor einem Pflegenotstand. Das Abendblatt zitiert den Bundesverband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe und spricht von 370 000 zusätzlich benötigten Arbeitskräften in den nächsten zwanzig Jahren, weil die Zahl der Pflegebedürftigen auf insgesamt 3,4 Millionen steigen wird (vgl. abendblatt.de). Der Deutsche Pflegerat spricht von 4,5 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2060. Im gleichen Zeitraum wird die deutsche Bevölkerung um 17 Millionen Menschen abnehmen (vgl. aerzteblatt.de). Die Gesellschaft altert. Die Menschen können immer älter werden, und gleichzeitig werden weniger Kinder geboren. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, das sich im Fachkräftemangel vor allem auch in der Pflege zeigt. Hinzu kommt, dass Pflegeberufe als nicht sonderlich attraktiv angesehen werden und die Bezahlung vielfach als zu schlecht eingestuft wird. Pflegedienstleister beklagen eine hohe Personalfluktuation, und die Verweildauer im Beruf wird immer wieder als zu kurz beschrieben (vgl. pflegewiki.de). Der Direktor des Instituts für Gesundheits-System-Forschung, Fritz Beske, wies im Deutschen Ärzteblatt darauf hin, dass „die Gewinnung junger Pflegekräfte auch dadurch erschwert werde, dass der Beruf in Konkurrenz zu anderen Berufen stehe, die ebenfalls einen Bedarf an Fachkräften hätten. Und die Versorgung von inkontinenten, pflegebedürftigen Patienten wird für viele Schulabgänger nicht attraktiver sein als eine Ausbildung in Bank oder Hotel.“ (aerzteblatt.de)

Fürchte dich nicht befasst sich mit dem letzten Lebensabschnitt eines Menschen. Dabei geht es nicht auf ein bestimmtes Alter ein, sondern behandelt die Ängste, die ganz allgemein mit dem Älter werden einhergehen. Das Lied beginnt in der ersten Strophe mit der Aufzählung solcher Ängste: „Du hast Angst vorm Loslassen / Du hast Angst vor Abhängigkeit“. Der Text beginnt direkt mit dem Pronomen Du. Schneewittchen sprechen damit alle Zuhörer direkt an. Es wird eine Zukunftsprognose des einzelnen Menschen durchgespielt, in der dieser nicht mehr für sich selbst sorgen kann. Die Drastik wird in den nächsten beiden Versen noch gesteigert: „Du hast Angst vorm Siechtum und / Vorm Verlust deine Autonomie“. Mehr als nur der Verlust der eigenen Unabhängigkeit schmerzt die Vorstellung vom Siechtum, in dem man sein eigenes Leben nicht mehr selbst bestimmen kann. Als Siechtum bezeichnet man ein ernsthaftes Gebrechen, eine Krankheit, von der man sich gegebenfalls nicht mehr erholen kann. Im Zusammenhang mit dem Thema Altern baut sich so sehr leicht das Bild von einem alten Menschen auf, der nicht mehr oder kaum noch in der Lage ist, aufzustehen und sich selbst auch nur mit dem Nötigsten zu versorgen. Sobald der Mensch seine Autonomie verloren hat und siech wird, brauch er Andere, die ihm helfen, den Alltag zu bewältigen. Mit der erschreckenden Vorstellung, selbst pflegebedürftig zu werden, spielen Schneewittchen, wenn sie singen: „Dass der Körperverfall irgendwann einmal / Auch über dich siegt / Du hast Angst vorm Verlust deiner Freiheit / Und deiner Individualität“. Durch das „irgendwann einmal“ machen sie deutlich, dass sie Zuhörer ansprechen, die noch im vollen Besitz ihrer geistigen und körperlichen Fähigkeiten sind und konfrontieren sie mit der Angst, diese zu verlieren. Dabei geht es um viel mehr als nur um körperliche Gebrechen, es geht um den Verlust der Identität.

In der Bridge werden Melodie und Gesang ruhiger, melodischer. Ihr Text beginnt jedoch mit den gleichen Worten, die schon in der ersten Strophe häufig vorkommen. Damit wird eine Anapher aufgenommen, die sich durch viele Teile des Liedes zieht: „Du hast Angst, dass du auseinander fällst / Und dass das Leben, das du führtest, plötzlich nicht mehr zählt / Dass dich keiner mehr kennt / Und dass ein Schild mit deinem Namen an einem Gitterbettchen hängt“. Hier werden die Bilder, die in der ersten Strophe aufgebaut worden sind, noch einmal verstärkt. Der Verlust der Identität führt zu der Angst, dass das eigene Leben nichts mehr zähle. Dies kann man in zweifacher Hinsicht deuten: Entweder zählt die Leistung, die man in seinem Leben erbracht hat, nichts mehr, und es wird die Frage gestellt, wofür man eigentlich gelebt hat und was man der Welt hinterlässt, wenn man selbst nicht mehr an ihr teilnimmt. Oder diese Zeile kann verstanden werden als Lebensaufgabe: dass das eigene Leben selbst nichts mehr zählt und damit unwichtig geworden ist. Zur eigenen Hilflosigkeit kommt noch hinzu, „[d]ass dich keiner mehr kennt“. Dadurch wird die Alterseinsamkeit in die Überlegungen mit eingebracht. Viele Menschen vereinsamen im Alter. Das Fehlen von vertrauten und geliebten Gesichtern erschwert die eigene Situation noch. Mit dem Vers: „Und dass ein Schild mit deinem Namen an einem Gitterbettchen hängt“ erhalten wir nun eine Vorstellung von einem Altenheim. Dieses Bild ist negativ konnotiert. Kein normales Bett, sondern ein Gitterbettchen, damit der Bewohner nicht herausfallen kann, ist nötig. Damit der Name des Patienten vom Personal nicht vergessen wird, steht er an diesem Gitterbettchen, er ist ein Hilfsbedürftiger unter vielen.

Nachdem ein derat negatives Bild aufgebaut wurde, werden Musik und Stimme wieder kraftvoller, wenn Marianne Iser „Doch fürchte dich nicht“ singt. Nun folgt der Refrain: „Da ist Engel / Im letzten Abendlicht / Da ist ein Engel / Der leise zu dir spricht“. Die negative Vorstellung, die in Strophe und Brigde aufgebaut wird, wird im Refrain relativiert, denn egal, was passiert, selbst wenn man seine eigene Identität verliert, brauch man sich nicht zu fürchten, den es gibt einen Engel, der im letzten Abendlicht, also im letzten Lebensabschnitt, bei einem ist und zu einem spricht. Demnach ist man auch, wenn man sich einsam fühlt, nicht völlig allein, da es immer noch diesen Engel gibt, der auf einen achtet und dessen Gesicht manchmal durch den Nebel zu sehen ist. Allerdings wird das positiv konnotierte Bild des Engels im letzten Vers des Refrains wieder relativiert. Denn der Engel „ist der Praktikant, der dir den Hintern wischt“. Damit werden gleich mehrere Sachverhalte angesprochen. Die Bezeichnung des Praktikanten als Engel zeigt, dass die Säkularisierung der Gesellschaft auch den letzten Lebensabschnitt erreicht hat. Es gibt keine Transzendenz-Erwartung mehr. Der Engel erscheint nicht mehr als himmlisches Wesen, das den Menschen in ein besseres Jenseits geleitet, sondern nur noch als Praktikant im Altersheim, der die Erbärmlichkeit der letzten Tage etwas abmildert. Jedoch kann der Engel-Praktikant auch noch anders gedeutet werden. Die Pfleger, die sich um hilfsbedürftig gewordene Mitmenschen kümmern, werden aufgewertet durch den Vergleich mit den himmlischen Wesen Engel. Ihr Beruf wird als Berufung verstanden und seine Wichtigkeit vor allem für den einzelnen zu Pflegenden hervorgehoben. So gelesen wäre diese letzte Zeile nicht negativ zu verstehen, sondern würde eine positive Konnotation erhalten und der Refrain insgesamt auch. Dennoch wird hier Kritik am Pflegesystem deutlich, da nicht der Pfleger als Engel bezeichnet wird, sondern der Praktikant. Dies verweist auf die prekäre Bezahlung in dieser Berufsgruppe vor allem bei Jüngeren, die Schwierigkeiten haben, feste Arbeitsverträge nach Tarif zu bekommen. Die Kritik bezieht sich allerdings nur auf das System, in dem sich zu wenig Menschen um zu viele kümmern müssen. Dass nur die Tätigkeit des Hintern Abwischens genannt wird, deutet auch auf die engen Zeitpläne hin, die die Pflegekräfte einhalten müssen, bei denen längere Gespräche und Beschäftigungen mit dem Einzelnen oft nicht eingeplant sind. Dabei würdigt der Refrain aber auch diejenigen, die sich trotz aller Widrigkeiten bemühen, jedem Älteren einen schönen Lebensabend zu ermöglichen.

Die zweite Strophe ist kürzer als die erste. Sie beginnt wieder mit der Anapher „Du hast Angst“. Dieses Mal wird die Angst vor Kontrollverlust, die als weitgehend identisch mit der vor Abhängigkeit und der vor dem Verlust der Autonomie betrachtet werden kann, als erstes genannt mit dem Zusatz: „Du warst dein ganzes langes Leben immer furchtbar bewusst“. Der nächste Vers beschreibt die Angst vor Demenz: „Du hast Angst, dass du deine Erinnerung verlierst“. Nach der Angst vor einer geistigen Störung folgt die Furcht vor körperlichen Unannehmlichkeiten: „Und dass du eines Tages hungerst und dass du frierst“. Damit sind die Ängste vor psychischen und physischen Beeinträchtigungen mit zunehmendem Alter gleich stark vertreten.

Der identischen Bridge folgt ein abgewandelter Refrain, der länger ausfällt als der erste. Nach den ersten zwei noch wortgleichen Versen werden die drei folgenden („Im letzten Abendlicht / Da ist ein Engel / Der leise zu dir spricht“) ersetzt durch „In der Dunkelheit / Er ist gestresst / Und meistens hat er keine Zeit“. Während das letzte Abendlicht eine Metapher für den Lebensabend sein kann, ist die Dunkelheit stärker negativ konnotiert. In Zusammenhang mit der zweiten Strophe könnte hier die Dunkelheit eine Demenzkrankheit illustrieren. So könnte man auch den Satz „Durch den Nebel siehst du manchmal sein Gesicht“, der in beiden Refrains vorkommt, erklären. Man geht davon aus, dass 60% aller Demenz-Erkrankungen Alzheimer-Demenz sind. Bei der Alzheimer-Demenz lassen die kognitiven Fähigkeiten nach. Dazu gehören unter anderem Desorientierung, Vergesslichkeit, Erkennungsstörungen und der Sprachzerfall (vgl. alzheimerinfo.de). Der Vers bezieht sich demnach auf die Erkennungsstörungen, die bei Demenz-Patienten auftreten. Doch bevor in diesem Refrain der Vers mit dem Nebel vorkommt, sind noch zwei weitere neue Verse eingeschoben, in denen es heißt „Er ist gestresst / Und meistens hat er keine Zeit“. An dieser Stelle wird deutlich auf die zu engen Zeitpläne der Pflegekräfte eingegangen. Der Refrain endet dieses Mal nicht mit dem aussagekräftigen Satz „Es ist der Praktikant, der dir den Hintern wischt“, sondern hängt diesem noch fünf Verse an. In diesen Versen werden der Engel und seine Tätigkeit noch näher beschrieben. Er sorgt demnach auch für die Ernährung des Patienten und findet sogar zuweilen Zeit für menschliche Nähe. Außerdem wird die Bedeutung des Pflegers noch stärker hervorgehoben, da er für den älteren Heimbewohner sofort als Engel erkennbar ist, während er selbst sich nicht in dieser Rolle sieht. Des Weiteren kommen in diesem Refrain noch einmal die beruhigenden Worte „Fürchte dich nicht“ vor, die versuchen, alle Ängste, die im Vorfeld aufgezählt wurden, wieder beiseite zu schieben.

Nun folgt die dritte Strophe, die wieder relativ kurz ist. Diese vier Verse bestehen nur aus einem Satz, der wiederholt wird. Der Gesang ist an dieser Stelle sehr abgehakt und rau, fast mehr geschrien als gesungen: „Und nimmt die Selbstauflösung endlich ihren Lauf / Hören auch vielleicht die tausend Ängste in dir auf“. Diesen Satz kann man wieder auf unterschiedliche Arten deuten. Das Wort „endlich“ könnte darauf hindeuten, dass die Selbstauflösung durchaus ein wünschenswerter Zustand sein kann, denn dadurch verliert man auch die Ängste, die man sein ganzes Leben lang hegt. Andererseits besitzt das Wort „Selbstauflösung“ eine negative Konnotation. Man könnte fragen: Was bleibt noch von dem Menschen, wenn er sich selbst aufgelöst hat? Und ist das Leben überhaupt noch lebenswert, wenn die Dunkelheit überhand nimmt?

Das Lied endet nun mit Teilen des Refrains, die neu aneinander gesetzt wurden. Der Engel wird noch häufiger erwähnt. Ebenso wie die Zeile „Fürchte dich nicht“, mit der das Lied auch endet. Es ist deshalb interessant zu analysieren, weil es zwei Lesarten ermöglicht. Es vermittelt sowohl negative als auch hoffnungsvolle Gefühle über das Altern und bis zum Ende des Liedes bleiben beide Deutungsweisen neben einander bestehen.

Sandra Martelock, Düsseldorf

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Über deutschelieder
“Deutsche Lieder” ist eine Online-Anthologie von Liedtextinterpretationen. Liedtexte sind die heute wohl meistrezipierte Form von Lyrik, aber zugleich eine in der Literaturwissenschaft vergleichsweise wenig beachtete. Die Gründe für dieses Missverhältnis reichen von Vorurteilen gegenüber vermeintlich nicht interpretationsbedürftiger Popkultur über grundsätzliche Bedenken, einen Songtext isoliert von der Musik zu untersuchen, die Schwierigkeit, eine editorischen Ansprüchen genügende Textfassung zu erstellen, bis zur Problematik, dass, anders als bei Gedichten, bislang kaum ein Korpus von Texten gebildet worden ist, deren Interpretation interessant erscheint. Solchen Einwänden und Schwierigkeiten soll auf diesem Blog praktisch begegnet werden: indem erprobt wird, was Interpretationen von Songtexten leisten können, ob sie auch ohne Einbeziehung der Musik möglich sind oder wie eine solche Einbeziehung stattfinden kann, indem Textfassungen zur Verfügung gestellt werden und im Laufe des Projekts ein Textkorpus entsteht, wenn viele verschiedene Beiträgerinnen und Beiträger ihnen interessant erscheinende Texte vorstellen. Ziel dieses Blogs ist es nicht nur, auf Songtexte als möglichen Forschungsgegenstand aufmerksam zu machen und exemplarisch Zugangsweisen zu erproben, sondern auch das umfangreiche Wissen von Fans zugänglich zu machen, das bislang häufig gar nicht oder nur in Fanforenbeiträgen publiziert wird und damit für die Forschungscommunity ebenso wie für eine breite Öffentlichkeit kaum auffindbar ist. Entsprechend sind nicht nur (angehende) Literaturwissenschaftler, sondern auch Fans, Sammler und alle anderen Interessierten eingeladen, Beiträge einzusenden. Dabei muss es sich nicht um Interpretationen im engeren Sinne handeln, willkommen sind beispielsweise ebenso Beiträge zur Rezeptions- oder Entstehungsgeschichte eines Songs. Denn gerade die Verschiedenheit der Beiträge kann den Reiz einer solchen Anthologie ausmachen. Bei den Interpretationen kann es schon angesichts ihrer relativen Kürze nicht darum gehen, einen Text ‘erschöpfend’ auszuinterpretieren; jede vorgestellte Lesart stellt nur einen möglichen Zugang zu einem Text dar und kann zur Weiterentwicklung der skizzierten Überlegungen ebenso anregen wie zum Widerspruch oder zu Ergänzungen. Entsprechend soll dieses Blog nicht zuletzt ein Ort sein, an dem über Liedtexte diskutiert wird – deshalb freuen wir uns über Kommentare ebenso wie über neue Beiträge. Jeden Montag wird ein neuer Text veröffentlicht.

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